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Stärkere Entlastung: Höherer Anteil aus Rundfunkbeitrag für SR und Radio Bremen geplant

CC-Lizenzen seien ein weiterer Baustein, um "Inhalte möglichst leicht und möglichst dauerhaft für alle zugänglich zu machen", sagt der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow Foto: Oliver Berg/dpa

Mit einem zusätzlichen Millionenbetrag sollen der Saarländische Rundfunk (SR) und Radio Bremen in den nächsten Jahren von der ARD finanziell stärker entlastet werden. Das teilte die ARD am Mittwoch in Köln mit. Umgerechnet könnten so rund 34,5 Millionen Euro zusätzlich zusammenkommen.

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Von 2021 bis 2024 soll die Finanzausgleichsmasse von derzeit 1,6 Prozent des Rundfunkbeitragsaufkommens der ARD-Gemeinschaft stufenweise auf 1,8 Prozent für die beiden kleinsten der insgesamt neun Sender steigen. Einen entsprechenden Beschluss fasste die ARD-Gemeinschaft bei der Intendantensitzung in Köln, wie der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow erläuterte. Das letzte Wort haben die Länder in der Sache.

Der Beschluss ist ein Vorschlag. Die beiden öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind auf Hilfe angewiesen, weil sie allein aus den Beitragseinnahmen in ihren Sendegebieten ihre Ausgaben nicht stemmen können.

Buhrow sprach von einem Durchbruch. Der Finanzausgleich habe „äußerste Bedeutung für die Gemeinschaft“. Es sei wichtig, die kleinen Anstalten „solidarisch“ zu unterstützen, damit sie ihrem Auftrag nachkommen könnten. Zugleich betonte er, dass man insgesamt von knapperen Kassen ausgehen müsse. Um die zusätzlichen Ausgaben zu stemmen, sollen im Gegenzug die Sportrechteausgaben stabil gehalten und nicht wie geplant erhöht werden.

Am Dienstag und Mittwoch hatten die Intendanten der Rundfunkanstalten in Köln getagt. Der WDR hat seit Jahresbeginn den Vorsitz inne.

dpa

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