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Ferienwohnungs-Vermittler beschweren sich in Brüssel über Google

Google schafft die Third-Party-Cookies ab. Eine Alternative könnten sogenannte "Identifier" darstellen. Foto: Google

Mehr als 30 Anbieter von Diensten zur Vermietung von Ferienwohnungen haben Google in einem Brief an die EU-Kommission unfairen Wettbewerb vorgeworfen. Sie stören sich daran, dass der Internet-Konzern in Suchergebnissen Ferienwohnungsangebote einer Auswahl von Partnern anzeigt, die dann auch „mit einigen wenigen Klicks“ gebucht werden können.

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Unter den 34 Unterzeichnern sind bekannte Unternehmen wie Expedia und Tripadvisor. Die Firmen und Verbände sehen in der „Google Ferienwohnungssuche“ einen direkten Wettbewerb zu ihren spezialisierten Diensten – auch wenn darin zum Teil ihre eigenen Angebote vorkommen. „Wir sehen starke Anzeichen dafür, dass es Googles Wettbewerbsstrategie ist, uns und unsere Branche zu reinen Inhalte-Lieferanten für Googles neuen ‚Komplettdienst‘ zu reduzieren“, kritisierten sie in dem am Montag veröffentlichten Brief an EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Bisher seien auch „nur einige wenige große Unternehmen von Google kontaktiert“ worden, damit sie ihre Angebote bereitstellen.

Google entgegnete, das Ziel der Suchergebnisse sei, den Nutzern die relevantesten Informationen zu zeigen. Derzeit werde in Europa ein neues Format für spezialisierte Suchen mit der Anzeige von Angeboten unter anderem zu Reisen und Jobs in einer scrollbaren Ansicht getestet. Das solle die breite der Auswahl an Treffern zeigen.

Der Beschwerdebrief wurde wenige Tage vor der Berufungsverhandlung zur Milliardenstrafe der EU-Kommission gegen Google wegen des Wettbewerbs bei sogenannten Shopping-Anzeigen mit Waren-Angeboten veröffentlicht.

dpa

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