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NDR setzt auf Experten: Zwei Jurys haben über deutschen ESC-Beitrag entschieden

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Foto: ESC

Wie bereits im Vorjahr angekündigt, hat der NDR das Auswahlverfahren des deutschen Beitrags für den Eurovision Song Contest angepasst. Laut Ankündigung haben zwei unabhängige Expertenjurys den Act ausgewählt. Auf einen Vorentscheid mit Zuschauervoting wurde damit komplett verzichtet.

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Der deutsche Beitrag für den Eurovision Song Contest steht bereits fest – wird aber noch nicht verraten. Zwei unabhängige Expertenjurys haben demzufolge ausgewählt, wer Deutschland am 16. Mai im niederländischen Rotterdam vertreten wird, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Montag in Hamburg mitteilte. Wer beim Finale auf der Bühne stehen wird, sagte der federführende NDR allerdings nicht. Das soll erst am 27. Februar um 21.30 Uhr in der Sendung “Unser Lied für Rotterdam” auf dem Sender One bekanntgegeben werden. Die 45-minütige Sendung wird wie gewohnt von Barbara Schöneberger moderiert.

Im Zuge des Ankündigung teilte die öffentlich-rechtliche Anstalt zudem mit, dass Christian Blenker neuer ARD-Teamchef beim Eurovision Song Contest ist. Alexandra Wolfslast nimmt künftig die Rolle als Head of Delegation für den deutschen Beitrag ein. Thomas Schreiber soll als ARD-Unterhaltungskoordinator genauso in die Prozesse eingebunden sein wie Iris Bents als Head of Press.

Orientierung an der Punktevergabe im ESC-Finale

“Wir wissen, dass viele Fans lange auf Infos gewartet haben. Wir brauchten aber die Zeit, um konzentriert schon sehr viele Dinge für Rotterdam vorzubereiten. Umso mehr freuen wir uns, am 27. Februar diesen tollen Act präsentieren zu können”, erklärte Wolfslast. Bereits seit dem 12. Dezember stehen Act und deutscher Song fest.

Bei der Auswahl des Künstlers oder der Künstler hat der NDR diesmal voll auf die Expertise von ESC-Kennern gesetzt – und damit komplett auf einen Vorentscheid mit Zuschauervoting verzichtet. Stattdessen haben eine “Eurovisions-Jury” mit 100 ESC-interessierten Menschen aus ganz Deutschland und eine internationale Expertenjury aus 20 Musikprofis den Act für Rotterdam ausgewählt. Damit orientiert sich der NDR an der regulären Punktevergabe im ESC-Finale, bei der eine Hälfte der Punkte von den Zuschauern und die andere von der nationalen Jury kommt.

“Unsere beiden Jurys haben einen hohen musikalischen Sachverstand und einen einmaligen ESC-Instinkt. Mit diesem Verfahren haben wir auch deutlich mehr Zeit für die Inszenierung gewonnen”, so Blenker. So würden die “ersten spannenden Ideen von international erfolgreichen Choreographen und Staging-Profis” bereits vorliegen.

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Deadline für Teilnehmer bis 9. März

17 der insgesamt 41 Teilnehmerländer haben ihre Künstler für den weltweit größten Musikwettbewerb bereits bekanntgegeben. Bis zum 9. März müssen laut den Regularien die Teilnehmer aller Länder feststehen.

Bisher wurden die deutschen Kandidaten meist bei einer Vorentscheid-Show ausgewählt. 2019 war das deutsche Duo Sisters beim ESC in Tel Aviv auf dem vorletzten 25. Platz gelandet. ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber hatte daraufhin angekündigt, das Auswahlverfahren zu überdenken.

Das ESC-Finale findet am Samstag, 16. Mai, in Rotterdam statt. Das Erste und eurovision.de übertragen live ab 21 Uhr.

tb/dpa

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