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Arntz und Jehn gehen: Neuer Chefredakteur für „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“

Matthias Thieme Foto: Marc Brinkmeier

Der erst kürzlich zum Chefredakteur mit Schwerpunkt für digitale Produkte bei der „Berliner Zeitung“ berufene Matthias Thieme wird mit sofortiger Wirkung alleiniger Chefredakteur von „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“. Die bisherigen Chefredakteure Jochen Arntz und Elmar Jehn verlassen das Haus.

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Thieme soll laut Verlagsangaben mit Herausgeber und GeschäftsführerMichael Maier die Weiterentwicklung der Print- und Online-Ausgaben vorantreiben. Im Dezember war bekanntgeworden, dass der 1974 geborene Thieme als Co-Chef der „Frankfurter Neuen Presse“ die Tageszeitung verlässt und zum 1. Februar in die Chefredaktion der „Berliner Zeitung“ wechselt (MEEDIA berichtete).

In der Verlagsmitteilung zum Wechsel heißt es: „Der Berliner Verlag dankt Jochen Arntz und Elmar Jehn für die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit und ihr Engagement für die Titel des Verlags. Der Verlag würdigt insbesondere ihren Beitrag in der Phase des Übergangs des Berliner Verlages aus der DuMont-Mediengruppe in ein unabhängiges Berliner Medienhaus.“

Ehepaar Friedrich übernahm den Verlag

Im Herbst hatte die Kölner Mediengruppe DuMont den Verlag an das Unternehmerehepaar Silke und Holger Friedrich verkauft, die bis dahin nicht als Verleger tätig gewesen waren. Damals hieß es seitens des Verlags, dass Arntz und Jehn Chefredakteure der Blätter bleiben sollen. Jehn war 2015 zum Chefredakteur des „Berliner Kuriers“ berufen worden. Im Folgejahr übernahm Arntz den Chefposten bei der „Berliner Zeitung“.

Kurz nach dem Verkauf durch DuMont enthüllte die „Welt am Sonntag“, dass Holger Friedrich in der DDR zeitweise für die Stasi gearbeitet hatte. Friedrich erklärte dies mit einer persönlichen Notlage. Kürzlich legte die „Welt am Sonntag“ mit einem Artikel nach, in dem eine frühere Arbeitskollegin Friedrich vorwirft, sie in der DDR angeschwärzt zu haben. Hierzu hat sich Friedrich nicht geäußert. Friedrich befindet sich zudem mit dem Historiker Hubertus Knabe in einer juristischen Auseinandersetzung über eine Analyse Knabes zu seinem Fall (MEEDIA berichtete).

swi/dpa

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