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“Die ‘Mopo’ wird weiterleben!” – Neu-Verleger Arist von Harpe stellt sich der Belegschaft vor

Arist von Harpe
Arist von Harpe Foto: DuMont

Der Betriebsrat der "Hamburger Morgenpost" hat den Verkauf der Zeitung an den Hamburger Manager Arist von Harpe begrüßt. "Wir freuen uns, dass ein Eigentümer gefunden wurde, der die 'Morgenpost‘ als Ganzes erhält, sich zur Belegschaft bekennt und unser Engagement zu schätzen weiß", sagte die Betriebsratsvorsitzende Nina Gessner.

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Der Xing-Manager Arist von Harpe kauft der DuMont Gruppe die komplette “Hamburger Morgenpost” inklusive Print-Ausgabe, Vermarktung, Erlebniswelt Discovery Dock und Radio-Hamburg-Beteiligung ab (MEEDIA berichtete). Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Für die Mitarbeiter ist das – zumindest zunächst – eine sehr gute Nachricht. Denn bei anderen Szenarien hätte womöglich ein Stellenabbau oder gar eine Schließung der Print-Ausgabe der “Mopo” angestanden. “Wir sind froh, dass diese ein Jahr lang währende Hängepartie ein Ende gefunden hat und wir uns wieder auf unsere Arbeit konzentrieren können”, so die Betriebsratsvorsitzende Nina Gessner. Von Harpe habe am Donnerstag “einen sympathischen Auftritt” bei der “Mopo” absolviert und eine “viel versprechende Mischung aus Idealismus und Realismus präsentiert”, so die Betriebsrätin weiter.

“Die ‘Mopo‘ wird weiterleben!”

Arist von Harpe selbst zeigte sich kämpferisch vor der Belegschaft:  “Die ‘Mopo’ wird weiterleben! Ich glaube an das Potenzial der Marke, den Menschen hier in  Hamburg ist die ‘Mopo’ wichtig. Sie gehört zu Hamburg wie der Fischmarkt, der Kiez, Jan Fedder, Fettes Brot, Deichkind und die Beginner. Ich beobachte eine wachsende Skrupellosigkeit in der Welt, den Journalismus tot zu machen. Ich möchte das Journalistische wieder nach vorne bringen und auch die gedruckte Zeitung wieder in den Fokus nehmen.”

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Leicht wird die Aufgabe freilich nicht, denn es hat ja einen Grund, dass DuMont die “Mopo” unbedingt loswerden wollte. Die Auflage der Boulevardzeitung steht seit geraumer Zeit unter Druck. Im vergangenen Jahr wurde bereits die gedruckte Nachtausgabe eingestellt. Wirtschaftlich wertvoll im “Mopo”-Paket ist vor allem die Beteiligung am Hörfunksender Radio Hamburg, die als hoch profitabel gilt. An Radio Hamburg sind neben der “Hamburger Morgenpost” der Berliner Medienriese Axel Springer, die Bertelsmann-Tochter RTL sowie die Bauer Media Group beteiligt.

Ebenfalls ertragreich ist das Discovery Dock im Hamburger Hafengebiet. Dabei handelt es sich um eine Art digitaler Abenteuerspielplatz, der Touristen einen virtuellen Rundgang durch den Hafen ermöglicht. Im Geschäftsbericht für 2018 hatte DuMont angegeben, dass die Umsätze mit dem Discovery Dock bis 2021 erheblich steigen sollen.

Nur das Discovery Dock und Radio Hamburg werden die “Mopo” aber freilich nicht retten können, auch das Kernprodukt, die Zeitung muss saniert werden. Auf den neuen Eigentümer wartet eine gewaltige und ganz und gar unvirtuelle Herausforderung.

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Alle Kommentare

  1. Um mit Joe Biden zu sprechen: “Osama bin Laden ist tot, aber die MOPO lebt”.

    100 Tage sollte man ihm geben, vielleicht schafft er es durch eine Neuausrichtung die Auflage wieder moderat zu steigern.

    Die goldenen Zeiten der Zeitungsbranche sind eh vorbei und kommen – zumindest in D – auch nicht wieder.

  2. Jeder hat das Recht, Papas Millionen so vor die Wand zu fahren, wie er es möchte

  3. Wenn die eine Hälfte des Unternehmens profitabel ist, die andere nicht, was macht man dann?

    Das Unternehmen in zwei Teile aufspalten , den profitablen Retten und den Rest versenken!

    Wer braucht schon links-reaktionäre Gesinnungs-Journalisten!

  4. Nur das Discovery Dock und Radio Hamburg werden die “Mopo” aber freilich nicht retten können, auch das Kernprodukt, die Zeitung muss saniert werden.

    Mein Vorschlag:

    Alle sogenannten Schreiberlinge rauswerfen. Die finden sicherlich reißend neue Anstellungen bei taz, NEUES DEUTSCHLAND oder “Rote Fahne news”. Ggf. mal bei der SPD anklopfen und sich in deren Medienimperium vermitteln lassen. Das müßte zügig klappen.

    Anschließend Journalisten vom Schlage des verstorbenen Hajo Friedrichs einstellen. Danach wird das auch mit dem Umsatz und der Reichweite wieder großartig klappen.

    Alle anderen Scenarien sind Unfug und ändern nix.

  5. “Frank Schulz”, der Experte für Persönlichkeitsferndiagnosen, gutes Deutsch und gesunde Bräune. Danke Frank, dass es Sie gibt. Was würden wir ohne Sie machen?

    1. Sie können gerne über meine Rechtschreibung lästern und während wir Stück für Stück das Land übernehmen! Die historische Zeitenwende ist da, es ist wie 1968 nur umgekehrt. Brexit, Trump, Thüringen. Sie können gerne Ihren Hassssss und Hetze versprühen, dass belustigt mich nur mehr. Soll ja nicht langweilig werden.

      Die Mopo wird pleite gehen, da kann der linksgrüne Berufssohn, der noch fachfremd ist, gerne seine Millionen verschleudern. Get woke, Get Broke:)

    2. @Arno Nym

      gutes Deutsch…..? Bitte mal an die eigene Nase fassen und den Text noch einmal auf Rechtschreibfehler kontrollieren.

  6. Hahaha, ob junge. Ideologe durch und durch.

    Papas Geld wird jetzt verbrannt, weil der Sohnemann die Beginner mag.

    Ein Gutmensch als CEO, was soll bloß schief gehen. Smh.

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