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Strategie gegen Deepfakes: Twitter will manipulierte Videos künftig markieren oder löschen

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Das sich ausbreitende Problem von Deepfakes will nun auch Twitter verstärkt angehen. Nutzer sollen zuverlässige Informationen auf der Plattform finden, so das Unternehmen. Die Maßnahmen sollen am 5. März eingeführt werden.

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Twitter will künftig Beiträge, die manipulierte Medien enthalten, unter bestimmten Bedingungen kennzeichnen und in einigen Fällen auch entfernen. Das kündigte Twitter am Dienstag in San Francisco an. Die Ankündigung zielt auf den Trend zu Deepfake-Videos, die mit Bearbeitungsprogrammen manipuliert wurden und den Betrachter überzeugend täuschen können. Zuletzt hatten vor allem Deepfake-Fälle für Schlagzeilen gesorgt, die Politiker betrafen.

Twitter erklärte, man werde in bestimmten Fällen Videos kennzeichnen, die “signifikant und betrügerisch verändert oder gefälscht” wurden. Außerdem versuche man, Videos zu entfernen, die die öffentliche Sicherheit beeinträchtigen oder “ernsthaften Schaden” verursachten.

Tabellarische Darstellung der Vorgehensweise gegen Deepfakes Foto: blog.twitter.com

Die Anwender sollten in der Lage sein, zuverlässige Informationen auf Twitter zu finden, erklärte das Unternehmen. “Das bedeutet, dass Sie verstehen müssen, ob der Inhalt, den Sie sehen, echt oder erfunden ist, und dass Sie die Möglichkeit haben müssen, mehr Kontext über das, was Sie auf Twitter sehen, zu finden”. Das neue Vorgehen wird zum 5. März wirksam.

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Das Thema hatte im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen im November an Aufmerksamkeit gewonnen, nachdem ein Video der Top-Demokratin Nancy Pelosi über Twitter und andere Netzwerke verbreitet wurde, in dem die Sprecherin des Repräsentantenhauses bei einer Rede zu lallen scheint. Dieser Effekt wurde durch eine nachträgliche Manipulation der Abspielgeschwindigkeit durch eine Videobearbeitungssoftware erzielt.

Facebook hatte erst Anfang Januar mitgeteilt, dass es das Problem rund um Deep Fakes stärker angehen möchte. Betroffen sind Videos, die auf eine Art und Weise manipuliert wurden, sodass es für einen Durchschnittsnutzer nicht klar erkenntlich ist und die Person dazu verleitet, die im Video gesagten Worte zu glauben, obwohl diese so nie gesagt wurden. Und es werden Videos entfernt, die ein Produkt künstlicher Intelligenz oder maschinellen Lernens sind und Inhalte in einem Beitrag so zusammenführt oder ersetzt, dass sie authentisch erscheinen. Die neue Regelung gilt laut Ankündigung jedoch nicht für Parodien und Satire (MEEDIA berichtete).

tb/dpa

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