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Cover-Check: „stern“ solide mit „Ich muss gar nichts!“, „Spiegel“ schwach mit „Raus aus der Ehrgeiz-Falle“

Die drei Wochenmagazine „Spiegel“, „stern“ und „Focus“ starteten mit Titeln zur „Selbstoptimierung“, der „Kunst des Nein-Sagens“ und der „Crash-Angst“ in das neue Jahr. Erfolgreich im Einzelverkauf war dabei allenfalls der „stern“, der mit der Titelzeile „Ich muss gar nichts!“ zumindest ein solides Ergebnis erzielte. „Spiegel“ und „Focus“ landeten hingegen unter ihrem aktuellen Normalniveau.

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„Der Spiegel“ titelte auf seiner Ausgabe 2/2020, der ersten, die im neuen Jahr in den Handel kam, „Raus aus der Ehrgeiz-Falle – Gut, besser, Burn-out: Warum man es mit der Selbstoptimierung nicht übertreiben sollte“. Ein passendes Thema nach den Feiertagen und zum Jahresstart, dachte sich die Redaktion, behielt damit aber nicht wirklich Recht: 149.717 Exemplare wurden in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen, etc. abgesetzt – eine Zahl, die recht klar unter dem aktuellen 12-Monats-Durchschnitt des Magazins von 167.300 Einzelverkäufen, sowie unter dem 3-Monats-Durchschnitt von 157.500 liegt. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, kam die Nummer 2/2020 laut IVW auf eine Verkaufszahl von 684.504, darunter 110.659 ePaper bzw. Spiegel-Plus-Kunden.

Der „stern“ war mit seinem Heft 2/2020 etwas erfolgreicher im Einzelhandel: 117.158 Exemplare reichen zwar nicht ganz, um an die Zahl der Vorwoche heran zu kommen, sie liegt aber immerhin ziemlich genau zwischen dem aktuellen 3-Monats-Durchschnitt von 114.800 und dem 12-Monats-Durchschnitt von 119.500 Einzelverkäufen. Gelungen ist das solide Ergebnis, mit einer reinem Text-Titel ohne Foto oder Illustration: „Ich muss gar nichts!“ prangte in großen Buchstaben auf dem Cover – und darunter etwas kleiner: „Von der Kunst des NEIN-Sagens“. Der Gesamtverkauf der Nummer lag bei 433.154 Exemplaren, inklusive 24.011 ePaper.

Der „Focus“ kam nach den 108.167 Einzelverkäufen seiner Doppelnummer mit der regulären Ausgabe 2/2020 nur noch auf 48.654 Exemplare. Immerhin liegt diese Zahl über dem 3-Monats-Durchschnitt von 46.230 Einzelverkäufen, aber unter dem 12-Monats-Durchschnitt von 53.762. Das Titelthema „Crash-Angst: Mein Geld 2020 – Geld, Aktien, Steuern, Versicherungen – Alles, was Sie jetzt wissen müssen“ war also kein übermäßiger Verkaufsanreiz für potenzielle „Focus“-Käufer. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 335.016 Exemplaren, zu denen auch 51.265 ePaper gehörten.

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