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“Bild” startet Talkshow “Hier spricht das Volk” – Vorgeschmack auf neues TV-Angebot

“Bild-Chef” Julian Reichelt, Teilnehmer bei “Hier spricht das Volk”
"Bild-Chef" Julian Reichelt, Teilnehmer bei "Hier spricht das Volk" Screenshot: Bild.de

"Bild" läuft sich online warm für das geplante Live-TV-Angebot. Nach diversen Sondersendungen zu aktuellen Themen lief an diesem Montag erstmals die vorproduzierte Talkshow "Hier spricht das Volk", in der Chefredakteur Julian Reichelt mit "ganz normalen Bürgerinnen und Bürgern" spricht.

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Die erste Folge wurde im Maritimen Museum Hamburg aufgezeichnet. Es handle sich um die erste Talkshow, bei der “ganz normale” Bürger zu Wort kommen, so Reichelt zu Beginn. Was ganz freilich nicht stimmt, denn auch in anderen Talkformaten sind immer wieder “normale” Bürgerinnen und Bürger zu Gast und kommen zu Wort. Der besondere Ansatz von “Hier spricht das Volk” ist vielmehr, dass ausschließlich “normale” Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen.

Ein weiteres Stil-Element der Show ist, dass der “Bild”-Chefredakteur die Anwesenden bei Fragen mit Handzeichen abstimmen lässt (“Kann Jens Spahn ein besserer Kanzler als Angela Merkel sein?”), dabei wird im Bild stets die Prozentzahl der Abstimmenden eingeblendet, die die Frage bejahen.

“Bild” nimmt für sich in Anspruch, dass die 15 anwesenden Gäste einen “Querschnitt unserer Gesellschaft” darstellen. Es gibt, Alte, Junge, Rentner, Vertreter verschiedener Berufgruppen. Wie genau die Gäste ausgewählt werden, ist unklar. Die nächste Folge von “Hier spricht das Volk” ist schon terminiert, sie wird Mitte Februar in Leipzig produziert.

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Axel Springer plant mit der Marke “Bild” ein umfassendes Live-TV-Angebot, bei dem nutzergenerierte Inhalte einen großen Teil des Programms ausmachen.

swi

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Alle Kommentare

  1. Warum regt ihr euch denn auf?
    Genau so wie ihr die BildTV Sendung als lächerlich einseitige Aufführung wahrnehmt, sehen viele Menschen in Deutschland die fadenscheinige Neutralität der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung.

    Neutral inszeniert, jedoch trieft die subjektive Meinungsmache aus allen Löchern.

    Deswegen ist BildTV umso wichtiger damit endlich im TV News Bereich ein bisschen mehr ausgeglichenes Objektivitätsgeheuchle stattfindet.

  2. Entspräche die Zusammensetzung des im Artikel dargestellten BILD-Panels der Realität, wäre nur ein 16-tel der Menschen in Deutschland unter 30 und Abitur hätten fast genauso wenige. Tatsächlich aber ist “Volk” für Julian Reichelt offenbar identisch mit der demografischen Struktur der Bild-Zielgruppe, die sich primär durch die Attribute alt und dumm auszeichnet.

  3. Allein die Fragestellungen eines Bild-Reichelt sind dermaßen suggestiv, dass bei so einem Format gar kein halbwegs repräsentatives Meinungsbild rüberkommen kann. Ist ja auch im Sinne der Bild-Meinungsmache gar nicht erwünscht. Reichelt als großer Kenner der Volksseele weiß ja schließlich ganz genau, was das “Volk” wünscht – da reicht es, sich die eigene Meinung von ein paar Zufalls-Studiogästen bestätigen zu lassen. Und wenn mal ein einzelner zu widersprechen wagt, ist er halt die erlaubte Ausnahme zur Bestätigung der eigenen Weltsicht. Fazit: TV für die Tonne.

  4. “Hier spricht das Volk”

    Oder doch eher “hier hetzt das Pack”?

    Volk ist doch verboten!

    Es heißt, die zur Zeit hier lebenden! 😉

  5. Ein mittelalter weißer Mann spricht mit 9 vorwiegend älteren weißen Männern und 6 jung-bis-alten weißen Frauen über Themen wie “Was man noch sagen darf”, wie “schlecht” es um Deutschland steht, wie sehr “die anderen Länder über Deutschland lachen”, “Messer-Kriminalität”, “Flüchtlinge” usw. usf.

    Querschnitt der “normalen” Bürger, is klar. Wenigstens der Polizist und der Pädagoge sind ein Hoffnungsschimmer der Vernunft, der Rest ist halt… Bild.

    (Ich hätte bei der Personenbeschreibung noch “mutmaßlich alle hetero-cis-gender” hinzufügen können, aber das wäre sicher besorgtbürger-trigger-overkill)

  6. Da steht “Volk”. Oh nein, der Faschismus schon wieder.
    Und wieder fehlt der grüne Päderast, die hyperventilierende Klimahysterikerin, der arbeitslose Antifatrottel, die schwarze Transe und die islamistische Freiheitskämpferin mit Schleier überm Hirn allesamt aus der Mitte der bunten, diversen offenen Gesellschaft.
    So wird das nichts mit der Glaubwürdigkeit.
    Zumindest nichts für die trübe Suppe der verwirrten ZON Kosumenten

  7. Ein Artikel zur BILD.
    Da ist natürlich der Kommentarbereich offen und die ersten linken Vollpfosten sind auch schon da und sondern ihren debilen Müll ab.

    1. Ja, klar, der geistreiche Kommentare des Kollegen “Greenpiece” aus dem grenzdebilen rechten Spektrum ist natürlich um so vieles sinnvoller.

  8. Es geht halt immer noch eine Niveau-Etage tiefer. Reichelt und die BILD sind auf dem Weg der Bannonisierung.

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