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Allzeithoch nach Rekordbilanz: Amazons Werbegeschäft wächst weiter rasant

Amazon-CEO Jeff Bezos
Amazon-CEO Jeff Bezos

Der König ist zurück. Mit einem furiosen Schlussquartal des Geschäftsjahres 2019 konnte Amazon die Wall Street überraschen. Nach jeder Lesart pulverisierte der E-Commerce-Riese die Analystenschätzungen. Der 25 Jahre alte Internetpionier verbuchte vor allem dank seiner boomenden Cloudsparte Rekordumsätze und -gewinne. Auch das Werbegeschäft wächst weiter dynamisch. An der New Yorker Börse gewinnt Amazon über Nacht mehr als 100 Milliarden Dollar an Börsenwert und ist nun so wertvoll wie nie.

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Die Wachstumsdynamik schien nachzulassen. Amazon hat ein vergleichsweise unspektakuläres Jahr hinter sich und ist an der Wall Street vom ersten auf den fünften Platz zurückgefallen, überholt vom Börsenneuling Saudi Aramco, aber auch vor allem von Tech- und Internet-Rivalen: Apple, Microsoft und Alphabet zogen in den vergangenen Monaten am Seattler E-Commerce-Pionier vorbei.

Dass die Wall Street Amazon im vergangenen Jahr mutmaßlich zu kritisch beäugt hat, macht nun die Vorlage der neusten Geschäftsbilanz für das abgelaufene Weihnachtsquartal deutlich, in dem der Internet-Pionier die Analystenerwartungen nach jeder Lesart pulverisierte.

Bereits höherer Umsatz als Apple

So setzte Amazon zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember bereits 87,44 Milliarden Dollar um – die Wall Street hatte lediglich mit Erlösen in Höhe von 86,02 Milliarden Dollar gerechnet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als Amazon noch 72,4 Milliarden Dollar erlöst hatte, zogen die Umsätze damit immer noch um 21 Prozent an.


Die im Vorjahr erzielten Erlöse von 232,9 Milliarden konnte der E-Commerce-Riese auf nunmehr bereits 280,5 Milliarden Dollar steigern. Amazon setzt damit inzwischen mehr als Apple um.

Amazon verbucht Rekordgewinn

Auch die Gewinne des Internet-Dinos, auf die Konzernchef Jeff Bezos zugunsten des Wachstums lange Zeit verzichtet hatte, legten weiter zu. Nach einem Überschuss von 3,0 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum konnte Amazon im vierten Quartal 2019 unter dem Strich nunmehr 3,27 Milliarden Dollar (ein Plus von acht Prozent) oder 6,47 Dollar je Aktie ausweisen und die Analystenerwartungen, die bei 4,03 Dollar je Anteilsschein gelegen hatten, damit sehr deutlich übertreffen.

Es war Amazons 15. Quartalsgewinn in Folge und gleichzeitig der größte der Konzerngeschichte. Im Gesamtjahr 2019 hatte der nach Alphabet zweitwertvollste Internetkonzern der Welt netto 11,6 Milliarden Dollar – und damit so viel wie nie – verdient.

AWS legt weiter um 34 Prozent zu

Treiber der Geschäftsdynamik war wieder einmal die rasant wachsende Cloud-Computing-Sparte AWS (Amazon Web Services), die immer noch um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (7,4 Milliarden Dollar) zulegte und nun bereits mehr als 9,95 Milliarden Dollar erlöste (Erwartungen: 9,81 Milliarden Dollar). AWS bleibt weiter Jeff Bezos’ Cash Cow: Die Cloudsparte fährt mit einem operativen Gewinn von 2,6 Milliarden Dollar den Löwenanteil des Konzernergebnisses ein.

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Konzernchef Jeff Bezos hob in seinem begleitenden Statement unterdessen den großen Erfolg des Premiumprogramms Prime hervor. “Mehr Nutzer als je zuvor sind Prime-Mitglieder geworden”, erklärte der 56-Jährige und enthüllte, dass bereits 150 Millionen Menschen den Premiumdienst nutzen, der in Deutschland 69 Euro im Jahr kostet.

Werbesparte wächst um 41 Prozent

Auch das Werbegeschäft boomt weiter. In der Sparte „andere Aktivitäten“, die vor allem aus Werbung besteht, zogen die Erlöse um weitere 41 Prozent – und damit schneller als Facebooks Anzeigenerlöse – auf nunmehr 4,8 Milliarden Dollar an. Im Gesamtjahr erreichte Amazon schon einen Werbeumsatz von 14 Milliarden Dollar.

Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Erlöszuwachs von mehr als vier Milliarden Dollar in einem Nebengeschäft, das vor allem Medienhäusern weh tut: Für Verlage wird der Werbemarkt, in dem das Internet-Trio Google/ Facebook / Amazon immer dominanter auftritt,  damit entsprechend enger.

Aktie auf Allzeithochs – Amazon wieder mit Billionenbewertung

An der Wall Street löste Amazons neuestes Zahlenwerk unterdessen ein Kursfeuerwerk aus. Die Aktie, die sich im vergangenen halben Jahr in einer engen Handelsspanne bewegt hatte, brach nach Handelsschluss mit einem Kurssprung von in der Spitze 13 Prozent nach oben aus.

Der E-Commerce-Pionier erlebte durch die nachbörsliche Kursexplosion von über 200 Dollar je Aktie den größten Wertzuwachs in seiner 23-jährigen Börsenhistorie. Der Börsenwert legte um mehr als 100 Milliarden Dollar zu und durchbrach erstmals seit vergangenem Juli wieder die Billionen-Dollar-Marke. Bei Notierungen von knapp 2100 Dollar sprang Amazon zudem auf ein neues Allzeithoch. Jeff Bezos’ Nettovermögen zog in der Folge allein um 12 Milliarden Dollar an.

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