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Konsortium um Freenet-Tochter Media Broadcast plant nationale Hörfunkkette – Durchbruch für zweites DAB+-Multiplex

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Ein Konsortium um die Freenet-Tochter Media Broadcast kann seine Pläne umsetzen, in Deutschland eine nationale Hörfunkkette mit 16 Sendern aufzubauen. Damit entsteht hierzulande ein neuer großer Wettbewerber auf dem Audiomarkt, der von Vermarktungserlösen bundesweiter Anbietern profitieren könnte.

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Für Willi Streul, ehemaliger Intendant des Deutschlandradios, ist es ein Meilenstein im Digitalradio. “Der zweite Bundesmux wird das größte Privatradio-Investment der letzten 30 Jahre und verschafft DAB+ einen ungeheuren Schub”, erklärte der Medienmacher. Das war Mitte 2017. Damals hatte die zuständige Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der Medienanstalten dem Unternehmerkonsortium um die Freenet-Tochter Media Broadcast und der Hörfunkgruppe Absolut Radio den Zuschlag für das zweite DAB-Multiplex erteilt.

Bislang jedoch konnten die beiden Unternehmen ihre Pläne nicht umsetzen, eine nationale Hörfunkkette mit 16 Sendern aufzubauen. Grund war die Digital Audio Broadcasting Plattform GmbH (DABP). Sie hatte gegen den Zuschlag vor dem Verwaltungsgericht in Leipzig geklagt und teilweise Recht bekommen Doch jetzt haben die DABP und der dahinter stehende Investor Steffen Göpel, ein Immobilien-Unternehmer aus Leipzig, den Rechtsstreit mit der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) überraschend beigelegt.

“Die DABP hat sich mit der SLM im Rahmen einer Vereinbarung darauf verständigt, dass der Rechtsstreit beendet wird. Damit wird sich die DABP auch nicht weiter um die Übertragungskapazitäten des DAB+-Bundemux bemühen”, erklärt ein DABP-Sprecher gegenüber MEEDIA.

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Damit ist der Weg für Antenne Deutschland, einem Konsortium um Media Broadcast und die Hörfunkgruppe Absolut Digital frei, den zweiten DAB+Multiplex aufzubauen. “Antenne Deutschland begrüßt, dass die SLM und die DABP sich außergerichtlich geeinigt haben. Wenn die Klage gegen die SLM, wie angekündigt, zurückgezogen wird, wird damit die Plattformzuweisung der SLM an die Antenne Deutschland bestandskräftig. Dann wird die Antenne Deutschland das bundesweite Digitalradioangebot (DAB+) noch 2020 an den Start bringen. Wir werden uns nach der Klagerücknahme genauer zu unseren Plänen äußern. Die Einigung nach sehr konstruktiven Gesprächen ist eine sehr positive Entwicklung für den deutschen Radiomarkt”, so ein Firmensprecher.

Dem Konsortium um die Freenet-Tochter könnte dies einen Wachstumsschub bescheren, denn die neue Radiokette dürfte für die Werbetreibende hochinteressant sein. So könnten Handels- und Autokonzerne über die neue Sendekette leicht nationale Werbekampagnen ausspielen. Für das zweite DAB+ Multiplex hatten sich in der Vergangenheit auch andere Investoren interessiert. Dazu gehörten unter anderem der frühere DAPD-Eigner Peter Löw und der ehemalige N24-Geschäftsführer Ulrich Ende. Sie gingen aber bei der Vergabe der Übertragungskapazitäten leer aus.

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