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„Berliner Zeitung“ trennt sich laut Bericht im Februar vom Redaktionsnetzwerk Deutschland

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Wie der Medienjournalist Daniel Bouhs berichtet, trennt sich die „Berliner Zeitung“ unter ihren Verlegern Holger und Silke Friedrich vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Das RND hat bisher überregionale Inhalte für das Blatt beigesteuert.

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„Die ‘Berliner Zeitung‘ trennt sich vom RND – Redaktions Netzwerk Deutschland. Das Publikum darf gespannt sein, wie Berichte aus Bundespolitik/Deutschland/Welt ab Februar zustandekommen – jenseits klassischer Agenturinhalte wie insb. der Deutsche Presse-Agentur“, schreibt Bouhs bei Facebook. Der Berliner Verlag hat sich auf Anfrage dazu bisher noch nicht geäußert.

Eine Trennung vom RND kommt freilich nicht überraschend. Verleger Holger Friedrich hatte in Interviews bereits angedeutet, dass er die „Berliner Zeitung“ wieder komplett auf eigene Füße stellen will, u.a. in einem Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“: „Unsere ‚Berliner Zeitung‘ war eine Aussenstelle von Köln: mit der Mediengruppe DuMont. Können ein Kölner, ein Stuttgarter und ein Essener Haus mit den Besonderheiten von Berlin etwas anfangen? Ich glaube: nein. Und ich finde, man sieht es den Titeln an. Der Berliner Verlag musste wieder in Berliner Hände.“

Ursprünglich betrieb DuMont selbst auch eine Zentralredaktion. 2018 führten DuMont und Madsack (RND) ihre Hauptstadt-Redaktionen aber in der RND Berlin GmbH zusammen, die mit 75% von Madsack dominiert wird.

Wie der Berliner Verlag die Dienstleistungen des RND kompensieren will, ist nicht ganz klar. Allerdings sucht der Verlag mit englischsprachigen Stellenausschreibungen derzeit Redakteure und IT-Personal. Gesucht werden u.a. Digital-Redakteure für diverse Fachgebiete, Content-Manager und Quality-Manager.

swi

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