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Rekordbilanz: Das iPhone 11 und Wearables verhelfen Apple zur Rückkehr des Wachstums

Apple-CEO Tim Cook
Apple-CEO Tim Cook © imago

Ausrufezeichen aus Cupertino. Apple konnte bei Vorlage seiner neuesten Geschäftsbilanz für das abgelaufene Dezember-Quartal deutlich die Erwartungen der Wall Street übertreffen. Vor allem das iPhone, das im Vorjahr noch zum großen Sorgenkind mutierte, war fast im Alleingang für die Rückkehr des Wachstums verantwortlich. Die stärksten Zuwächse verbucht unterdessen die Wearables- und Servicesparte.

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Die Delle ist ausgebügelt. Ein Jahr lang musste Apple-CEO Tim Cook sinkende Umsätze und erodierende Gewinne  verkünden – nun wächst Apple wieder. Bei Vorlage der Geschäftsbilanz für das abgelaufene Weihnachtsquartal konnte Cook wieder steigende Erlöse und Erträge vermelden und dabei die Analystenschätzungen deutlich überbieten.

Zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember legten die Umsätze um 9 Prozent von 84,3 auf 91,8 Milliarden Dollar zu und lagen damit über den Konsensschätzungen der Wall Street, die mit Erlösen in Höhe von 88,4 Milliarden Dollar gerechnet hatte. Es waren die höchsten Umsätze, die Apple je im vierten Kalenderquartal, das bereits dem ersten Quartal des neuen Fiskaljahres entspricht, eingefahren hat.

Der Nettogewinn zog von 19,97 auf nunmehr 22,2 Milliarden Dollar an – ein Plus von 11 Prozent. Wegen der beschleunigten Aktienrückkäufe legte der Gewinn je Aktie gar um 19 Prozent von 4,18 auf 4,99 Dollar je Anteilsschein zu. Apple übertraf damit ebenfalls die Analystenschätzungen, die bei 4,54 Dollar je Aktie gelegen hatten.

iPhone-Umsätze deutlich besser als im Vorjahr

Angeführt wurde die Rekordbilanz von Apples größter und mit Abstand wichtigster Konzern-Unit – der iPhone-Sparte. Apple-CEO Tim Cook gibt seit 2018 keine Auskünfte mehr über die Stückzahlenverkäufe der verschiedenen Produktkategorien, wohl aber über die Umsätze, die im Falle des iPhones deutlich über den Erwartungen der Wall Street gelegen hatten.

Nach Umsätzen von 51,98 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum konnte der Tech-Pionier aus Cupertino mit seinen Smartphones, – angeführt von der im vergangenen Herbst gelaunchten iPhone 11-Serie – nunmehr 55,96 Milliarden Dollar erlösen.

Wearables boomen, Servicesparte leicht unter Erwartungen

Erneut mit Abstand am dynamischsten legte unterdessen der neu definierte Unternehmensbereich ‘Wearables, Home and Accessories’ zu, der die Apple Watch und die boomenden Drahtlos-Kopfhörer AirPods, aber auch den Smart Speaker HomePod und andere Accessoires wie etwa Apple TV oder den iPod umfasst. Die Erlöse zogen um weitere 37 Prozent von 7,3 auf nunmehr bereits 10,01 Milliarden Dollar an.

Ebenfalls weiter zweistellig auf Wachstumskurs befindet sich der hoch gewettete Servicebereich, der zum großen Hoffnungsträger des Kultkonzerns aus Cupertino geworden ist. Die Erlöse der Servicesparte legten allerdings nur noch um 17 Prozent von 10,88 auf nunmehr 12,71 Milliarden Dollar zu und lagen damit leicht unter den Wall Street-Schätzungen, die laut CNBC bei 13,07 Milliarden Dollar gelegen hatten.

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Mit der Entwicklung des im vergangenen November gestarteten Streaming-Dienstes Apple TV+ zeigte sich Cook unterdessen zufrieden, ohne Zahlen zu nennen. “Das ist kein Hobby, sondern ein echter Geschäftszweig”, machte der Apple-CEO gegenüber dem Finanzinformationsdienst deutlich.

iPad-  und Mac-Unit schwächeln

Im Abwärtstrend befindet sich dagegen die älteste Konzernsparte – die Mac-Division –, deren Absätze um rund drei Prozent von 7,41 auf nunmehr 7,16 Milliarden Dollar zurückgingen.

Deutlicher nach unten zeigen unterdessen die Erlöse der nunmehr genau zehn Jahre alten iPad-Unit. Die Umsätze von Apples Tablet-Sparte gaben überraschend deutlich um 11 Prozent von 6,73 auf nunmehr 5,97 Milliarden Dollar nach.

Vager Ausblick wegen Corona-Virus

Der Ausblick auf die laufende Geschäftsentwicklung im ersten Kalenderquartal fiel unterdessen wegen des Ausbruchs des Corona-Virus in China und der unklaren Konsequenzen in einer größeren Umsatzspanne von 63 bis 67 Milliarden aus, die aber selbst am unteren Ende über den Erwartungen der Wall Street von 62,5 Milliarden Dollar lag.

“Es gibt mehr Unklarheit, es ist eine sehr ungewisse Situation”, erklärt Cook in der anschließenden Telefonkonferenz mit Analysten und räumt ein, einen Apple Store in China temporär geschlossen zu haben.

Anleger reagierten unterdessen nach Handelsschluss zufrieden auf Apples neustes Zahlenwerk und schickten die Aktie um weitere zwei Prozent auf ein neues Allzeithoch bei 325 Dollar. Der 43 Jahre alte Tech-Konzern wird damit an der Börse bereits mit 1,4 Billionen Dollar bewertet.

 

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