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Wettstreit um Fußball-TV-Rechte: RTL sichert sich Übertragung der Europa League und Conference League

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Die TV-Rechte an der Europa League und der Europa Conference League gehen von 2021 an RTL. RTL-Chef Bernd Reichart sieht darin auch ein Zeichen für Spiele im Free-TV. Doch mit dem Rechteerwerb kann RTL auch das eigene Streamingangebot aufwerten.

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RTL setzt seine Fußball-Offensive fort: Die Mediengruppe sicherte sich die kompletten TV-Rechte an der Europa League und der neuen Europa Conference League von 2021 bis 2024. Der Vertrag mit der europäischen Fußball-Union (UEFA) beinhalte sowohl die Free-TV- als auch die Pay-TV-Rechte, teilte der Kölner Privatsender am Sonntag mit. RTL ist schon seit geraumer Zeit unter anderem durch die Übertragung der Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft für die EM und WM auf dem TV-Fußball-Markt stark vertreten.

Schon vor der Bekanntgabe hatte RTL-Chef Bernd Reichart in einem Interview mit dem “Handelsblatt” den Rechteerwerb bestätigt. “Ein starkes Statement in Zeiten, in denen der Bieterwettbewerb um Sportrechte intensiver ist denn je und immer weniger Spiele für die Fans frei empfangbar sind”, sagte er.

Ein mehr und mehr kleinteiliger Markt

Die Spiele der beiden Wettbewerbe werden von der Saison 2021/22 an bei RTL, dem Nischen-Kanal Nitro sowie TV Now gezeigt werden. Vor allem das Streamingangebot TV Now kann dadurch enorm aufgewertet werden. Insgesamt geht es in dem Rechtepaket um 282 Spiele pro Saison. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Seit 2018 zeigt die Kölner Mediengruppe entweder bei Nitro oder RTL an jedem Spieltag eine Partie der Europa League. Der Streamingdienst DAZN überträgt derzeit alle Spiele des Wettbewerbs.

Die UEFA hatte die TV-Rechte für die Europa League und die neue Europa Conference League gemeinsam ausgeschrieben. Von 2021 an wird die Europa League von derzeit 48 auf 32 Teams reduziert, darunter sind zwei Bundesligisten. Auch die Europa Conference League beinhaltet 32 Teams, eine Mannschaft aus der Bundesliga ist als Qualifikant dabei. Die Spiele werden um 18.45 und und 21.00 Uhr angepfiffen.

Für die Fußball-Fans kommt im Streamingangebot TV Now nun noch eine Abspielplattform auf dem ohnehin zunehmend unübersichtlich wirkenden Medienmarkt hinzu. Erst im Dezember hatte Amazon als neuer Mitspieler seinen Einstieg in die Champions League von 2021/2022 an bekanntgegeben. Das Topspiel des Dienstagabends in der Königsklasse wird von der übernächsten Saison an ausschließlich beim Streamingdienst des US-Internetriesen zu sehen sein.

Es gilt zudem als sicher, dass DAZN ein umfangreiches Paket an der Champions League erworben hat. Bislang hat der Streamingdienst dies aber noch nicht kommentiert. Und die Telekom sicherte sich im vergangenen Oktober die Rechte an der EM in Deutschland 2024 und könnte Spiele in seinem “MagentaTV”-Programm zeigen.

dpa

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