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„Onlinehandel auf der Überholspur“: Jeder Dritte kauft laut Studie mehrmals die Woche im Netz

Ein gestiegenes Bestellvolumen über Mobilgeräte hat den Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce auf über 72 Milliarden Euro getrieben. Dies meldet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. Auch die Häufigkeit der Käufe im Internet hat sich mittlerweile verändert.

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„Jeder dritte Onlinekäufer bestellt inzwischen mehrmals in der Woche im Internet“, lautet eines der zentralen Ergebnisse aus der E-Commerce-Verbraucherstudie im Auftrag des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. Demnach erfolgt eine von drei Bestellungen gegenwärtig über Smartphones und Tablets. Noch vor fünf Jahren lag dieser Wert unter 20 Prozent.

Hinzu kommt laut Mitteilung des Verbandes ein deutlich gestiegenes Bestellvolumen über Mobilgeräte. Waren es 2018 noch 19 Prozent, die über Smartphone oder Tablet bestellt haben, sind es mittlerweile knapp über 33 Prozent. Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce liegt bei 72,6 Milliarden Euro (inklusive Umsatzsteuer), ein Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtumsatz mit Waren sowie Dienstleistungen im Interaktiven Handel, der neben Onlineverkäufen auch schriftliche und telefonische Bestellungen enthält, erreichte 94 Milliarden Euro.

„Einzel- und Großhandel werden digital, oder verschwinden“

Gero Furchheim, Präsident des bevh, sagt zu den Ergebnissen: „Deutschlands Onlinehandel ist auf der Überholspur. E-Commerce wird immer effizienter und die Händler sind für weiteres Wachstum gut gerüstet.“ Dies sei an der leicht gestiegenen Kundenzufriedenheit zu sehen, betont er. Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh, betont: „Das Rekordjahr 2019 hat gezeigt: Das digitale Geschäft ist der Motor des Handels und Plattformen werden mehr und mehr zum Betriebssystem der gesamten Wertschöpfungskette. Einzel- und Großhandel werden digital, oder verschwunden sein.“

Für 2020 erwartet der bevh einen weiteren Zuwachs für den E-Commerce. Dieser wird aber aller Voraussicht nach wegen der gedämpften Konjunkturaussichten mit zehn Prozent geringer ausfallen als 2019. Laut Prognose wird der Bereich E-Commerce mit Waren etwa 80 Milliarden Euro erreichen. Der gesamte Interaktive Umsatz mit Waren und Dienstleistungen soll erstmalig auf über 100 Milliarden Euro steigen

Der bevh hat im Zuge der Verbraucherstudie eine Darstellung des globalen, digitalen und plattformgetrieben Handels veröffentlicht.

tb

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