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Rekordjahr: Die New York Times verbucht 2019 mehr als eine Million neue Digitalabonnenten

Immer schnelleres Digitalwachstum: die New York Times
Immer schnelleres Digitalwachstum: die New York Times © imago

Der große Boom geht weiter. Im vergangenen Jahr verbuchte die New York Times einen massiven Rekordzuwachs an neuen Digitalabonnenten. Wie die NYT heute bekannt gab, vermeldete die "Gray Lady" 2019 mehr als eine Million neue Abonnenten, die sich für das Digitalangebot entschieden. Die Digitalerlöse konnte die US-Qualitätstageszeitung binnen vier Jahren mehr als verdoppeln und dabei konzerneigene Vorgaben überbieten.

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Es ist die älteste Regel des Mediengeschäfts: Exklusive Nachrichten sind die besten Nachrichten. Außerplanmäßig – nämlich drei Wochen vor Bekanntgabe der jüngsten Quartalsbilanz – verkündete die New York Times Company diese selbst: Die Digitalgeschäfte haben sich im abgelaufenen Jahr besser entwickelt als erwartet.

Der Mutterkonzern der 169 Jahre alten Traditionszeitung erklärte 2019 zum “Rekordjahr für Digitalwachstum.” Die New York Times Company vermeldete gleich zahlreiche Meilensteine: So wurden bereits im vergangenen Jahr die Digitalerlöse von 800 Millionen Dollar erzielt – ein Ziel, dass CEO Mark Thompson 2015 erst für Ende 2020 ausgegeben hatte. In nur vier Jahren konnte die Times damit ihre ausschließlich digital erzielten Umsätze verdoppeln.

Bereits 5 Millionen Abonnenten

Allein im vergangenen Jahr verbuchte das von vielen Branchenexperten als “beste Zeitung der Welt” erklärte US-Medium mehr als eine Million neue Digitalabonnenten. Das ist der größte Zuwachs an neuen Lesern, die für das Online-Angebot zahlen, seitdem die New York Times das Digitalabo 2011 eingeführt hat.

Insgesamt bringt es die “Gray Lady” nunmehr auf bereits über 5 Millionen Abonnenten, von denen sich 3,4 Millionen für das Digitalangebot entschieden. Weitere 900.000 Leser bezahlen weiter für die tägliche Printausgabe, 600.000 für den kostenpflichtigen Kreuzworträtselbereich und 300.000 für das Rezepte-Segment Cooking.

Bemerkenswerter Turnaround in den 10er-Jahren durch Digitalabos
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Der US-Vorzeigezeitung, die bereits 127 Pulitzer-Preise gewonnen hat, ist unter CEO Mark Thompson, der die Amtsgeschäfte 2012 übernommen hat, durch den Schwenk zu Digitalabonnements ein bemerkenswerter Turnaround gelungen, der sich in einem Wertzuwachs der NYT-Aktie seit den 25-Jahrestiefs auf der Höhe der Finanzkrise widerspiegelt.

In den vergangenen elf Jahren legten die Anteilsscheine der New York Times Company um mehr als 800 Prozent zu und erreichten im letzten Juli gar den höchsten Stand seit 2005. Das in der Eigth Avenue in Manhattan beheimatete US-Unternehmen wird damit inzwischen wieder mit 5,5 Milliarden Dollar bewertet.

Donald Trump und die New York Times: “Fake News”-Vorwurf versus Qualitätsjournalismus

Vor allem seit dem Beginn der Trump-Präsidentschaft hat die New York Times einen enormen Leserzuwachs verbucht.  “Fake News”-Vorwurf versus vielfach prämierten Qualitätsjournalismus: Das ist das konstante Hin und Her der vergangenen drei Jahre.

Kritische Reporter bezeichnete der US-Präsident wiederholt als “Volksfeinde” und die New York Times selbst als “failing” (deutsch: scheiternd), was sich in der wirtschaftlichen Entwicklung freilich nicht widerspiegelt.  New York Times-Herausgeber A. G. Sulzberger warnte unterdessen in der Vergangenheit wiederholt, dass Donald Trump mit seinen verbalen Angriffen auf Medienvertreter die Sicherheit von Journalisten gefährde.

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