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Nach Vertragskündigung: „Journalist“-Chefredakteur Matthias Daniel will das Magazin in Eigenregie fortsetzen

Foto: Conrad Bauer

Das Magazin „Journalist“ wird nicht mehr vom New Business Verlag verlegt. Verleger Peter Strahlendorf hat den Vertrag zum Jahresende 2019 gekündigt, wie „Horizont“ berichtet. Nun möchte der aktuelle Chefredakteur, Matthias Daniel, die Zeitschrift in Eigenregie fortführen.

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Das Mitgliedermagazin des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), „Journalist“, erscheint künftig in einem neuen Verlag. Zuletzt trug Peter Strahlendorf, Verleger und Inhaber des New Business Verlags (MEEDIA berichtete), die Verantwortung. Nun hat er den Vertrag zum Jahreswechsel wegen des niedrigen Anzeigenaufkommens beendet. Chefredakteur Matthias Daniel möchte das Magazin im Zuge eines Management-Buy-outs auf eigene Faust betreiben, berichtet „Horizont“.

Das Magazin geht an etwa 32.000 Mitglieder des DJV. Während die jeweiligen DJV-Landesverbände die Zustellkosten tragen, wird das wirtschaftliche Risiko für Redaktion und Druck vom Verlag übernommen. Dies wollte Strahlendorf nun laut Bericht nicht mehr tragen, da er die Finanzierung durch Werbeeinnahmen nicht mehr als gesichert beurteilte. Der DJV wollte wiederum keine weiteren Kosten übernehmen.

Die Zeitschrift wird nun übergangsweise in der DJV Verlags- und Service GmbH verlegt, wie Verbandssprecher Hendrik Zörner bestätigte. Dem Verband fehlt allerdings das verlegerische Knowhow und ein anderer Verlag habe sich in der kurzen Zeit nicht gefunden. Jedoch sei das Angebot des „Journalist“-Chefredakteurs überzeugend gewesen, so Zörner. Auch hinsichtlich des Anzeigengeschäfts habe dessen Konzept optimistischer geklungen.

Daniel möchte am Standort Bonn eine GmbH gründen und mit dem „Journalist“ selbst ins wirtschaftliche Risiko zu gehen. „Ich glaube an das Magazin. Unsere aufgeheizte Gesellschaft braucht Journalismus mehr denn je.“ Bereits die am kommenden Montag erscheinende Ausgabe hat einen Relaunch erfahren. Das Blatt soll nahbarer und diskussionsfreudiger werden, so Daniel. Außerdem wird es künftig nur noch zehn statt zwölf Ausgaben jährlich geben.

tb

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