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Facebook-Ankündigung: US-Unternehmen will Deepfake-Videos von der Plattform verbannen

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© Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Facebook möchte das Problem rund um Deep Fakes künftig verstärkt angehen. Dies hat das Unternehmen von Chef Mark Zuckerberg am Montag mitgeteilt. Satire und Parodien seien jedoch von der Regelung nicht betroffen.

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Der US-Tech-Konzern will künftig verstärkt gegen Deepfake-Videos vorgehen. Diese seien zwar derzeit noch rar gesät, allerdings sei die Verbreitung solcher Videos eine große Herausforderung, heißt es in einem Blogeintrag am Montag von Monika Bickert, Leiterin für das Management der globalen Richtlinien.

Parodien und Satire von der Regelung ausgeschlossen

Betroffen sind Videos, die auf eine Art und Weise manipuliert wurden, sodass es für einen Durchschnittsnutzer nicht klar erkenntlich ist und die Person dazu verleitet, die im Video gesagten Worte zu glauben, obwohl diese so nie gesagt wurden. Und es werden Videos entfernt, die ein Produkt künstlicher Intelligenz oder maschinellen Lernens sind und Inhalte in einem Beitrag so zusammenführt oder ersetzt, dass sie authentisch erscheinen. Zulässig sind allerdings weiter Bearbeitungen, die der Verbesserung von Ton- und Bildqualität dienen.

Die neue Regelung gilt laut Ankündigung jedoch nicht für Parodien und Satire sowie für Videos, in denen einzig und allein Änderungen vorgenommen wurden, um die Reihenfolge der Worte zu ändern oder sie auszulassen. Gleichwohl wurde betont, dass alle Bewegtbildinhalte durch das Fact-Checking-System laufen werden. Außerdem werden Inhalte mit falschen Fakten weniger prominent im News Feed ausgespielt und dementsprechend gekennzeichnet.

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Kritik an Facebook wegen Pelosi-Video

Im Vorjahr wurde das US-Unternehmen heftig kritisiert, nachdem es sich geweigert hatte, ein stark manipuliertes Video von Nancy Pelosi, Mehrheitsführerin im Repräsentantenhaus, von der Plattform zu nehmen. Facebook betonte damals, dass das Video überprüft wurde und seine Reichweite im Netzwerk reduziert worden sei.

Die “New York Times” erklärte in einem Beitrag, dass die Ankündigung wenige Tage vor einer Anhörung vor dem Energie- und Handelsausschuss erfolge. Am Mittwoch soll Monika Bickert, neben anderen Experten, zum Thema “Manipulation und Täuschung im digitalen Zeitalter” aussagen.

Erst im Dezember 2019 hatte der Tech-Konzern ein weltweites Netzwerk mit über 900 Nutzerkonten, Seiten und Gruppen entdeckt und entfernt, das auf Instagram und Facebook Fake News verbreitete. Zwei Forschergruppen hatten daraufhin die Profilbilder analysiert und waren zu dem Schluss gekommen, dass ein Teil davon künstlich erzeugte Gesichter zeigten.

tb

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