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DuMont-Chef Bauer will am Standort Köln festhalten – Zukunft von “Mopo” und “Mitteldeutscher Zeitung” ungewiss

DuMont-Vorstandschef Christoph Bauer
DuMont-Vorstandschef Christoph Bauer

Das Kölner Medienhaus DuMont steht vor dem Umbau. Verlagschef Christoph Bauer will an dem Standort Köln festhalten. Der Verkauf der "Mitteldeutschen Zeitung" und der "Hamburger Morgenpost" ist aber weiterhin ungewiss. Was aus den beiden Standorten wird, ist bislang nicht entschieden. Dies wurde auf den Januar vertagt.

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Der Umbau des Kölner Medienhauses DuMont nimmt weiter Fahrt auf. Vor der Belegschaft hat Verlagschef Christoph Bauer heute die weitere Zukunft der Zeitungsstandorte skizziert. Demnach will der DuMont-Chef am Standort Köln festhalten, zu dem unter anderem die Titel “Express” und “Kölner Stadtanzeiger” gehören.

Weiterhin offen ist hingegen, was mit der “Hamburger Morgenpost” und der “Mitteldeutschen Zeitung” passiert. Über beide Standorte wurde die Entscheidung auf Anfang Januar vertagt. Für die “Hamburger Morgenpost” interessiert sich seit geraumer Zeit die Geschäftsführerin Susan Molzow. Sie soll für die Boulevardzeitung ein Übernahmeangebot abgegeben haben. Doch bislang sollen die Gesellschafter von DuMont nach MEEDIA-Informationen noch zögern, das Angebot anzunehmen. Kommt der Deal nicht zustande, ist fraglich, was aus dem norddeutschen Zeitungshaus wird.

Offen ist weiterhin auch, was aus der “Mitteldeutschen Zeitung” wird. Hier soll das Interesse von Investoren begrenzt sein. Zuletzt wurde in den Medien die Hamburger Bauer Media Group als Interessent genannt. DuMont betont auf Anfrage von MEEDIA: “Im Rahmen der Portfolio-Überprüfung im Geschäftsfeld Regionalmedien hat DuMont eine Entscheidung für einen weiteren Standort getroffen: DuMont wird das Medienhaus in Köln fortführen. Für die Medienhäuser in Halle und Hamburg dauert der Prozess aktuell noch an. Nächste Ergebnisse werden voraussichtlich im Januar erwartet und dann umgehend kommuniziert.”

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Damit würde DuMont seine Diversifikationsstrategie fortsetzen und wird mit der Aufstellung in drei Geschäftsfeldern Regionalmedien, Business Information und Marketing Technology auch weiterhin in Inhalte, Daten und Technologie investieren, heißt es.

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Alle Kommentare

  1. Ich gehe davon aus, daß die Morgenpost im Laufe des nächsten Jahres ihr Erscheinen einstellt. Und sie wird nicht die einzige Zeitung sein.

    Die Morgenpost kann sich nur retten, wenn die Mitarbeiter zu radikalen Gehaltskürzungen bereit sind. Wenn alle auf 50 % ihres Gehalts verzichten, ist die MOPO überlebensfähig. Und am Hungertuch muß dann auch niemand nagen.

    Sicher die Mitarbeiter müssten kürzer treten, in billigere Stadtteile (Veddel, Billstedt, Wilhelmsburg) umziehen, auf die eine oder andere Urlaubsreise verzichten, Restaurantbesuche einschränken etc. pp.

    Aber die Zeitung würde überleben und das wäre doch toll!!!

  2. Der Fisch stinkt immer vom Kopf her: Ich frag mich warum bei DuMont niemand auf die Idee kommt den Chefredakteur der Mopo zu feuern???

    Der ist doch verantwortlich für den Kurs der Zeitung. Außer die 4 Seiten Sport ist diese Zeitung unzumutbar geworden, jedenfalls für das hanseatische Publikum. In linksradikalen Kreisen mag das anders sein, aber die kaufen eben keine Zeitung.

  3. In Hamburg sagt man Tschüss….

    Das Sterben der Mopo ist gut für den Journalismus.

    “Antifa News”, “Framing”, “Fakenews”, “Rich kids for Future”, “Merkelpropaganda” “Gewaltbefürwortung” sind halt kein Geschäftsmodell.

    Get Woke, get Broke:P

  4. Schreck laß nach, ich hab gar nicht mitbekommen, daß die Mopo so am Abgrund steht. Ich lese sie auch nach wie vor täglich, zugegebenermaßen geschnorrt von einer Kollegin. Mir wäre sie ehrlich gesagt auch zu teuer.

    Gekauft habe ich sie mir immer Donnerstags, wg Plan7. Ich hatte mich schon gewundert weswegen das eingestellt worden ist. Plan7 war richtig gut.
    So, nun verschwindet also auch die Morgenpost, finde ich irgendwie schade.

    Aber es ändert sich soviel, da muß man wohl mit dem Verschwinden einer Zeitung rechnen. Gibt schlimmere Sachen.

  5. >Was aus den beiden Standorten wird, ist bislang nicht entschieden.

    Sagt alles aus! Restwert der meisten Zeitungen ist längst negativ.

  6. Der typische deutsche Zeitungsleser (“der alte weiße Mann”) hat eben keine Lust mehr sich tagtäglich verhöhnen zu lassen, die Jungen und Neudazugekommenen können oder wollen sich die teuren Zeitungen nicht mehr leisten.

    DuMont hat gar keine andere Wahl als die Hamburger Morgenpost abzuwickeln, so rasant wie die Auflage schrumpft und die Verluste wachsen.

  7. “Am Standort festhalten”. Soso, möchte man das jetzt kurz vor Toreschluss? Es ist eine andere Sache, wonach niemand die Preise zahlen will, die man aufruft, um den Rest eines “Verlages” und vor allem dessen Anteilsnehmern zu finanzieren. Weder in solchen anspruchsvillen Zeiten, noch bei strategisch oder personell finanziell ausgelutschten Objekten. RPO hat beispielsweise trotz anderer Ausrichtung mindestens ähnlich auareichende Kölner Artikel im Angebot. Generell kann man wohl bei den Kölner Marken von Dumont abwarten, bis sich das von selbst entledigt hat – dann kann man für deutlich kleineres Geld Titel und Markt annehmen.

    1. Ja ,der Thorben ist eben ein ausgefuchster Medien- Experte -einer von 82 Mio in diesem Lande…Nun ist das Gute an Meinungen – sie kosten nichts,
      sie ändern nichts- sie sind völlig wirkungslos. Nur deshalb darf ja auch jeder eine haben. Auch unser Medien- Fuchs Thorben, der im Nebenberuf bestimmt auch noch Bundestrainer ist…Mann-o- Mann!

      1. Ja schade, aw. Da kann man eine Meinung zu einem Artikel ablassen – und arbeitet sich an dessen Kommentaren ab. Naja – vielleicht im nächsten Usernamenleben.

      2. ..ANDERE Meinungen auszuhalten , gehört allerdings nicht zu Thorbens Kernkompetenz. Sonst kann er allerdings alles…

  8. Es sieht ja doch so aus, als wenn für DuMont die günstigste Variante die Einstellung des MOPO-Betriebes wäre. Die von Susan Molzow geforderte “Mitgift” für die Übernahme des maroden Blattes ist auf jeden Fall total unrealistisch.

    Für die MOPO-Mitarbeiter (außer Thomas Hirschbiegel, der findet sofort einen neuen Job beim Abendblatt) werden das natürlich wenig entspannte, sehr sorgenvolle Weihnachtstage, das tut mir auch leid.

    Andererseits hat es das Blatt mit der links-grünen Merkel-Propaganda einfach zu weit getrieben, die Leser liefen zu zigtausenden davon. Ich gehe davon aus, daß die MOPO ihr Erscheinen im Laufe des Jahres 2020 einstellt. Schon auf der Feier zum 70. Geburtstag der Zeitung wurde diese Jahreszahl hinter vorgehaltener Hand genannt.

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