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AutoScout24: US-Finanzinvestor Hellman & Friedman schluckt Kleinanzeigenportal für 2,9 Milliarden Euro

Scout24-CEO Tobias Hartmann
Scout24-CEO Tobias Hartmann Fotos: Scout24 / Montage: MEEDIA

Hellman & Friedman greift nach AutoScout24: Der US-Finanzinvestor übernimmt das Kleinanzeigenportal für fast drei Milliarden Euro. Damit hat sich Scout24-Vorstandschef Tobias Hartmann dem Druck des Scout24-Aktionärs Elliot gebeugt, der einen Verkauf der Autosparte gefordert hatte. Die Börsennotierung von Scout24 hatte bereits vor Bekanntwerden des Deals deutlich zugelegt.

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Noch am Jahresanfang hatten sich die beiden US-Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone um eine Übernahme der gesamten Scout24-Gruppe bemüht. Doch der Erwerb des Portalbetreibers scheiterte. Jetzt kommt Hellman & Friedman doch zum Zug – zumindest für die Autosparte AutoScout24. Das Unternehmen übernimmt das Kleinanzeigenportal für rund 2,9 Milliarden Euro. Dies teilte Scout24 mit. H&F übernimmt demnach 100 Prozent an AutoScout. Der Verkauf soll noch in der ersten Jahreshälfte 2020 abgeschlossen werden, heißt es.

Mit dem Verkauf gibt der Scout24-Vorstandschef Tobias Hartmann dem Druck des Scout24-Investors Elliot Capital Advisors nach. Das Unternehmen hatte vom Vorstand gefordert, dass sich der Portalbetreiber von der Autosparte trennt. Daraufhin hatte Hartmann wochenlang geprüft, ob er den Unternehmensteil versilbert. Die Entscheidung hierüber wollte er den Aktionären auf dem Kapitalmarkttag am 26. November mitteilen. Doch dazu kam es nicht. Er ließ die Aktionäre weiter im Unklaren und nannte keinen neuen Termin, wann er sich äußern wollte.

“Durch die Transaktion schaffen wir einen erheblichen Wert für Scout24 und seine Aktionäre. Zudem können wir unsere marktführende Plattform ImmoScout24 noch fokussierter ausbauen”, so Hartmann. “Wir sind davon überzeugt, dass wir mit H&F ein passendes neues Zuhause für AutoScout24 gefunden haben.”

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In den Medien wurde immer wieder spekuliert, dass Axel Springer und der neue Miteigentümer KKR auf die Autosparte von Scout24 ein Auge geworfen haben sollen. Denn Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner hat ehrgeizige Ziele. Er will Springer unter anderem durch Zukäufe zum Weltmarktkäufer im digitalen Rubrikengeschäft ausbauen.

Doch auch andere Unternehmen sollen auf Döpfners Einkaufsliste stehen. Dazu gehört das Kleinanzeigenportal Ebay. Jüngst kam als mögliches Kaufziel die Nachrichtenagentur Reuters hinzu. Spekuliert wird hier, dass die Berliner bei einem Erwerb Reuters bei “Business Insider” eingliedern könnten. Ob sich die Eigentümer überhaupt von der Nachrichtenagentur trennen wollen, ist unklar (MEEDIA berichtete).

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