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Trusted Brands: Leg’ dich nie mit Greta an! Wieso die Marke Dieter Nuhr droht, dem Klimawandel zum Opfer zu fallen

Mike Kleiß
Mike Kleiß Foto: Peter Palm Photography

In der neuen Folge von "Trusted Brands" nimmt sich MEEDIA-Kolumnist Mike Kleiß die Marke Dieter Nuhr vor. Die Greta-Witze und -Provokationen haben dem Kabarettisten/Comedian neben allerlei Shitstorms eine sensationelle Reichweite beschert. Aber ist ist es aus Marken-Gesichtspunkten wirklich klug, sich mit "Fridays for Future" anzulegen?

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Von Mike Kleiß

Dieter Nuhr hat über Jahre hinweg wirklich alles richtig gemacht. Zwischen Cindy aus Marzahn, Bülent Ceylan, Mario Barth und Johann König hat er sich eine Position behauptet, die ihm aus dem oftmals platten Comedy-Einerlei heraushob: Als der Intellektuelle unter den Kabarettisten bespielt er eine akademische, bildungsbürgerliche Klientel, und endlich einmal haben auch Lehrer, Professoren, Ärzte, Beamte, Buch- und Kunsthändler was zu lachen. Auf adäquatem Niveau, natürlich. Das Besondere an Nuhr dabei war und ist, dass er sich nicht im Feingeistigen verliert, sondern seine verschmitzt-philosophische Art dafür nutzt, um das zu tun, was wir alle gerne tun: Er nörgelt. “Nuhr am Nörgeln” hieß 1994 sein erstes Soloprogramm, und dem Grundsatz ist er all die Jahre hindurch treu geblieben.

25 Jahre Markenpfege “Dieter Nuhr”

25 lange Jahre hat Dieter Nuhr seine eigene Marke gut gepflegt, ist achtsam mit ihr umgegangen und hat mal feine Spitzen, mal derbe Maulschellen verteilt und blieb dabei stets der schnoddrig-sympathische Onkel mit dem Lausbubgrinsen. 25 Jahre. Dann kam Greta. Und plötzlich hat sich Dieter Nur verhoben, wenn man genau hinsieht, sogar zweimal.

Im Prinzip lief Nuhrs Greta-Satire ab wie immer: Er eignete sich Kritik an, die irgendwie in der Luft lag, in diesem Fall die der vielen selbsternannten Klimawissenschaftler, die sowieso schon immer alles über die Klimakatastrophe wussten. Und für die Greta einfach nur ein kleines Mädchen aus gutem Hause war, das auf Vitra-Eames-Sesseln aufwuchs, das man belächelte, das einfach nur nervte. Alte weiße Männer und auch Frauen, die in Dieter Nuhr einen alten weißen Mann fanden, der seiner Zielgruppe zu verstehen gab: Ich bin Dieter Nuhr, und ich habe sogar den Mut, Späße über Greta zu machen. Ich lege den Finger in die Wunde, die besonders schmerzt. Weil ich es kann. Und ich zeige dieser Greta jetzt mal, dass es so nicht geht. So nicht.

Und entweder ist das ein toller PR-Coup: Denn es ist ja doch recht ruhig geworden um Nuhr, höchste Zeit also, sich wieder ins Spiel zu bringen. Ein bisschen öffentliche Erregung kann da durchaus helfen. Oder aber das ist ein Akt, der einer — letztlich auf öffentliches Wohlwollen angewiesenen — Kabarettisten-Marke den Todesstoß versetzen kann. Denn damit so ein Stunt nicht nach hinten los geht, muss er wohl durchdacht sein. Und bei genauerem Hinsehen ist das hier eher nicht der Fall gewesen.

Wunderbare PR – wirklich?
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Klar, auf dem ersten Blick schien der Plan zu funktionieren: Die intellektuelle Zielgruppe durfte öffentlich über Greta lachen, die Medien stürzten sich auf die Geschichte, die Reichweiten explodierten, die Marke Nuhr war kostenlos nahezu auf allen Kanälen vertreten. Nuhr nörgelte ein bisschen über die “Kieler Nachrichten”, die entschuldigten sich bei ihm, auch darüber wurde wieder berichtet, es funktionierte einfach wunderbar. Allerdings hat jede Kampagne eine gewisse Dramaturgie, die braucht es. Und so ist gerade ihr Ende besonders wichtig. Denn das bleibt noch lange in den Köpfen der Rezipienten. Und genau an dieser Stelle wird sich nun entscheiden, ob die PR im Sinne der Marke Dieter Nuhr wirklich gute PR war. Eines ist ziemlich klar: Greta hat für eine der wichtigsten Bewegungen der Geschichte gesorgt. Die “Marke Fridays for Future” ist ganz sicher wertvoller und mächtiger als die Marke Dieter Nuhr. Und in seiner Klientel am Ende wohl auch ein bisschen populärer. So lautstark gegen Greta anzustänkern — das mag sich trotz aller Gratis-Publicity langfristig als Maßnahme herausstellen, die der Marke Nuhr massiv geschadet hat.

Was Nuhrs riskanten Zug aber noch einmal fragwürdiger macht, ist sein Umgang mit den Medien: Er hat sich nämlich mit denen angelegt, die er für seine PR-Strategie dankbar eingespannt hat. Explizit schlägt er etwa auf die Medienmarke Stern ein. In seinem Facebook Post vom 26. November nörgelt er:

Im Stern steht, die Medien würden mir ,auf den Leim gehen’ und sich so verhalten, wie ich es mir wünsche, und dass mir ansonsten wenig anderes einfällt als das Gretathema. Das ist falsch. Ich wünsche mir in erster Linie Ruhe vor dem Stern und anderen Boulevardmedien. Sowohl im Bühnen- als auch im Fernsehprogramm beschäftige ich mich weit überwiegend mit anderen Themen. Es sind vielmehr die Medien, die ausschließlich über die wenigen Greta betreffenden Textteile berichten und dadurch dafür sorgen, dass die von mir als abstoßend empfundene Hysterie um das Thema nicht abebbt. Dazu trägt auch der Stern maßgeblich bei, wohl wenig aus journalistischem Interesse, sondern weil es eben hohe Klickzahlen verspricht. Am Ende formuliert der Stern eine eigene, ganz wunderbare Idee: die Medien sollten mich ignorieren. Niemanden würde das mehr freuen als mich.

Daran ist nicht nur überraschend, dass Nuhr den Stern als Boulevardmedium bezeichnet (und übrigens: Klickzahlen kann nur stern.de generieren, nicht aber das Magazin, doch geschenkt). Sondern vor allem wie unsouverän der Medienprofi Nuhr mit Medienschelte umgeht. Mit Medienschelte, die er sicherlich im Vorfeld in Kauf genommen hat. Und deshalb bleibt es wohl auch 2019 programmatisch bei “Nuhr am nörgeln”. Das ist nicht wirklich schlimm, wenn auch nicht mehr wirklich modern. Schließlich darf Satire ja alles. Allerdings, und das mag Nuhr nicht bedacht haben, gilt das für den gesellschaftlichen Diskurs, nicht für die Markenpflege. Und bei der stößt Satire schnell an ihre Grenzen, selbst bei einem Satiriker. Vor allem wenn es dabei um hochemotionale Themen wie den Klimawandel oder ein junges Mädchen geht, das zur Galionsfigur einer globalen Bewegung geworden ist. Greta ist ein Sonderfall in alle Richtungen. Und für Marken, die sich mit ihr anlegen, kann das ein schnelles Ende bedeuten. Wie immer Nuhr in Sachen Greta auch weiter verfahren wird: Er sollte sich dessen wenigstens bewusst sein. Auch wenn er wahrscheinlich wieder nörgelt, falls er diese Kolumne liest.

Über den Autor:

Mike Kleiß ist Gründer und Sprecher der Geschäftsführung der Kommunikationsagentur GOODWILLRUN. Zuvor lebte der Medien- und Markenprofi für das Radio. Als Dozent für Journalistenschulen und Akademien sind seine Schwerpunkte Marke und Kommunikation. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg und Köln. 

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Alle Kommentare

  1. Zur Sache, auch wenn es dem Autor nur um Marken geht: Dieter Nuhr hat nicht Greta angegriffen, sondern die Tatsache, daß sie instrumentalisiert wird. Was haben viele Medien daraus gemacht? Dieter Nuhr hätte Greta mit Hitler und Stalin verglichen. Aus meiner Erinnerung hat sich der Stern am schäbigsten verhalten. Das war eine Diffamierungskampagne, die ein ausgemachter Medienskandal ist. Meedia, übernehmen sie (lol).

    Dokumentiert bei “publico” von Alexander Wendt.

  2. Solange Nuhr nicht jemanden zum Ziegen”ficken” animieren will, darf Satire alles.

    Aber vielleicht fällt ja der Böhmerm@nn bald mal kräftig auf seine populistische Fresse. Zu wünschen wär es ihm ja.

  3. Dieter Nuhr hat den Anschein erweckt, ein Rückrat zu haben… nach 2x Mut zeigen ist er dann blitzartig zurück in sein altes “AfD, die böse Nazi-Partei” Schema gefallen.

    Nein, Dieter Nuhr hat kein Rückrat. Er lässt sich vor jeder Sendung vom Hausmeister einen Besenstil bis zum Hals hinten rein schieben, damit er auf der Bühne nicht in sich zusammen fällt.

    Ob er sich mit “Greta-Bashing” einen Gefallen getan hat oder nicht, ist daher irrelevant!
    Btw: Wenn 15000 zum Teil bezahlte Demonstranten von der Systempresse zu 500000 Aktivisten aufgeblasen werden, dann ist das Lügenpresse…
    Der Greta-Hype ist doch “fake-news”!!!

  4. Man muss eigentlich nicht speziell auf irgendeine einzelne Strömung, welche im grunde nur der Möglichkeit der schnellen Interessenfindeng durch das Internet, dessen Server weltweit im Übrigen Unmengen von Energie verbrauchen, geschuldet sind, eingehen. Ob es Friday for future, Radfahrer, fehlende Kitaplätze, vegane Ernährung oder Behandlungsmethoden von Fußpilz sind- für Alles finden sich Foren im Internet, welche jedem ein bestimmtes Machtpotential versprechen, sofern sich mindestens ein zweiter Gleichgesinnter findet. Schon verabredet man sich zu einem , ja eigentlich nur Flash-Mop, und legt hier und da den Verkehr lahm, um mehr oder weniger Aufmerksamkeit zu erlangen. Vielleicht hat man ja Glück und man wird populär. Aber was soll das Alles. Will irgendjemand die wachsende Weltbevölkerung und den daraus resultiernden wachsenden Nahrungs- und Energiebedarf negieren? Welche Zukunft haben nachfolgende Generationen ohne adäquat wachsende Energie und Nahrung.

  5. Dass Dieter Nuhr ein Kabarettist sein soll, ein besonders intellektueller auch noch unter all den Kabarettisten, erschließt sich wohl nur Menschen, die von Kabarett und Satire keinen großen Schimmer haben. Herr Nuhr bespielt zwar “eine akademische, bildungsbürgerliche Klientel”, nur eben den Teil davon, den man auch als die typisch deutsche, verrohte Mitte bezeichnet. Auch das scheint dem Autoren völlig unbekannt zu sein, aber mit dem Markenfokus hat man eben weniger politisch-gesellschaftliche Themen im Blick. Herr Nuhr war und ist ein neoliberaler FDP-Clown und macht weder Kabarett, noch Satire, sondern höchstens seichte Comedy.

    1. Auf dieser Seite fährt die “PC-Fraktion” inzwischen aber auch alles auf, was sie noch in im Keller hat….

  6. Dieter Nuhr kann trotz mancher Schwächen eigentlich nicht abgesetzt werden.
    Wen sonst können die Fernsehverantwortlichen im deutschen Fernseh-Kabarett noch vorzeigen, der zumindest annähernd das ausspricht, was ein Großteil der (zwangsabgaben-zahlenden) Bevölkerung denkt?

  7. Liebe Meedia-Kommentatoren,
    verratet mir doch bitte einmal, wie das bei euch funktioniert. Es ist ja offensichtlich kein Zufall, dass die unter 1% der Bevölkerung ausmachende aktive Gruppe an Verschwörungstheoretikern, AfD-Fans und sonstige Vollidioten die in Behandlung gehören und unter Dunning Kruger-Effekt leiden hier zu 90% zusammenfinden. Werden Artikel von meedia mit euren Trigger-Themen in einer eurer Dumpfbacken-Facebook-Gruppen geteilt?

    Davon abgesehen: Der Artikel liefert eine klasse Analyse. Genau so ist es.

    1. “….dass die unter 1% der Bevölkerung ausmachende aktive Gruppe …”
      Aber die mit dem Hate speech, die, die nur Pöbeln, Beleidigen und Diskriminieren, das sind selbstverständlich immer diejenigen von der anderen (also über 99%?) Seite der Bevölkerung.
      Stimmts?

    2. @ Linksgrüner Herrenmensch

      Zu viele “Retter” Shirts bei McDonalds gekauft?

      Echte Pauli Fans sind schon lange zu Altona 93 gewechselt, weil

      St. Pauli=Kommerzsche*ße

      Und natürlich sind alle, die nicht meiner Meinung AFD, Nazis, Dumpfbacken, weil Dunning-Krueger und isso.

      Die Analyse von Pleiß ist Mist, aber dass weiß er schon selber. Sie bestätigen die Meinung nur, da Sie ein linkskonformistischer Mitläufer sind.

  8. Hey Grünlinge,
    von Eurer Greta redet im Moment kaum jemand mehr. Und ihre angebliche Wirkung basierte immer nur auf massiven Medien- Manipulation. Kattowitz- eine Handvoll Leute um Saal- daher gaaaanz enger Bildauschnitt . New york- ein paar Dutzend verpeilte Oberschichts- Kinder. Madrid- gerade mal 15.000 – wie in diesen kreisen üblich zum Teil bezahlte- Demonstranten. Und ihr lügt was rum von eine halben Million. Trump lässt grüßen! Und Greta ? Auf nach China und, Polen und Indien und dort die neuen Kohlekraftwerke verhindern. Sorry- war nur ein Witz.

    1. Ihr Fake-Faktor scheint aber um einiges höher zu sein als bei allen Berichten überr Greta Thunberg. “Wie in diesen Kreisen üblich zum Teil bezahlte Demonstranten” – haben Sie das von RT Deutsch oder was ist Ihre “seriöse Quelle”

    2. Au ja, liebe[r] AG, „zum Teil bezahlte- Demonstranten“[sic!]! Wo, bitte, kann ich mich als solcher bewerben und vorstellen? Gern auch gegen die AfD. Bitte um nähere Informationen!

  9. Die Tatsache, dass Herr Kleiß als Dozent für Journalismus tätig ist, offenbart das tragikomische Elend dieses Lands und seiner medialen Gartenzwerge. Was ist das nur für ein erbärmliches serviles Frühgreisengeschwätz….

    1. Erbärmlich ist Ihr Kommentar, weil Sie mit der medieninternen Betrachtungsweise des Beitrags schlicht nichts anzufangen wissen – egal, ob nun Frühgreis oder nicht.

  10. “Die intellektuelle Zielgruppe” ist zu klein um Reichweiten explodieren zu lassen, die hören sich auch lieber Georg Schramm, Volker Pispers und Urban Priol an.

  11. Was für ein krauses, herbeikonstruiertes Thema: Dass es der „Marke“ Nuhr schade, wenn sich der Kabarettist über die „Marke“ Thunberg belustigt, ist wohl eher die Phantasmagorie eines Kolumnisten von überschaubarer Reputation.

    Zudem voller ungelenker und sonderbarer Wendungen, etwa wenn die Rede ist von „Todesstoß“ und „Stunt“ oder davon, dass Nuhr „ein Klientel von Buch- und Kunsthändlern bespielt“. Es heisst übrigens eine Klientel.

  12. “Mike Kleiß ist Gründer und Sprecher der Geschäftsführung der Kommunikationsagentur GOODWILLRUN.”

    Also kein Journalismus.

  13. Jetzt wissen wir dank Herrn Kleiß, wer oder was in Deutschland nicht kritisiert werden darf: Hysterie und Medien. Nicht ganz unverständlich, leben Medienvertreter wie er doch recht gut von Hysterie: Bad news is good news.

    Und immerhin: Der Name Kleiß – mir vorher völlig unbekannt – den habe ich nun dank seines Reibens an Nuhr immerhin gehört … und spätestens morgen wieder vergessen.

    Ach ja, “alte weiße Männer” – auf diesen ebenso rassistischen wie sexistischen (also extrem dummen) Topos kann der Autor anscheinend nicht verzichten – sind nicht von Thunberg genervt: Denn die ist nur eine geistig beschränkte Realschülerin im Schulstreik. “Bedeutung” verleihen ihr nur jene Hysterie-süchtigen Medien. Und das nervt immerhin jene, die als Aufgabe der Medien die Herstellung eines Diskurses aller relevanten gesellschaftlichen Gruppen verstehen.

    1. Was haben alte weiße Männer doch Angst vor einem Mädchen! Wer wie Sie einen solchen Kommentar verfasst, der sich wie das Kläffen eines (vermutlich ziemlich kleinen) getroffenen Hundes anhört, zeigt damit nur, wie sehr er/sie trotz aller Beteuerungen des Gegenteils doch ein Hysteriker ist. Trotz Allergie. Und eventuell sogar selbst ein geistig-beschränkter Realschüler, wobei zu bemerken ist, dass es eine Realschule in Schweden gar nicht (mehr) gibt!

      1. @ Ronald

        Ihre Kommentare sind unglaublich abstossend, hasserfüllt und primitiv. Widerlich.

  14. Natürlich ist die Marke Hr. Nuhr jetzt zerstört, so will uns der “Experte” suggerieren, damit sich keiner Hr. Nuhr zum Vorbild nimmt und Gott bewahre, seine eigene Meinung äußert. Dazu Kritik an der Medienwelt und Sonnengöttin Greta im besten Deutschland aller Zeiten, mehr rechtsnational geht einfach nicht.

    In den Staaten kann man gerade Dave Chappelle erleben, ein sehr erfolgreicher Komiker, gerade weil er nicht dem linksgrüne elitären gesinnungsterror folgt. Der Netflix Erfolg von Dave Chapelle zeigt viel mehr, dass die öffentliche Meinung und veröffentliche Meinung völlig auseinander gehen. Meine Vermutung, Hr Nuhr wird weiterhin erfolg haben, genauso wie Hr. Steinmle, auch wenn es der linksgrüne gewaltaffinen Sekte nicht passt.

    BTW: O-Ton von Hr. Böhmermann zu Hr. Nuhr!
    “Es sollte mal jemand Nuhr ordentlich die Fresse polieren”. Natürlich ist das kein Hass und Hetze, sondern Liebe , Toleranz und Satire.

    1. Welche Drogen konsumieren Sie eigentlich, um zu solch verschrobenen Wortkombinationen wie “linksgrüner elitärer Gesinnungsterror” oder “linksgrün gewaltaffine Sekte” zu kommen. Mit solchen kranken Feindbildern im Kopf werden sinnvolle Diskussionen komplett ausgeschlossen. Aber daran ist Ihnen wahrscheinlich auch gar nicht gelegen – Hauptsache maximale Konfrontation.

      1. Ad Hominem Angriffe von Ihnen, ändern nichts an der Tatsache, dass der linksgrüne Sektenführer Böhmermann auf Twitter und Neo grün Royal zur Gewalt gegen Hr. Nuhr aufgerufen hat.

        Die Gewaltandrohung sollte Sie aufregen, aber stattdessen jammern Sie über meine Wortwahl, um abzulenken.

        Die Einschränkung der Meinungsfreiheit und Bedrohung des Dieter Nuhr durch linksradikale Kräfte sind wichtiger als die irrelevanten Gefühle des Schwabenpfeil. Just sayin

        Dieter Nuhr > Jan Böhmermann

      2. Wer so weit rechts steht wie Sie, Herr Schulz, dem kann angesichts des Abgrunds nur noch ein kleines bisschen weiter rechts schon mal schwindlig werden. Das merkt man Ihrem Kommentar an. Gehen Sie doch mal einen Schritt weiter.

      3. @Ronald

        Bitte tauschen Sie die Worte “rechts” gegen “links”, und den Namen “Schulz” gegen “Roland” aus.

        Dann passt das Spiegelbild wieder.

  15. Das wäre ja noch schöner, dass es nicht möglich sein soll, satirisch-kritisch über Greta bla zu reden. Es muss nicht jeder der Ansicht von Mike Kleiss sein, der sich eher “anbetend” äussert. Das Klima-Theater, das aus einem wichtigen Thema gemacht wird, zeigt dem Normalbürger, wie irre dieses Durcheinander ist. Inzwischen haben sich – jenseits der üblichen Talkshow-Hocker – ernsthafte Wissenschaftler zu Wort gemeldet, die Wege aufzeigen, die nachvollziehbar und positiv sind. Übrigens nimmt auch Monika Gruber kein Blatt vor den Mund zu diesem Wichtig-Getue rund um das gesamte, “moderne” Leben, das viele Leute wahnsinnig macht. Um ihre Veranstaltungen reißen sich bekanntermaßen Unmengen von Menschen, die nur eines wollen, LACHEN über diese vollkommen verrückt gewordene, westliche Welt. Was die deutschen Medien anlangt, kann man nur sagen, sie verlieren immer mehr an Respekt. Ihre Behauptung, sie seien noch die 4. Macht, ist eine nachweisbare Lüge, denn es gibt keinen Skandal mehr, um den diese Pfeiffen sich länger als zwei Tage kümmern. Der Verlust des Vertrauens zeigt sich im Schwund der Auflagen. Gut so!

  16. “Explizit schlägt er etwa auf die Medienmarke Stern ein.”

    Ist das nicht die Marke mit den Hitler-Tagebüchern?

  17. “Greta” und “Dieter Nuhr” in der Überschrift sorgt für eine hohe Aufmerksamkeit (nicht nur) auf meedia.de – klug gewählt Her Kleiß! Leider bleibt ihr Beitrag eine entscheidende Antwort schuldig. Sie schreiben: “So lautstark gegen Greta anzustänkern — das mag sich trotz aller Gratis-Publicity langfristig als Maßnahme herausstellen, die der Marke Nuhr massiv geschadet hat.”
    – Welche Art von “massivem Schaden” meinen Sie? Wie macht sich dieser aktuell und in Zukunft ihrer Meinung nach bei (der Marke) Dieter Nuhr bemerkbar?

    Ich wage sogar eine gegenteilige These: Dieter Nuhr hat als einer der Wenigen den Mut, sich satirisch und humorvoll mit “Greta” und “Fridays for future” auseinanderzusetzen. Das hat und wird seine “Fanbase” definitiv nachhaltig verbreitern, weil er vielen Menschen aus der Seele spricht und dazu humorvolle Elemente nutzt – und ich meine ausdrücklich damit nicht rechtsextreme AfD-Anhänger oder Klimawandel-Leugner. Und ich traue sogar vielen, die sich bei “Fridays for future” engagieren zu, dass sie auch darüber und über sich selbst lachen können. Obwohl das Thema an sich ernst ist.

    Sehr bedenklich sehe ich Ihren (bewußt?) allgemein formulierten Satz: “Greta ist ein Sonderfall in alle Richtungen. Und für Marken, die sich mit ihr anlegen, kann das ein schnelles Ende bedeuten.” – Für mich hieße das nämlich auch, dass sich eine (Online- oder Print-)Medienmarke zwei oder dreimal überlegen sollte, ob sie eine kritische Berichterstattung wagt. Sollte dies so sein, wird es nicht lange dauern, bis das Unwort “Lügenpresse” auch beim Klimathema breite(re)n Raum gewinnen wird.

    Markenpflege und gesellschaftlicher Diskurs können und dürfen sich meiner Meinung nach in der Medien- und Satirewelt, und auch in der Politik, nicht (!) wechselseitig ausschließen bzw. keine “Gegenspieler” sein (Stichwort: nicht “entweder – oder”, sondern “sowohl – als auch”). Denn sonst bleibt etwas ganz Wesentliches auf der Strecke: die Glaubwürdigkeit und damit auch das Vertrauen. – Für mich Kernbestandteil(e) einer starken Marke.

    Oder wie sehen Sie das, Herr Kleiß?

  18. Es mag ja legitim sein Medienereignisse aus dem engen Winkel des branding zu betrachten. Aber man sollte den Inhalt der Marke nicht völlig ignorieren. Nuhr ist nicht der Erste, der Zweifel an den “Klima Alarmisten” äußert. Er ist nur einer der Wenigen, die in den MSM den Mut haben eine Gegenmeinung zu formulieren, zu einem Zeitpunkt, wo die Marke “Greta” wegen Überreizung auf dem absteigenden Ast ist.

  19. Ach herrje, linke Klimafanatiker schreiben jetzt die totale Ausrottung Nuhrs herbei und machen sich bei all ihrem stumpfen Populismus für eine kindlich-dümmliche Hasspredigerin selbst zum Affen. Wenn der Stern wenigstens ein Boulevardmagazin wäre, anstatt tatsächlich ein minderwertiges Schmierenblättchen für die journalistischen Restbestände aus Zeit, SZ und dem sog. Staatsfunk.

    1. Nun, wer nur Schlagwörter wie „linke Klimafanatiker“, „stumpfen Populismus für eine kindlich-dümmliche Hasspredigerin“, „journalistischen Restbestände“ und „Staatsfunk“ benutzt, ist nicht weit davon entfernt, selbst ziemlich kindlich-dümmlich dazustehen, weil er/sie den benutzten Schlagwort-Generator nicht zu konfigurieren versteht.

      1. Wo es keine Argumente gibt, sondern nur Schlagwörter, gibt es auch kein „Gegen- Argument“ [sic!]. So einfach ist das. Toll.

  20. Also „Greta“ als „eine der wichtigsten Bewegungen der Geschichte“ zu bezeichnen, ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt. Unstrittig ist aber, dass es „die Klientel“ und nicht „der Klientel“ heißt. Schönes Fremdwort, kann man toll mit beeindrucken, sollte man aber auch zu benutzen wissen. Erst recht, wenn es in Sätzen wie „bildungsbürgerlich“ und „akademisch“ steht.

  21. Was für ein Stuss!
    Der Autor huldigt dem grünen Faschismus und “warnt” allen Ernstes, dem Unternehmen Greta mit Satire zu begegnen. Alleine die Formulierung, Greta hätte für eine der wichtigsten Bewegungen in der Geschichte gesorgt, zeigt, dass der Autor entweder nichts begriffen hat, die eigene Manipulation nicht durchschaut oder gekauft ist.
    Ein 15-jähriges Kind, behindert obendrein, könnte nicht einmal eine Demonstration an ihrer Schule organisieren, geschweige denn eine Bewegung in anderen Ländern.
    Wenn er dann auch noch mokiert, den Stern, heute zum billigen Hetzblatt verkommen, in die Nähe der Boulevardblätter zu rücken, zeigt der Autor, wie fern er vom Journalismus entfernt ist.

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