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Opfer der Redaktionsfusion? Foto-Chefin Michaela Herold verlässt überraschend den Spiegel-Verlag

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Die geplante Fusion von "Spiegel" und "Spiegel Online" hat Konsequenzen in der Führung. Die langjährige Leiterin der Bild-Redaktion des "Spiegel", Michaela Herold, verlässt überraschend das Medienunternehmen. Hintergrund hierfür könnte sein, dass "Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann eine alte Weggefährtin vom "manager magazin" zur neuen Art Direktorin ernannt hat, die die Ressorts Bildredaktion, Grafik und Multimedia, Titelbild sowie Layout übergeordnet verantwortet.

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Es sind noch wenige Wochen, dann gehört “Spiegel Online” der Vergangenheit an – zumindest was den Namen anbetrifft. Im Januar nächsten Jahres plant Chefredakteur Steffen Klusmann, die Angebote des gedruckten und des digitalen “Spiegel” unter einen Markennamen zu stellen: “Der Spiegel”. Dies sei ein naheliegender Schritt, da “Leser und Nutzer immer weniger zwischen Print und Online unterscheiden” könnten.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Anlass für die neue Markenführung ist auch, dass die “Spiegel”-Redaktion ihre Organisation grundlegend ändert. Alle Ressorts des Print-“Spiegel” und von “Spiegel Online” verschmelzen zu einer Gemeinschaftsredaktion. Das trifft auch die Ressorts Bildredaktion, Grafik und Multimedia, Titelbild sowie Layout. Sie sollen künftig von einen Creative Director verantwortet werden. Dazu hatte Klusmann im Herbst bereits eine alte Weggefährtin berufen: Judith Mohr. Sie kommt vom “manager magazin” (“MM”), das ebenfalls zur “Spiegel”-Verlagsgruppe gehört. Klusmann war jahrelang “MM”-Chefredakteur, bevor er Anfang des Jahres zum neuen “Spiegel”-Chefredakteur ernannt wurde.

Opfer dieses geplanten Umbaus könnte nun möglicherweise die langjährige Leiterin der Bild-Redaktion, Michaela Herold, geworden sein. Sie kehrt dem Verlag nach MEEDIA-Informationen überraschend den Rücken. Ob und wie die Bild-Redaktion in der neuen Struktur aufgeht, ist offen. “Michaela Herold, Leiterin der Spiegel-Bildredaktion, verlässt das Unternehmen zum 30. Juni 2020 auf eigenen Wunsch, um sich neuen beruflichen Herausforderung zu widmen. Über die Nachfolge wird zu gegebener Zeit informiert”, erklärt ein “Spiegel”-Sprecher gegenüber MEEDIA.

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Herold kam im April 2011 zum Spiegel-Verlag und hatte zunächst die stellvertretende Leitung der “Spiegel”-Bildredaktion übernommen. Zuvor war sie beim Berliner Medienkonzern Axel Springer tätig, wo sie als Fotochefin für die “Bild”-Zeitung und “Bild am Sonntag” arbeitete. In dieser Funktion war sie auch Mitglied beider Chefredaktionen.

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Alle Kommentare

  1. Die Fotos im Print-Spiegel sind oft sehr gut, was für die Abteilungsleiterin spricht. Die Tendenz, Porträts von unerheblichen Personen ganzseitig aufzuplustern, geht aufʼs Konto der Blattmacher und ihres Chefs. Aber bitte: Was wirklich zählt, sind natürlich Inhalte, also die beliebten dialektisch-weltanschaulichen Kommentare und fesselnde Erlebnisberichte wie „Stellt Euch vor, ich hab von meiner bescheidenen Kohle ne Wohnung gekauft und war nun höchstpersönlich auf einer Eigentümerversammlung“.

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