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Abspaltung von Autoscout24 ungewiss: Firmenchef Tobias Hartmann lässt Springer & Co weiter zappeln

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Die Neuausrichtung von Scout24 wird zur Hängepartie. Firmenchef Tobias Hartmann lässt weiter offen, ob sich der Onlinemarktplatz-Betreiber von der Autosparte trennt. Auf den Unternehmensteil schielen seit geraumer Zeit Finanz- wie strategische Investoren – darunter angeblich auch der Berliner Medienkonzern Axel Springer.

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Die Erwartungen der Analysten waren groß. Eigentlich wollte sich Scout24-Chef Tobias Hartmann heute auf dem Capital-Market-Day klar zur Zukunft der Autosparte äußern. Doch eine Aussage, ob er sich von Autoscout24 trennen will, blieb er ihnen schuldig. Er will weiter prüfen, ob er den Unternehmensteil versilbert. “Im Rahmen der strategischen Überprüfung von Autoscout24 hat Scout24 einen Plan für organische Wertschöpfung definiert und gleichzeitig einen Prozess eingeleitet, in dem ein möglicher Verkauf oder eine Abtrennung des Geschäftsfelds untersucht wird. Dieser Prozess ist im Gange und Scout24 prüft sorgfältig und gewissenhaft alle Optionen mit dem Ziel, langfristige Wertschöpfung für die Aktionäre zu maximieren”, heißt es jetzt bei Scout 24. Einen neuen Termin, wann es hier zu einer Entscheidung kommen könnte, nannte das Unternehmen auf Anfrage von MEEDIA nicht.

Damit bleibt die Zukunft des wertvollen Firmenteils weiter ungewiss. Der Konzernchef prüft seit geraumer Zeit “strategische Alternativen” für das Portal. Dazu gehört, dass sich Scout24 von der Autosparte trennt. Dafür soll Hartmann potenziellen Kaufinteressenten bereits Informationen zukommen haben lassen. Als Interessenten gelten Beteiligungsgesellschaften wie Permira, Hellmann &v Friedman und Blackstone wie auch strategische Investoren. Hier wird immer wieder der Berliner Medienkonzern Axel Springer genannt. Sollte es dazu kommen, dürfte sich ein Bieterschlacht anbahnen. An der Börse wird Autoscout24 mit rund zwei Milliarden Euro bewertet.

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An einem möglichen Verkauf von Autoscout24 ist der Hedgefonds Elliott nicht ganz unschuldig. Dessen Chef, der Investor Paul Singer, hatte Anfang August die Ausgliederung des Portals gefordert, damit sich der Konzern besser auf seine Immobiliensparte konzentrieren könne. Damit will er den Wert des Unternehmens steigern. Die Notierung von Scout24 war Ende August zunächst deutlich zurückgegangen, erholte sich aber bis Anfang November. Gestern zog der Börsenkurs weiter an. Grund hierfür war möglicherweise, dass das US-Finanzunternehmen Fidelity (FMR LLC) seine Beteiligung an Scout24 von rund 3,1 auf 3,4 Prozent aufstockte.

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