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Relaunch der Reisemagazine: Gruner + Jahr baut “Geo Special” und “Geo Saison” um

Markus Wolff
Markus Wolff Foto: Geo/Xiomara Bender

Gruner + Jahr hat seine beiden Reisemagazine "Geo Saison" und "Geo Special" gründlich überarbeitet. Redaktionsleiter und "Walden"-Gründer Markus Wolff baut die beiden Zeitschriften zu Reiseführern aus, die mehr Buchcharakter bekommen sollen. Dadurch hofft Wolff, die Auflagen der Titel zu steigern.

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Wer in ferne Länder reisen will, informiert sich immer stärker übers Web. Ob Plattformen für Hotelbuchungen oder auch Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten rund um die Welt – ein kurzer Griff zum Handy und im Nu kann man sich Länder oder Städte virtuell erschließen. Der Trend macht sich auch bei den gedruckten Reisemagazinen bemerkbar, deren Auflagen zunehmend unter Druck stehen. Redaktionsleiter Markus Wolff will dies ändern. Er hat die beiden zu Gruner + Jahr gehörenden Reisemagazine “Geo Special” und “Geo Saison” radikal überarbeitet.

Besonders sichtbar wird der Umbau bei “Geo Special”, dem monothematischen Reisetitel der “Geo”-Gruppe. Künftig erscheint das Magazin im kleineren Format, das Cover wirkt reduzierter und wertiger. Auch innen zeigt sich das Heft im neuen Look. Das Layout wurde mit mehr Weißflächen aufgelockert, optische Spielereien mit Überschriften gehören der Vergangenheit an.

Mehrfach wechselt Wolff zudem die Papierqualität des Heftes, vom schweren Buchpapier bis zum Hochglanzdruck. Damit will der Erfinder des ebenfalls zu Gruner + Jahr gehörenden Outdour-Magazins “Walden” den redaktionellen Strecken – von der Reisereportage bis zur Grafic Novel – mehr Ausdruck verleihen. “Wir haben ‘Geo Special’ optisch und inhaltlich relauncht, um aus dem Magazin einen Hand- und Seelenschmeichler zu machen. Der neue Coffee-Table-Charakter des Heftes soll dem Leser helfen, sich in Ruhe einen Eindruck über sein Reiseziel zu verschaffen”, beschreibt der Redaktionsleiter das Konzept gegenüber MEEDIA.

Von der Schönheitskur erhofft sich der Medienmacher, die Auflage des 148 Seiten starken Titels zu steigern. Sie war laut IVW im 3. Quartal 2019 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um mehr als 13 Prozent auf 38.820 Hefte gesunken. Auftakt des überarbeiteten “Geo Special”-Heftes, das jetzt in dieser Woche im Handel erscheint, macht Japan.

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Auch “Geo Saison”, dem multithematischen Reisemagazin der Gruppe, hat Wolff einen neuen optischen und redaktionellen Anstrich verpasst. Der Rahmen des Heftes, ein Markenzeichnen der “Geo”-Titel, ist hier bis auf den Heftrücken verschwunden. Optisch dominiert zudem auf dem Cover ein Foto, das ein Gefühl von Weite erzeugen soll. “Freiheit und Horizont – das sind die Sinnbilder für Reisen. Das wollen wir mit der neuen Gestaltung des Covers vermitteln. Da passt der bislang dominante gelbfarbene Rahmen nicht mehr ins Konzept”, so Wolff.

Doch auch inhaltlich hat er das Magazin überarbeitet. Dazu zählen vor allem zwei wichtige Veränderungen. So hat Wolff den 24-Hours-Gründer Christoph Hoffmann als neuen Kolumnisten verpflichtet. Er will in jedem Heft Hotellegenden vorstellen – beispielsweise das American Colony in Ostjerusalem, das einst vom Großvater des US-Schauspielers Peter Ustinov in ein Luxushotel verwandelt wurde. Fester Bestandteil der Zeitschrift wird zudem eine 10 bis 16-seitige Rubrik namens “Grünzone”. Hier will Wolff alle Facetten des nachhaltigen Reisens präsentieren.

Vom Relaunch verspricht sich der Reisespezialist auch hier neuen Schwung für die Auflage. Sie war im 3. Quartal 2019 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um 21 Prozent auf rund 51.000 Exemplare zurückgegangen. Am Copypreis von sieben Euro und dem Umfang von 132 Seiten will der Verlag nicht rütteln.

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