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„Das ist ein Witz“ – DJV fordert deutlich stärkere Erhöhung des Rundfunkbeitrags

DJV-Chef Frank Überall

Wie die dpa diese Woche berichtete, will die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) wahrscheinlich eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent ab 2021 vorschlagen. Der Deutsche Journalisten Verband (DJV) kritisiert dies als viel zu niedrig. Für die öffentlich-rechtlichen Sender bedeute dies unterm Strich ein Minus.

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Die Steigerung des Rundfunkbeitrags müsse deutlich über der von der KEF offenbar geplanten Erhöhung um 86 Cent pro Monat liegen, fordert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall: „86 Cent sind nur für den Verbraucher mehr, nicht jedoch für die Sender. Die angebliche Steigerung ist nichts anderes als die Festschreibung des Status quo, was unter dem Strich wegen der Kostensteigerungen ein Minus ist.“

Die Sender finanzierten sich derzeit aus dem monatlichen Beitrag in Höhe von 17,50 Euro und weiteren 85 Cent pro Monat aus Rücklagen, die nach der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag entstanden seien. „Unter dem Strich bedeutet die KEF-Empfehlung einen Cent mehr pro Monat – das ist ein Witz“, so Überall.

„Die Redaktionen wie die Sender insgesamt arbeiten bereits am Limit, zum Beispiel über prekäre Beschäftigungsverhältnisse“, so der DJV-Vorsitzende. „Ein Einfrieren des Finanzaufkommens auf weitere Jahre würde sich negativ auf die Programme auswirken.“ Damit befindet sich der DJV-Vorsitzende exakt auf der Linie der Verantwortlichen Senderchefs von ARD und ZDF

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