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Rundfunkbeitrag: Experten-Kommission KEF empfiehlt Erhöhung um 86 Cent ab 2021

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Der Rundfunkbeitrag in Deutschland sollte aus Sicht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) 2021 um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen. Derzeit sind pro Haushalt monatlich 17,50 Euro fällig. Die Empfehlung, über die die dpa berichtet, ist aber noch vorläufig.

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Es handelt sich noch nicht um den endgültigen Bericht der Kommission. Zunächst sollen Anhörungen folgen, die abschließende KEF-Empfehlung wird Anfang 2020 erwartet. Das letzte Wort haben dann die Bundesländer, die über die künftige Höhe des Rundfunkbeitrags für ARD, ZDF und Deutschlandradio entscheiden. Die tatsächliche Höhe kann also von der Kommissions-Empfehlung abweichen.

Die rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin Heike Raab (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur in einer ersten Reaktion: “Die jetzt im Entwurf vorliegende Empfehlung einer Beitragssteigerung von unter 90 Cent belegt, dass die Reformbemühungen der letzten Jahre erste Früchte tragen.” Der Beitrag sei seit zehn Jahren nicht erhöht worden. “Mit der auf den ersten Blick moderaten Anhebung war zu rechnen.”

Der Bericht werde nun im Detail ausgewertet. In der Rundfunkkommission werde erst nach der Anhörung mit der KEF Anfang Dezember 2019 beraten, ob und wie die Empfehlungen umgesetzt würden, erklärte die SPD-Politikerin, die in der Rundfunkkommission für das Vorsitzland Rheinland-Pfalz die Medienpolitik der Länder koordiniert.

Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist der Rundfunkbeitrag die Haupteinnahmequelle. Im April 2015 sank die Höhe von 17,98 Euro auf 17,50 Euro. Bisher wird alle vier Jahre neu entschieden. Die nächste Beitragsperiode dauert von 2021 bis 2024. Die KEF erstellt ihren Bericht auf Grundlage des Finanzbedarfs, den die Sender bei der Kommission anmelden. Diese prüft, ob der Bedarf im Einklang mit Grundsätzen von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit ermittelt worden ist. So ist es im Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag festgehalten.

2018 lagen die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag bei rund acht Milliarden Euro. Laut Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio stiegen sie erstmals seit 2014 wieder leicht an.

In der Vergangenheit waren Stimmen laut geworden, die einen höheren Beitrag fordern. ZDF-Intendant Thomas Bellut etwa hatte betont, dass die 17,50 Euro ohnehin nicht dem Betrag entsprächen, mit dem die Sender arbeiten. Weil diese eine Rücklage einsetzen dürften, betrage der Beitrag real bereits 18,35 Euro. Auch ARD-Chef Ulrich Wilhelm hatte vor einer weiteren Sparrunde gewarnt.

dpa

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Alle Kommentare

  1. Ich empfehle ein Erhöhung um 100 €, wenn nicht gleich um 1000€…Macht bei dem Angebot dann auch keinen Unterschied mehr. Und die Idioten die freiwillig gerne ihre Demokratieabgabe zahlen, wären auch bereit noch mehr und auch für andere mit zu zahlen.
    Selbst ein Rezo bietet im Vergleich zum ÖR Rentnerstadl mit simplizistischen Kaspern und Clowns mittlerweile fachlich, geistige Hochkultur.
    Wer ÖR schaut, kauft sich quasi Verdummung auf eigene Kosten.

  2. 8Milliarden!
    Das entspricht dem Etat des Bundesinnenministeriums.
    Da muss man erstmal einen Idioten finden, der von moderat und angemessen schwadroniert.
    Aber deshalb sind Rot Grün wohl dort überrepräsentiert, wenn es um die Kontrolle dieses intransparenten Selbstbedienungsladen geht.

  3. Ich empfehle ein Absenkung der Gebühren auf 6 Euro. Ein Kulturkanal, ein Musiksender, ein Politikkanal und 6 Regionalsender, die täglich zwei Stunden senden, mehr braucht es nicht. Und weg mit dem Einfluss von Parteien, Verbänden und Kirchen, dafür weitgehende politische Neutralität. Ich denke, dann wären die Gebühren gut angelegt.

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