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Umbau beim People-Magazin “Gala”: Gruner + Jahr prüft neue Strukturen für Foto- und Grafik-Abteilung

Anne Meyer-Minnemann gibt ihren Posten als Gala”-Chefin ab
Anne Meyer-Minnemann gibt ihren Posten als Gala"-Chefin ab

Nach dem angekündigten Rückzug von Anne Meyer-Minnemann als Chefredakteurin der PeopleZeitschrift "Gala" wächst die Unruhe in der Redaktion. Der Grund: Der Verlag Gruner + Jahr stellt die für die Zeitschrift wichtigen Bereiche Foto- und Grafikredaktion auf den Prüfstand. G+J sondiert offenbar Möglichkeiten, die Redaktionsabteilungen neu zu ordnen. Betroffen von dem Umbau wären dreizehn Mitarbeiter.

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People-Magazine leben von Fotos und einer ausgefallenen Grafik, um ihre Leser zu begeistern. Das gilt auch für die zu Gruner + Jahr gehörende “Gala”. Doch nach dem angekündigten Rückzug der “Gala”-Chefredakteurin Anne-Meyer-Minnenmann (MEEDIA berichtete) stellt die Bertelsmann-Tochter offenbar dieses redaktionelle Herzstück auf den Prüfstand. Nach MEEDIA-Informationen wird bei Gruner +Jahr überlegt, die wichtigen Aufgaben der Foto und Grafik-Redaktion unternehmensintern neu zu verteilen. Die beiden Bereiche sind personell üppig besetzt. 13 Mitarbeiter sind hier laut Impressum tätig.

Von den Umbauplänen soll die scheidende “Gala”-Chefin wenig erbaut gewesen sein, ist bei Gruner + Jahr im Haus zu hören. Doch der Verlag muss die Strukturen anpassen, um die Redaktionskosten zu senken. Die verkaufte Auflage des Blattes hatte zuletzt kräftig Federn gelassen. Sie sank im 3. Quartal 2019 um mehr als 11,5 Prozent auf 214.998 Exemplare. In der “Gala”-Redaktion wächst nach dem geplanten Rückzug der langjährigen Chefredakteurin deshalb die Unruhe, wie die Redaktion unter einer neuen Führung überhaupt organisiert wird.

Bislang hält sich Gruner + Jahr bedeckt, wer auf Meyer-Minnemann folgen soll. Eine Entscheidung über die künftige “Gala”-Chefredaktion sei nicht gefallen. Fürs Erste soll der “Gala”-Vize Hans-Peter Junker übergangsweise die Aufgaben von Minnemann übernehmen. Die Journalistin gibt zum 1. Dezember ihren Posten ab, um im Auftrag der G+J-Geschäftsführung das Thema Diversity beim Printhaus am Baumwall voranzutreiben.

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Eine Gruner + Jahr-Sprecherin erklärt hierzu auf MEEDIA-Anfrage: “‘Gala’ ist und bleibt ein Produkt des Hauses Gruner + Jahr mit einer unverwechselbaren Optik. Wir arbeiten aktuell daran, mit welchen redaktionellen Prozessen dies künftig am besten möglich ist. Foto und Grafik der Gala werden auch weiterhin intern betrieben werden. All dies geschieht unabhängig vom Jobwechsel von Anne Meyer-Minnemann.” Fragen, ob es im Zuge des Redaktionsumbaus auch zu Personalmaßnahmen kommt, ließ der Verlag unbeantwortet.

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Alle Kommentare

  1. Bei einem wöchentlich erscheinenden Magazin, dass zum Großteil aus Fotos besteht, von einer “üppig besetzten” Foto/Grafik-Redaktion zu sprechen, wenn es gerade mal um 13 Personen geht (also ca. 8 Vollzeitstellen…) – da bleibt mir echt die Spucke weg. Kein Wunder, dass Verlage mit dem Traum von sich selbst produzierenden Heften frohgemut in den Untergang reiten, wenn selbst ein Branchendienst unbedarft in dieses Horn trötet…

  2. das hiess früher “Frühstücksdirektor”. Heute hiesse es fakultativ “Frühstücksdirektor*in” ;-). Das vertraglich vereinbarte Gehalt muss ja weiter gezahlt werden.

  3. Bei der Redaktion sparen, und dafür einen typischen gut dotierten “Bullshitjob” für die Ex-Chefin im Verlag schaffen. „Diversity-Beauftragte“ ein typischer Bullshitjob!

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