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P7S1-Zahlen: Digitales Werbegeschäft sorgt für Umsatzplus, TV-Werbeerlöse sinken aber deutlich

ProSiebenSat.1-CEO Max Conze
ProSiebenSat.1-CEO Max Conze © ProSiebenSat.1 Media SE/ Montage: MEEDIA

ProSiebenSat.1 hat im 3. Quartal den Konzernumsatz um vier Prozent steigern können. Allen voran der Bereich um die Red Arrow Studios und das digitale Werbegeschäft wuchsen stark. Das Kerngeschäft TV-Werbung fiel jedoch um sechs Prozent.

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Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat im dritten Quartal etwas mehr Umsatz (+4 Prozent), aber deutlich weniger Gewinn gemacht. Die Erlöse im Kerngeschäft Werbefernsehen sanken um sechs Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Der Konzernumsatz stieg auf 926 Millionen Euro, davon entfallen 56 Prozent auf das Nicht-TV-Werbegeschäft. Dieser Bereich verzeichnete ein Wachstum von 13 Prozent.

Die – allerdings weniger profitablen – Internet-Shops und das Produktionsgeschäft wuchsen. Zugleich investierte der Konzern weiter kräftig in neue digitale Geschäfte. Obwohl der Umsatz stieg, fiel das adjusted EBITDA um ein Viertel auf 131 Millionen Euro. Das reflektiere sowohl die niedrigeren TV-Werbeerlöse als auch die Investitionen im Bereich Entertainment und Commerce, heißt es in der Begründung.

“Wir machen weiter gute Fortschritte und setzen die Transformation von ProSiebenSat.1 konsequent fort. Wir sind im dritten Quartal trotz des zunehmend schwierigeren makroökonomischen Umfelds und einem entsprechend schwächeren TV-Werbemarkt mit 4 Prozent im Umsatz gewachsen”, erklärte Vorstandschef Max Conze die Zahlen.

Prognose für den Rest des Jahres schwierig

Das Segment Content Production & Global Sales, wozu Red Arrow Studios gehört, steigerte den Umsatz um 21 Prozent. Dies liege laut dem Medienkonzern am internationalen Produktionsgeschäft. Dazu zählen die Formate “The Weekly” (für FX/Hulu), “Married at First Sight” (für Lifetime USA) und “A League of Their Own” (für Sky UK). Der Sektor Commerce mit der NuCom Group wuchs um 13 Prozent. Am stärksten allerdings ging das digitale und smarte Werbegeschäft nach oben, das ein Plus von 37 Prozent verzeichnete.

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Die im Juni gestartete Streaming-Plattform Joyn werde inzwischen von knapp fünf Millionen Menschen im Monat genutzt, und auch die Zuschauermarktanteile der Fernsehsender seien höher als im Vorjahr. Trotz des Wirtschaftsabschwungs in Deutschland bekräftigte Conze die Ziele für das Gesamtjahr: P7S1 dürfte mehr Umsatz, aber weniger Gewinn als im Vorjahr machen. Allerdings erwirtschaftet der Fernsehkonzern im letzten Quartal traditionell ein Drittel seines Jahresumsatzes und sogar 40 Prozent seines Betriebsgewinns – das macht die Prognose schwierig.

Rainer Beaujean, CFO von P7S1, sagte: “Die Visibilität im TV-Werbemarkt ist äußerst gering und wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass dort große Schwankungen im vierten Quartal möglich sind. Hinzu kommen steigende makroökonomische Unsicherheiten.”

tb/mit Material der dpa

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