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Nielsen steht vor Zerschlagung: Marktforscher wird in zwei börsennotierte Firmen aufgespalten

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Der weltweit führende Marktforscher Nielsen steht vor einer Zäsur. Auf Druck des Hedgefonds Elliot wird das Unternehmen in zwei Einheiten aufgespalten, die getrennt an die Börse gebracht werden sollen. Das gab das Management heute bekannt. An der Börse sorgte die Nachricht für ein erhebliches Kursplus.

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Der Marktforscher Nielsen bekommt eine neue Struktur: Das Management plant, das Unternehmen in zwei Bereiche aufzuspalten. Sie sollen anschließend getrennt an die Börse geführt werden. Dies teilte der Konzern heute nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen für Q3 mit. In den beiden Unternehmen sollen jeweils das Global Connect- und das Global Media-Geschäft eingebracht werden. Mit der Aufspaltung entsteht zum einen ein Unternehmen, das sich um Medien- und Werbekunden kümmert, die andere Gesellschaft soll Konsumgüterunternehmen mit Forschungsdaten versorgen. An der Börse sorgte die Meldung für ein Kursfeuerwerk. Die Notierung zog um 5,43 Prozent auf 19,40 Euro an.

Damit beugt sich CEO David Kenny wohl dem Druck des US-Hedgefonds Elliot, der seit Längerem auf eine Aufspaltung des Unternehmens drängt. Der Hedgefonds erhofft sich dadurch, den Wert seiner Beteiligung an Nielsen zu steigern. Elliott hatte erst jüngst beim Internetkonzern Scout24 für Schlagzeilen gesorgt. Hier drängt er das Management ebenfalls darauf, Autoscout24 auszugliedern und es anschließend zu verkaufen. Bislang hat sich jedoch das Scou24-Management nicht entschieden, ob es zu einer Aufspaltung kommt. Dies soll offenbar Ende November erfolgen. Sollte es zu einer Ausgliederung kommen, gilt der Berliner Medienkonzern Axel Springer als Kaufinteressent.

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gl

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