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“Wilsberg” siegt nur knapp gegen starken “Schlagerbooom”, 3,71 Mio. sehen das FC-Bayern-Desaster im ZDF

Florian Silbereisen moderiert den “Schlagerbooom”
Florian Silbereisen moderiert den "Schlagerbooom" © ARD/JürgensTV/Dominik Beckmann

Spannender als vermutet war am Samstagabend der Kampf um die Quoten-Tabellenspitze. Zwar gewann der ZDF-Krimi "Wilsberg" wie erwartet, doch die ARD-Show "Schlagerbooom" kam dem Film gefährlich nahe. Am Ende lautete das Ergebnis 6,05 Mio. zu 5,75 Mio. Top-Quoten am Nachmittag gab es für das ZDF, das die Bundesliga-Partie zwischen Frankfurt und München für 3,71 Mio. Fans übertrug.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. “Wilsberg” gewinnt die Prime Time – aber nur relativ knapp vor dem “Schlagerbooom”

6,05 Mio. Krimifans interessierten sich also für den neuesten “Wilsberg”-Fall “Ins Gesicht geschrieben”. Der Marktanteil lag mit 20,3% weit über dem ZDF-Normalniveau von 13,1% in den jüngsten 12 Monaten. Allerdings: Für die erfolgsverwöhnte Reihe sind diese Zahlen unterdurchschnittlich gut. So sahen die beiden bisher neuesten Fälle im Januar und März 7,34 Mio. und 7,25 Mio. Leute, die Marktanteile lagen bei 23,1% und 24,3%. Weniger als 6,05 Mio. sahen einen “Wilsberg”-Film zuletzt vor etwas mehr als sechs Jahren – im Oktober 2013. Der Hauptgrund für die verhältnismäßig blassen “Wilsberg”-Zahlen lief im Ersten: Der “Schlagerbooom 2019” erreichte mit 5,75 Mio. Menschen ein fast genau so großes Publikum wie der ZDF-Krimi, der Marktanteil lag wegen der längeren Sendedauer mit 21,3% sogar über dem von “Wilsberg”. Erfolgreicher war der “Schlagerbooom” übrigens nur im Premieren-Jahr 2016.

2. “Das Supertalent” trotz starker ARD- und ZDF-Konkurrenz stabil – und souverän im jungen Publikum

Klar hinter ARD und ZDF landete im Gesamtpublikum RTLs “Supertalent”. Mit 3,73 Mio. Zuschauern und 12,9% gab es aber extrem stabile Zahlen, “Schlagerbooom” und “Wilsberg” klauten der RTL-Show also keine Zuschauer. Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann RTL erwartungsgemäß souverän den Tag: 1,63 Mio. junge Menschen bescherten dem “Supertalent” 19,4% – beide Zahlen sind die besten seit fünf Wochen. Das “Dance Special” von “Take Me Out” kam im Anschluss ab 22.40 Uhr mit 1,49 Mio. 14- bis 49-Jährigen sogar auf 22,5%. Mehr als 1 Mio. junge Seher gab es zudem nur noch für die Bundesliga-“Sportschau” (1,30 Mio. / 20,1%) und die 20-Uhr-“Tagesschau” im Ersten (1,27 Mio. / 16,2%).

3. Sat.1 besiegt im jungen Publikum um 20.15 Uhr ProSieben – beide verlieren gegen ARD und ZDF

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Relativ zufrieden mit seiner Prime Time kann auch Sat.1 sein: 810.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich für “Harry Potter und der Halbblutprinz”, der Marktanteil lag bei immerhin 9,9%. Unter dem Soll blieb hingegen ProSieben, dessen Free-TV-Premiere “Chips” mit 690.000 jungen Zuschauern nur 8,2% erreichte – zu wenig. Zwischen RTL und Sat.1 schoben sich übrigens noch das ZDF und Das Erste: “Wilsberg” schalteten 860.000 14- bis 49-Jährige (10,1%) ein, den “Schlagerbooom” 850.000 (10,7%).

4. Über 5 Mio. sehen um 15.30 Uhr Bundesliga – die meisten davon im ZDF, “Sportschau” und “Sportstudio” mit Saisonrekord

Die Fußball-Bundesliga knackte am Samstagnachmittag nicht wie sonst die Mio.-Marke oder wie vor einer Woche die 2-Mio.-Marke, sondern die 5-Mio.-Marke. Der Grund dafür war natürlich das ZDF. Dort lief die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und Bayern München außerplanmäßig live. 3,71 Mio. Fans sahen ab 15.30 Uhr zu, der Marktanteil lag bei 23,9%. Sky begrüßte daher weniger Zuschauer als sonst, 1,34 Mio. waren es mit Konferenz und Einzelspielen – 8,6%. Die Bundesliga-“Sportschau” kam ab 18.30 Uhr dann sogar auf 5,66 Mio. Zuschauer (23,4%) – Saisonrekord. Auch “das aktuelle sportstudio” profitierte offenbar noch davon, dass viele Fußballfans das Desaster des FC Bayern in Frankfurt sehen wollten: 2,67 Mio. Zuschauer sind ebenfalls ein Saisonhoch und reichten für 15,4%.

5. Vox, RTLzwei und kabel eins am Abend unter ihren Möglichkeiten

Unter dem Soll blieb in der Prime Time die gesamte zweite Privat-TV-Liga. Vox kam mit der 4-Stunden-Doku “30 Jahre Mauerfall” auf 410.000 14- bis 49-Jährige und 5,6%, erreichte damit das Sender-Normalniveau nicht. Bei kabel eins gab es für zweimal “Hawaii Five-O” sogar nur 4,2% und 4,3%, RTLzwei versagte mit “Childhood’s End” komplett: 300.000 junge Zuschauer reichten um 20.15 Uhr nur für 3,5%, 270.000 ab 22 Uhr auch nur für 3,6%.

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