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Wegen MeToo-Debatte: Bauer Media Group stellt Männermagazine “People” und “Picture” ein

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Der Markt der Männermagazine entwickelt sich schwierig. Die MeToo-Debatte sowie die veränderten Lesergewohnheiten bereiten den Verlagen Probleme, die Titel wirtschaftlich zu publizieren. Jetzt nimmt die Bauer Media Group die Lad-Magazine "People" und "Picture" in Australien vom Markt.

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Noch ist die geplante Übernahme der Pacific Magazines durch die Hamburger Media Group in Australien nicht unter Dach und Fach. So muss der millionenschwere Deal noch von den örtlichen Kartellbehörden genehmigt werden (MEEDIA berichtete). Sollte dies erfolgen, erweitert der Hamburger Verlag sein Portfolio hier um Magazine wie “Better Homes & Gardens”, “New Idea” and “Marie Claire“. Damit würde die Zeitschriftenpalette in Australien und Neuseeland auf mehr als 50 Magazine wachsen.

Allerdings baut das Management in Australien wirtschaftlich unrentable Magazine weiterhin ab. So plant das norddeutsche Medienhaus die australischen Männer-Zeitschriften “People” und “Picture” einzustellen. “Wir nehmen die Magazine zu Ende des Jahres vom Markt. Die Begründung ist simpel: die Reichweite dieser Magazine sinkt kontinuierlich, so dass sie auf Dauer nicht mehr wirtschaftlich sind”, erklärt eine Sprecherin der Bauer Media Group gegenüber MEEDIA.

Hintergrund ist hierfür, dass sich das Magazinsegment der Männer-Zeitschriften immer stärker zu einem Nischenmarkt entwickelt, denn die männliche Leserschaft wandert zunehmend ins Internet ab. Dadurch verlieren die Printprodukte zunehmend an Marktrelevanz. Auslöser für die schwindende Akzeptanz der Titel ist aber wohl auch die öffentliche #MeToo-Diskussion. Auch sie sorgt dafür, dass Medienhäuser diese Publikationen auf den Prüfstand stellen. Denn das Management muss sich immer mehr mit Kritik von Frauenbewegungen auseinandersetzen – offenbar auch die Bauer-Spitze in Australien. “People” und “Picture” gehören zu den so genannten Lad-Magazinen, die sich vorwiegend an junge Männer richten. Das australische “People” ist dabei nicht zu verwechseln mit der internationalen People-Zeitschrift gleichen Namens.

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Das Engagement der Bauer Media Group in Australien ist für die Verlegerin Yvonne Bauer seit Jahren nicht ganz konfliktfrei. So sorgte ein langwieriger Rechtsstreit mit der Hollywood-Schauspielerin Rebel Wilson (“Pitch Perfect”, “Brautalarm”) weltweit für Schlagzeilen, dann mussten aus wirtschaftlichen Gründen diverse Magazine eingestellt werden – darunter “Homes+”, “Recipes+”, “Yours” sowie die bekannte Frauenzeitschrift “Cosmopolitan” (MEEDIA berichtete). Auch Management-Wechsel gehörten bei der Bauer-Tochter in Sydney zur Tagesordnung. Mit der Übernahme von Pacific Magazines würden die Zeichen dort wieder auf Expansion gestellt.

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