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Umbau bei BurdaNews: Chef Burkhard Graßmann verlagert Vermarktung in die BCN-Gruppe

Burkhard Graßmann – Foto: Hubert Burda Media

Nach diversen Redaktionen richtet Hubert Burda Media nun auch die Vermarktung neu aus. So gibt das Münchener Medienhaus die Vermarktung der BurdaNews-Gruppe auf und verlagert diese in die Vermarktungsorganisation BCN. Betroffen von der Maßnahme sind bei der BurdaNews-Gruppe 28 Stellen in München und Hamburg, die wegfallen. Im Gegenzug will der Verlag bei BCN 23 neue Arbeitsplätze schaffen.

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Das Münchener Medienhaus Burda steht vor einem weiteren Umbau. Erst strich das Unternehmen bei den Redaktionen massiv Stellen. Betroffen hiervon war die BurdaStyle-Gruppe. Hier fielen bei den Frauentiteln „Freundin“ und „Instyle“ insgesamt 27 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer (MEEDIA berichtete). Ende Juli gaben die Münchener bekannt, dass die Fernsehzeitschrift „TV Spielfilm“ und die Beiboote “TV Today” und “TV Schlau” künftig von der Funke Mediengruppe produziert werden. Betroffen sind hiervon 53 Mitarbeiter (MEEDIA berichtete). Zum Ende des Jahres lässt Burda außerdem die Lizenz mit der Playboy Enterprises Inc nach 17 Jahren auslaufen. Verlagsleiterin Myriam Karsch und Chefredakteur Florian Boitin übernehmen die Marke. Sie führen den Titel in einer eigenständigen GmbH weiter. Betroffen sind hier 21 Arbeitsplätze (MEEDIA berichtete).

Nun folgt auch in der Vermarktung ein Umbau. Bislang hatte die BurdaNews-Gruppe, zu der unter anderem „Focus“, „TV Spielfilm“ sowie der „Playboy“ gehören, ihre Magazine selbst vermarktet. Das soll sich ab 2020 ändern. So gibt Geschäftsführer Burkhard Graßmann die entsprechenden Vermarktungsaktivitäten bei der BurdaNews-Gruppe auf und verlagert diese in den Vermarktungsarm BCN. Darüber informierte der Medienmanager heute die Belegschaft.

Betroffen von der Maßnahme sind bei BurdaNews 28 Stellen, die gestrichen werden, erfuhr MEEDIA aus Unternehmenskreisen. Die betroffenen Mitarbeiter können sich allerdings auf neue Stellen bewerben. Denn Graßmann will bei der BCN im Gegenzug 23 neue Stellen schaffen. Zur Neuausrichtung erklärt Burda auf Anfrage von MEEDIA: „BCN richtet zum 1. Januar 2020 ein neues Publishers Management ein, in dem Vermarktungsmandate betreut werden. Dazu zählt zum Beispiel auch der ADAC. Die BurdaNews hat sich entschieden, das BCN mit allen Vermarktungsaktivitäten der Medien von BurdaNews zu beauftragen.“ Ein Verlagssprecher fügt hinzu: „Die Vermarktungskollegen der BurdaNews in München und Hamburg werden ausdrücklich ermutigt, sich auf die neuen Stellen im BCN Publishers Management zu bewerben.“

Damit ist die Vermarktungsbranche weiter massiv in Bewegung. Auch andere Medienhäuser haben diesen Bereich auf den Prüfstand gestellt. Dazu gehört Media Impact (MI), das JointVenture von Axel Springer („Bild“, „Welt“) und Funke Mediengruppe. Hier will das MI-Management angeblich Standorte aufgegeben und Stellen streichen. Demnach ist seit längerem im Gespräch, dass der Standort in Hamburg auf der Kippe steht (MEEDIA berichtete).

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