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Medien-Woche: Warum geht der “Spiegel”-Fälscher Claas Relotius wirklich gegen Juan Morenos Buch vor?

“Die Medien-Woche” mit Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT)
"Die Medien-Woche" mit Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT)

Unser Podcast "Die Medien-Woche" mit Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (WELT) befasst sich diesmal mit der Klage des "Spiegel"-Fälschers Claas Relotius gegen das Enthüllungsbuch von Juan Moreno. Außerdem gibt es ein Interview mit Pantaflix-Chef Nicolas Paalzow.

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Alle Kommentare

  1. Da man nur hier und nicht beim anderen Thema kommentieren kann, hier die Antwort auf beide Fragen:

    1.) Warum hat der Spiegel Juan Moreno eigentlich keine Festanstellung angeboten?

    Herrgott, was für eine Frage. – Es gilt auch für den Spiegel das alte Sprichwort: “Man liebt den Verrat aber nicht den Verräter.”

    OK, beim Spiegel liebt man eigentlich beides nicht.

    Schon vergessen, dass man sich dort erst rührte, als Moreno – nach etlichen vergeblichen Versuchen intern etwas zu bewegen – damit drohte an die Öffentlichkeit zu gehen?

    Dann handelte man notgedrungen, mehr um Schadensbegrenzung bemüht, als an echtem Interesse an einer Aufklärung, so jedenfalls mein Eindruck. – Es war die Flucht nach vorn, weiter nichts.

    Nein, Moreno traut man dort nicht mehr, wahrscheinlich denken da noch zu viele insgeheim: “Hätte er geschwiegen, wäre uns das alles erspart geblieben.”

    Er wird keine Festanstellung kriegen, allerdings kann man ihn (aus naheliegenden Gründen, wegen der Außenwirkung) auch nicht völlig fallen lassen, deshalb bleibt der Status Quo als freier Mitarbeiter auch erstmal erhalten, bis etwas Gras über die Sache gewachsen ist. Vermute mal, danach wird man im Spiegel aber wohl eher nichts mehr von Moreno lesen.

    2.) Warum geht der Spiegel-Fälscher Relotius wirklich gegen Morenoa Buch vor?

    Diese Frage kann im Moment kein Mensch beantworten, da hierfür eindeutig zu wenig Informationen vorliegen.

    Eine Möglichkeit wäre, ein zutiefst menschliches Motiv: Rache. Wir werfen mal ein bissel mit Lehm gegen den, der mir das alles eingebrockt hat, vielleicht bleibt ja was hängen, wenigstens ein bissel Vergeltung muss sein.

    Die zweite Möglichkeit: Relotius war wirklich (und nicht umsonst) in einer Klinik in Süddeutschland. Sollte dies zutreffen, dann war der Heilungserfolg allerdings wohl eher bescheiden aber genau das wäre dann halt auch eine mögliche Antwort auf diese Frage.

    Ich persönlich halte das allerdings für die unwahrscheinlichste Variante, denn Relotius ist (und war) vermutlich nie verrückter, arroganter oder narzisstischer, als es für das Gesellschaftsressort des Spiegel damals ohnehin Einstellungsvoraussetzung war.

    Eine dritte Möglichkeit: Vielleicht hat Relotius ja schlicht und einfach recht?

    Vielleicht hat Moreno in seinem Buch ja wirklich ein paar “dramaturgische Höhepunkte” zuviel gesetzt und Relotius sagt sich jetzt eben: Es ist eh alles vorbei und verloren, was soll’s aber ich will mir wenigstens nicht noch Sachen anhängen lassen, die frei erfunden sind, noch dazu von einem, der das – im Gegensatz zu mir damals – nicht mal richtig kann?

    Morenos Verlag erklärte in seiner Stellungnahme nur, dass 22 Vorwürfe erhoben wurden, teilte von diesen 22 der Öffentlichkeit aber nur ein paar absurd-lächerliche mit, wie z.B., die Fragen, ob seine Bürotür meistens zu war oder nicht, ob er mit Praktikanten in einem Raum gearbeitet hat, ob er “immer” mit seinen Kollegen essen ging oder nicht, usw.

    Das kann auch Taktik sein, um ein gewünschtes Bild zu erzeugen.

    Möglich, dass diese vom Verlag veröffentlichte Krümmelkackerei eher Füllmaterial von Relotius Anwalts war, um so viel Masse wie möglich für seine Klage zu erhalten?

    Möglich auch, dass unter den 22 Vorwürfen vielleicht doch ein paar sehr viel ernstere sind, die Relotius vielleicht sogar noch beweisen kann?

    Wir wissen es nicht. Wir wissen gar nichts.

    Aber uninteressant ist das alles jedenfalls nicht.

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