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Führungsumbau bei der “Bild”-Gruppe: ProQuote rügt Rückschritt bei der Frauenquote

Edith Heitkämper vom Vorstand des Vereins ProQuote
Edith Heitkämper vom Vorstand des Vereins ProQuote Foto: NDR/Ulla Brauer

Die "Bild"-Gruppe steht vor einem Umbau. Springer-Chef Mathias Döpfner will die Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" zusammenrücken. Von der Maßnahme ist vermutlich auch die Führungsspitze betroffen. So könnte "Bild"-Chef Julian Reichelt den Posten der "Bams"-Chefin Marion Horn übernehmen. Das stößt beim Verein ProQuote sauer auf und befeuert die Diskussion um mehr Frauen in journalistischen Führungspositionen.

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Anfang November steht “Bild am Sonntag”-Chefredakteurin Marion Horn vor einer speziellen Diskussion. Zusammen mit Familienministerin Franziska Giffey und Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel wird sie die Ergebnisse einer neuen Studie des Vereins ProQuote erörtern, der untersucht hat, ob deutsche Zeitungen, Magazine oder Online-Portale mittlerweile mehr Frauen in journalistische Führungspositionen hieven.

Speziell ist die Diskussion für Horn deshalb, weil die Journalistin dem Vernehmen nach kurz davor steht, ihren Posten als Chefredakteurin der “BamS” zu verlieren – und dies ausgerechnet an einem Mann. Denn Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner plant, die Redaktionen von “Bild” und “BamS” zusammenzuführen. Dabei soll im Zuge des Umbaus “Bild”-Chef Julian Reichelt auch die Führung der sonntäglichen Ausgabe übernehmen. Zwar habe, so ein Sprecher von Axel Springer auf MEEDIA-Anfrage, das Unternehmen über die Personalie Horn noch nicht entschieden. Dies wolle Reichelt gemeinsam mit Horn in den nächsten Wochen vornehmen, heißt es bei Springer mit Verweis auf ein jüngstes Interview mit dem Bild-Chef im “Spiegel”. Doch dem Vernehmen nach verhandelt die gestandene Boulevard-Journalistin bereits seit Längerem mit ihrem Arbeitgeber über die Konditionen ihres Ausscheidens.

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Der Abgang von Horn als Chefredakteurin eines der größten Blätter des Landes wird von ProQuote-Vorstandsfrau Edith Heitkämper kritisiert. Sie moniert, dass der Springer-Vorstand bei der roten Gruppe in frühere Muster zurückfällt und Männern ganz das Feld in journalistischen Spitzenpositionen überlässt. “Es ist bedauerlich, dass die ‘Bild’-Gruppe wieder alle Führungsmacht in männliche Hände legt. Eigentlich war die ‘Bild’-Gruppe mit mehreren Frauen in Spitzenpositionen auf einem guten Weg. Schade, dass es nun wieder rückwärts geht”, sagt Heitkämper und ergänzt: “Diese Diskussion zeigt einmal mehr, wie wichtig die Arbeit unseres Vereins ProQuote Medien ist.“ Geplant ist die Gesprächsrunde am 7. November im Gruner + Jahr-Verlagshaus am Baumwall.

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Alle Kommentare

  1. Was für Eltern muss man haben,
    wie ignorant und karrieregeil muss man sein,
    um Leitungsjobs zu fordern
    bei diesem sch*** Verein.

  2. ProQuote, die AsF der Medien beweist wieder einmal ihre leistungsfeindliche Denke: Daher muss aus linker PQ-Sicht die Bams-Auflagen-Versenkerin Horn weiter im Amt bleiben, damit es bei Springer schneller bergab und dem Ende entgegen geht. Schon klar oder?

  3. Herrgott, der Blome ist ganz weg und war keine Frau.

    Vielleicht stehen im Moment, also jetzt, wo es drauf ankommt, ja ganz einfach nur zu wenig ausreichend qualifizierte Frauen zur Verfügung?

    Das kann sich in Zukunft ja ändern aber jetzt scheint es wohl so zu sein.

    Ein Unternehmen, dass letztlich um sein wirtschaftliches Überleben kämpft, kann sich den Luxus von reinen Quotenfrauen an entscheidenden Positionen nun mal nicht leisten, so einfach ist das.

    Aber gut, Frau Heitkämpfers Aufgabe als Vorstand dieses Vereines, ist es nun mal alle vollzumeckern, die auch nur eine Führungsposition mir dem ihrer Meinung nach “falschen” Geschlecht besetzen.

    Um ausreichende Sachkenntnis und Folgen für das Unternehmen, wenn diese nicht vorhanden ist, muss sie sich keine Sorgen machen und tut das ja auch wirklich nicht.

    So ordne ich das ein.

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