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Auf Anordnung von Trump: Behörden sollen Abos von “NYT” und “Washington Post” nicht erneuern 

Donald Trump
Donald Trump Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Die "New York Times" und die "Washington Post" werden wegen ihrer kritischen Berichterstattung immer wieder zum Ziel von Angriffen von US-Präsident Donald Trump. Nun will das Weiße Haus, dass Bundesbehörden die beiden Publikationen künftig nicht mehr beziehen.

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“Die Abonnements über alle Bundesbehörden hinweg nicht zu erneuern, wird eine erhebliche Kostenersparnis für Steuerzahler bedeuten, Hunderttausende Dollar”, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, am Donnerstag mit. Trump wirft den beiden Zeitungen und anderen Medien, die kritisch über ihn berichten, regelmäßig die Verbreitung von “Fake News” vor.

Arbeitet das Weiße Haus an einer Direktive?

Kritiker beschuldigen Trump, einer der größten Verbreiter von “Fake News” zu sein. Nach den Faktencheckern der “Washington Post” hat Trump in seinen ersten knapp 1000 Tagen im Amt 13.435 falsche oder irreführende Aussagen getätigt. Aus Grishams Mitteilung ging nicht hervor, wie Bundesbehörden konkret dazu gebracht werden sollen, die beiden Zeitungen nicht mehr zu beziehen. Das “Wall Street Journal” berichtete unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter, das Weiße Haus arbeite daran, eine entsprechende Direktive umzusetzen.

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Trump hatte dem Sender Fox News am Montag gesagt, die “New York Times” sei eine “Fake-Zeitung”, die er nicht mehr im Weißen Haus haben wolle. Vermutlich werde das Weiße Haus den Bezug der “New York Times” und auch der “Washington Post” stoppen. Im vergangenen Monat hatte Trump die beiden Zeitungen – die zu den führenden Qualitätsmedien in den USA gehören und auch international einen hervorragenden Ruf genießen – als “Feinde des Volkes” bezeichnet.

dpa

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Alle Kommentare

  1. In den US weiß man doch schon längst, dass nur noch kommunistische Staatsfeinde und Pädophile diese Schmierblätter lesen.
    Da ist der Präsident nur konsequent.

  2. Das kommt letztendlich dabei raus, wenn man sogenannte Eliten- und Intellektuellenkritik zum konstituierenden Kern der eigenen Politik macht. Selbstredend werden diese Kreise den trumpschen Narrativ weiter angehen. Das der Präsidenten-Darsteller nun schon von Feinden des Volkes spricht, lässt tief blicken und legt sein beunruhigendes Demokratieverständnis frei. Wenn ich doch nur drauf kommen würde, wo ich schon mal die Kombination aus Gegnerschaft zu einem imaginierten Volk und struktureller Intellektuellenkritik gesehen habe?

    1. “Das der Präsidenten-Darsteller nun schon von Feinden des Volkes spricht, lässt tief blicken und legt sein beunruhigendes Demokratieverständnis frei.”

      Ach naja, das Demokratieverständnis bestimmter Politiker, Journalisten und Künstler – hier bei uns in Deutschland wohlgemerkt – lässt auch tief blicken, in Abgründe nämlich.

      “Wenn ich doch nur drauf kommen würde, wo ich schon mal die Kombination aus Gegnerschaft zu einem imaginierten Volk und struktureller Intellektuellenkritik gesehen habe?”

      Möglicherweise auf achgut? Dort findet man nämlich viele und intellektuell auch durchaus anspruchsvolle Beiträge zu den verschiedensten Themen. Broder ist einfach Klasse aber auch die anderen Autoren bringen es auf den Punkt.

      Allerdings muss ich die warnen: Sie werden dort nicht auf alle Fragen eine Antwort finden, manchmal bleiben wirklich auch nur Fragen.

      Nein? – Sie lesen nicht auf “solchen” Seiten? Sie zählen sich zu den richtig Guten?

      Na, dann war es vielleicht beim letzten Grönemeyer-Konzert, da sind die “richtig richtig guten” ja bekanntlich unter sich und zu dem was intellektuell dabei rauskam , darüber schrieb die Welt (aber nicht etwa nur die) dann später zusammenfassend:

      “Auch inhaltlich gibt es Kritik am Sänger, der die meiste Zeit mit seiner Familie in London lebt.

      Der Satz „Dann liegt es an uns zu diktieren, wie ne Gesellschaft auszusehen hat“ wird mit „verstörend“, „gruselig“ oder „Das war eine Entgleisung“ kommentiert. Auch der Vergleich zu Goebbels fällt.”

      Ja, so ist das. Der Weg zur Hölle (Diktatur) ist bekanntlich immer (!) mit “guten Vorsätzen” gepflastert. Wir sind die Guten, also heiligt der Zweck auch die Mittel – für manche auch jedes Mittel.

      Zurück zu Trump und seinem Demokratieverständnis, über das sie sich hier ja so genüßlich ausgelassen haben:

      Glashaus –> Steine

      So ist es wirklich.

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