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30 Prozent “fernsehpublizistische Inhalte”: RTLzwei behält den Status als Vollprogramm

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Weil RTLzwei 2018 seine Nachrichten an eine Produktionsfirma auslagerte, prüfte die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) den Status des Senders als Vollprogramm. Die Prüfung wurde nun beendet, RTLzwei darf sich weiter Vollprogramm nennen. Auch dank der zahlreichen Sozial-Dokus im Programm.

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Über die Entscheidung der ZAK berichtete zuerst DWDL.de. Eine Programmstrukturanalyse der zuständigen Landesmedienanstalt LPR Hessen habe ergeben, dass der Sender auch nach der Nachrichten-Reform noch 79 Prozent redaktionelles Programm aufweist. Davon seien 30 Prozent den so genannten “fernsehpublizistischen Inhalten” zuzurechnen, die aussschlagebend sind für den Status als Vollprogramm. Zu “fernsehpublizistischen Angeboten” zählen nach Ansicht der Medienaufsicht auch Sozial-Dokus wie “Hartz und herzlich” und “Armes Deutschland”. Auch Sendungen wie “Teenie Mütter”, “Einfach hairlich – Die Friseure” oder “Hausenblas – Die Staubsaugervertreter Deluxe” fallen in diese Kategorie.

Um den Status als Vollprogramm zu erhalten, muss ein Sender lediglich einen Anteil von zehn Prozent an “fernsehpublizistischen Inhalten” aufweisen; RTLzwei liegt mit 30 Prozent klar darüber. Die ZAK ließ allerdings laut DWDL.de auch durchblicken, dass ein größerer Anteil an klassischen Nachrichtensendungen wünschenswert sei. Dem muss der Sender freilich nicht nachkommen.

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RTLzwei lässt seine Nachrichten seit 1. Januar 2019 von der Produktionsgesellschaft infoNetwork produzieren. Die RTL2 Produktion GmbH & Co. KG, die die News-Sendung drei Jahre lang in Berlin produziert hat, wurde aufgelöst. Gleichzeitig rückten die Hauptnachrichten bei RTLzwei von 20 auf 17 Uhr (MEEDIA berichtete).

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