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Die Zukunft von WeWork: Was passiert mit dem hochdefizitären Startup?

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Der geplante Börsengang ist bereits gescheitert, nun geht es um die Zukunft des Büroraumvermieters WeWork. Laut einem "Handelsblatt"-Bericht liegen verschiedene Optionen auf dem Tisch, die dem hochdefizitären Startup neues Geld einbringen könnten.

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Kürzlich war bereits der geplante Börsengang gescheitert. Laut US-Medien peilte WeWork zuletzt nur noch eine Bewertung von rund zehn Milliarden US-Dollar an. Bei einer Finanzierungsrunde im Januar war das Unternehmen von Investoren noch auf 47 Milliarden Dollar taxiert worden.

Zweifel am bislang sehr verlustreichen Geschäftsmodell und an der Machtfülle des umstrittenen Chefs und Mitgründers Adam Neumann haben Anlegern scheinbar die Laune verdorben. Es wäre nicht der erste große US-Börsengang, der in diesem Jahr gründlich missglückt: Im Mai hatte bereits der Fahrdienstvermittler Uber die Erwartungen bei seiner Premiere an der New Yorker Börse stark enttäuscht.

Dem Startup WeWork könnte nun bereits Ende November das Geld ausgehen – und damit deutlich früher als noch im September dieses Jahres angenommen. Analysten hatten zu dem Zeitpunkt vermutet, dass die Reserven bis ins Frühjahr 2020 reichen. Nun soll der Büroraumvermieter über neue Finanzhilfen verhandeln, wie das “Handelsblatt” berichtet.

Das Wirtschaftsblatt analysiert nun drei Optionen, die dem hochdefizitären Unternehmen bevorstehen könnten. Laut Bericht soll JP Morgan Chase, Amerikas größte Bank, ein Konsortium anführen, das ein Finanzierungspaket von fünf Milliarden Dollar schnüren will. Etwa zwei Milliarden seien demnach sogenannte unbesicherte Anleihen. JP Morgan biete die Papiere derzeit rund 100 Investoren an.

Galloway denkt über ein Insolvenzverfahren nach

Option Nr. 2 bestünde in neuen Mitteln von Großinvestor Softbank, ein japanischer Technologiekonzern, der knapp 30 Prozent der Anteile an WeWork hält. Auch in diesem Szenario werde über fünf Milliarden Dollar gesprochen, “die zum Teil durch Schulden und zum Teil durch die Ausgabe von neuen Anteilen geschehen soll”. Allerdings soll die Bewertung deutlich niedriger sein.

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Der dritte Weg könnte in einem Insolvenzverfahren bestehen, den der Marketing-Professor Scott Galloway vorige Woche beschrieb. Mit solch einem Schritt, so die Idee, könne das Startup am schnellste restrukturiert werden. Somit könne das Unternehmen jene Mietverträge abwerfen, die hohe Verluste verursachen – die guten allerdings behalten.

Die Geschäftsführung will sich in den kommenden Tagen laut Branchenkreisen für eine der drei Optionen entscheiden.

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