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Rote Gruppe vor Umbau: Redaktionen von „Bild“ und „BamS“ sollen zusammengelegt werden

"Bild"-Chef Julian Reichelt

Der Umbau des Berliner Medienkonzerns Axel Springer nimmt konkrete Formen an: Vorstandschef Mathias Döpfner plant, die Redaktionen von „Bild“ und „Bild am Sonntag“ zusammenzulegen. Entsprechende Einzelheiten hierzu will das Printhaus offenbar am Montag bekanntgeben. Auf Anfrage von MEEDIA will sich ein Verlagssprecher hierzu nicht äußern.

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Die Unruhe in der Belegschaft bei Axel Springer wächst. Das Berliner Medienhaus will am Montag nähere Einzelheiten über die Umbau der „Bild“-Gruppe bekannt geben. Dies erfuhr MEEDIA aus Firmenkreisen. Danach sollen die Redaktionen von „Bild“ und „Bild am Sonntag“(„BamS“) fusionieren. Ein Sprecher von Axel Springer wollte sich hierzu auf Anfrage von MEEDIA nicht äußern.

Damt würde die „Bild“-Gruppe eine neue Struktur bekommen. Bislang arbeiten die Redaktionen von „Bild“ und „BamS“ getrennt. An dieser Struktur will Springer-Chef Mathias Döpfner nicht mehr festhalten. Trotz der Neuausrichtung soll die „Bams“ aber als Marke weiterhin erhalten bleiben, heißt es. Angeblich sollen die geplante Maßnahmen von einem Stellenabbau begleitet werden. Zuletzt machten Gerüchte die Runde, dass sich Axel Springer von rund 20 Prozent der „Bild“-Belegschaft trennen will. In Firmenkreisen hieß es zuletzt, dass sich der Betriebsrat bereits auf Sozialplan-Verhandlungen einstellt. Der Springer-Vorstand hatte vor wenigen Tagen getagt, um über die Personalmaßnahmen zu beraten.

Mit der Fusion der Redaktionen soll sich auch die Führungsriege der „Bild“-Gruppe ändern. Demnach soll der derzeitige „Bild“-Chef Julian Reichelt mehr Macht erhalten und zum Vorsitzendem der Chefredaktion der fusionierten „Bild“-Gruppe aufsteigen. Opfer der neuen Struktur ist laut einem Bericht des Fachblattes „Horizont“ die Bams-Chefredakteurin Marion Horn. Sie soll Springer womöglich verlassen.

Hintergrund für die neue Redaktionsstruktur ist ein radikaler Sparkurs, den Vorstandschef Döpfner nach dem Einstieg des US-Finanzinvestors KKR dem Berliner Medienunternehmen verordnet hat. So beabsichtigt er, in diversen Bereichen auf die Kostenbremse zu treten. Davon betroffen sind neben der „Bild“ und „Welt“ auch die Zeitschriften, die Holding sowie die Druckereien. Erst am Freitag wurde bekannt, dass der Druckereichef Thomas Drensek dem Unternehmen den Rücken kehren will. (MEEDIA berichtete)

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