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Management-Buy-Out bei der “Mopo”? Geschäftsführerin Molzow soll mit Investoren ein Angebot abgegeben haben

“Mopo”-Geschäftsführerin Susan Molzow
"Mopo"-Geschäftsführerin Susan Molzow

Kurz vor einem möglichen Verkauf dünnt sich die Führungsriege der "Hamburger Morgenpost" weiter aus. Nach Abgängen des Vize-Chefredakteurs, Sport- sowie Vermarktungschefs verlässt nun auch die Chefreporterin Rike Schulz das Blatt und wechselt als Vize-Chefin zur "Neue Post". Unterdessen machen neue Gerüchte über die Zukunft der "Mopo" in der Hamburger Medienszene die Runde. Es geht um ein mögliches Management-Buy-Out.

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Demnach soll sich die Führung unter Geschäftsführerin Susan Molzow mit Partnern aus dem Hamburger Umfeld um ein Management-Buy-Out für die Zeitung bemühen. Angeblich sollen Molzow und weitere Investoren ein Angebot abgegeben haben, das aber bislang von DuMont abgelehnt wird, heißt es im Branchenumfeld. Dreh- und Angelpunkt soll unter anderem die lukrative Beteiligung der “Mopo” am norddeutschen Radiosender Radio Hamburg sein. Sollte es zu einem Verkauf kommen, wäre sie für ein neuen Eigentümer eine wichtige Einnahmequelle, um die weitere Zukunft der Zeitung zu gestalten. Wie eine Sprecherin von Radio Hamburg mitteilt, ist die Morgenpost Verlag GmbH mit fünf Prozent an dem Hörfunksender beteiligt. Die Kölner Zeitungsgruppe will sich von ihrem gesamten Portfolio an Regionalzeitungen trennen. Dazu gehören neben der “Hamburger Morgenpost”, die “Mitteldeutsche Zeitung” sowie der “Kölner Stadt-Anzeiger” und der  “Express”. Erst jüngst hat DuMont den Berliner Verlag an das Berliner Unternehmerehepaar Silke und Holger Friedrichs veräußert. (MEEDIA berichtete).

DuMont hält sich auf Anfrage von MEEDIA zu den neuen Spekulationen zur “Mopo” bedeckt: “Es gibt noch keine Entscheidungen für die Standorte Köln, Halle und Hamburg. Hier läuft aktuell noch die Prüfung der strategischen Optionen. Wir gehen nach wie vor davon aus, diesen Prüfprozess bis Jahresende abgeschlossen zu haben. Entsprechend werden wir spätestens Ende 2019 darüber informieren, wie die weiteren Teile des DuMont Portfolios im Geschäftsfeld Regionalmedien – insbesondere die Medienhäuser sowie die Medien- und Management-Services, Druck und Logistik – fortgeführt werden”, erklärt eine Sprecherin. Susan Molzow will sich hierzu auf Anfrage nicht äußern und verweist auf die Öffentlichkeitsarbeit von DuMont.

Nächster prominenter Abgang
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Auch was Personalien betrifft, kommt “Hamburger Morgenpost” nicht zur Ruhe. Immer mehr hochkarätige Manager und Journalisten gehen bei dem Hamburger Traditionsblatt von Bord. Nach Vize-Chefredakteur Maik Koltermann und Sportchef Matthias Linnenbrügger sowie Vermarktungschef Martin Stedler verlässt nun auch die Chefreporterin Rike Schulz die Tageszeitung. Dies bestätigt ein Sprecher des Kölner Medienhauses DuMont auf Nachfrage. Die Society-Journalistin wechselt zum 1. Dezember als Vize-Chefredakteurin zur “Neue Post” und Redaktionsagentur Bauer Stars & Stories Experts, die zum Hamburger Bauer Verlag gehört. Sie ergänzt in ihrer neuen Funktion das Führungsteam um den 43-jährige Chefredakteur Eike Lange.

Dies bestätigt Dittmar Jurko, Verlagsleiter des Yellow-Segments bei der Bauer Media Group: “Wir freuen uns sehr, dass wir mit Rike Schulz eine ausgewiesene Promi-Expertin in unser Yellow-Team holen, die in der Branche bestens vernetzt ist. Mit ihrer langjährigen Erfahrung als verantwortliche Redakteurin für unterschiedliche Medienformate und ihr umfangreiches Knowhow im Content Management-Bereich wird sie gemeinsam mit Eike Lange und Tanja Milbourn neue Impulse für unsere Leuchtturm-Marke ‘Neue Post’ und das gesamte Yellow-Portfolio der Bauer Media Group setzen”, so Jurko. Schulz kenne die “Neue Post” gut, sie war bereits 2004 als verantwortliche Redakteurin bei der Zeitschrift tätig.

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  2. Mal nix zur Sache – bloß ein Kompliment an Greg Lipinski! Der Name fällt seit langem mit einer stets qualifizierten Hintergrundberichterstattung zum Branchengeschehen auf, dass man so nicht überall präsentiert bekommt – Chapeau!

  3. Die Hamburger Morgenpost bräuchte ein “Management Throw Out” zum überleben. Und zwar schnell.

  4. “Ein Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten.” – Ambrose Gwinnett Bierce –

    “Zeitungsherausgebern scheint die Konstitution der Götter von »Walhall« zu eigen: Tagtäglich hauen sie einander in Stücke und stehen jeden Morgen vollkommen munter und gesund wieder auf.” – Edgar Allan Poe

    Mut, Kreativität und MBOs werden auch in HH belohnt – es braut sich Neues zusammen.

  5. Management-Buy-Out bei der “Mopo”?

    Soll das ein Witz sein? Welche Zeitung sollen die denn jetzt kaputt machen? Reicht nicht die “Mopo”?

    Bei unserem hiesigen Tageblatt sah ich im vorbeifahren ein Männlein zwischen den Abfallcontainern fegen, während oben am Fenster im 3. Stock ein Mann telefonierte und meinem Eindruck nach den zwischen den Abfallcontainern fegenden zusah. Wären die vom Management-Buy-Out dort nicht besser aufgehoben, als gleich mit einer neuen Führungsaufgabe betraut zu werden?

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