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Cover-Check: Solide Zahlen für “Spiegel” und “stern”, doch der “Focus” floppt am Kiosk massiv mit “Inside AfD”

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Rückschlag für den "Focus": Nachdem das Magazin eine Woche zuvor mit dem Thema "Besser sehen - Die richtige Medizin für Ihre Augen" noch weit über sein Einzelverkaufs-Normalniveau gesprungen war, stürzte er mit Ausgabe 35/2019 und dem Titel "Inside AfD" ab: Nur 41.899 Exemplare wurden im Einzelhandel laut IVW abgesetzt - fünftschlechtester Wert des bisherigen Jahres. Leicht über ihre Durchschnittszahlen sprangen hingegen "Der Spiegel" und der "stern".

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“Der Spiegel” titelte auf seiner Ausgabe 35/2019: “So isser, der Ossi” und zeigte den berühmt gewordenen schwarz-rot-goldenen Schlapphut. “Klischee und Wirklichkeit: Wie der Osten tickt – und warum er anders wählt” lautete die Unterzeile im Vorfeld der Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen. Das umstrittene Cover war im Einzelhandel ein solider Verkäufer: 176.578 Exemplare sind zwar weniger als in den drei vorigen Wochen und auch weniger als im Durchschnitt der jüngsten drei Monate (179.000), doch immerhin mehr als im Durchschnitt der jüngsten 12 Monate (173.400). Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen kam die Ausgabe auf eine verkaufte Auflage von 714.916, darunter der erneute Rekord von 104.699 ePapers bzw. Spiegel-Plus-Kunden.

Der “stern” übertraf mit seinem Heft 35/2019 sogar beide Vergleichswerte, also den 12-Monats-Durchschnitt von derzeit 125.100 Einzelverkäufen, als auch den 3-Monats-Durchschnitt von 122.300. Gelungen ist das mit dem Titelthema “Wie geht’s unserem Wald?” von und mit Bestseller-Autor Peter Wohlleben. 126.487 griffen in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen, etc. zu, damit war die Ausgabe der bestverkaufte “stern” seit vier Wochen und der zweitbeste der aktuellsten zehn Wochen. Insgesamt wurden von der Ausgabe 463.305 Exemplare abgesetzt, 24.355 davon als ePaper.

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Der Verlierer der Cover-Check-Woche 35 heißt somit eindeutig “Focus”. Nur 41.899 Einzelverkäufe verzeichnet die IVW für die entsprechende Ausgabe – fünftschlechtester Wert des bisherigen Jahres und einer, der deutlich unter dem 12-Monats-Durchschnitt von derzeit 57.100 Exemplaren, sowie dem 3-Monats-Durchschnitt von 57.300 liegt. Passiert ist das mit dem Titelthema “Inside AfD – So tickt die Partei, die Deutschland (nach rechts) bewegt. Wer hat das Sagen? Wie radikal ist sie? Und was will sie?” Interessiert hat die Story offenbar nur wenige potenzielle “Focus”-Käufer. Zum Vergleich: Eine Woche zuvor kam das Gesundheits-Thema “Besser sehen” noch auf 97.002 Einzelverkäufe, also deutlich mehr als doppelt so viele wie mit “Inside AfD”. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 355.939 Exemplaren, inklusive 53.029 ePapers.

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Alle Kommentare

  1. Es gibt einfach zu viel “Inside AfD”. Das will keiner mehr lesen.

    Beim FOCUS habe ich mehr und mehr den Einruck das es finanziell nicht mehr so gut läuft. Wer sich deren Online Auftritt anschaut der findet mehr und mehr billig zusammengekaufte Titel bis hin zu Artikeln die purer clicky clickbait sind. So was bietet selbst die BILD seiner Leserschaft nicht an. Wenigsten werden die Leserkommentare bei FOCUS nicht mehr so drastisch zensiert, wie anderswo. Einen peinlichen 100%igen Jubelkommentarfaden zu Mahatma Habeck gibt es dort nicht.

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