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“Keine Alternative”: Reisekonzern Thomas Cook ist pleite

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Der britische Reisekonzern Thomas Cook ist pleite. Das Unternehmen hat in der Nacht zum Montag seine Geschäfte eingestellt und ein Konkursverfahren eingeleitet. Man habe keine Alternative mehr gesehen, teilte die Firma mit.

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Am Sonntag hatte es noch Gespräche mit Investoren gegeben. Thomas Cook wollte 226 Millionen Euro zusätzliches Kapital einholen. Allerdings sind die Gespräche gescheitert.

Im Mai gab das Unternehmen an, rund 1,42 Milliarden Euro Schulden zu haben. Nicht zuletzt die Ungewissheit um den geplanten Brexit spielten dabei eine Rolle. Die Nachfrage nach Urlauben sei geringer gewesen als üblich. Aber auch hohe Treibstoff- und Hotelkosten belasten die Bilanz.

Thomas Cook ist der älteste Touristikkonzern der Welt und betreibt Hotels, Resorts und Airlines. 105 Flugzeuge gehören zum Konzern, 58 davon zum deutschen Ferienflieger Condor. Dort werde der Flugbetrieb aufrecht erhalten, hieß es zunächst. Bei der Bundesregierung sei dafür ein Überbrückungskredit beantragt worden. Thomas Cook Fluggäste darf Condor jedoch nicht mehr annehmen. Auch die deutschen Veranstaltertöchter, zu denen Marken wie Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Öger Tours, Air Marin und Thomas Cook Signature gehören, haben den Verkauf von Reisen nach eigenen Angaben gestoppt.

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Von dem Konkurs sind derzeit 600.000 Touristen im Ausland betroffen, die nun, auch mit Unterstützung der britischen Regierung, nach Hause geholt werden.

rt

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