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Mathias Döpfner: Axel Springer will nach KKR-Einstieg sparen und Jobs abbauen

Springer-Chef Mathias Döpfner – Foto: Axel Springer

Der Medienkonzern Axel Springer will nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR einen harten Sparkurs fahren. Die Zeitungen „Welt“ und „Bild“ sowie die Druckereien und Zeitschriften sind davon betroffen, wie Springer-Chef Mathias Döpfner im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ ankündigte.

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„Auch in den vergangenen 15 Jahren haben wir immer wieder restrukturiert und Kosten angepasst“, sagte der Springer-Vorstandsvorsitzende in der Montagsausgabe der „SZ“. „In der Vergangenheit hatten wir aber immer eine Limitierung: Die Kosten für Veränderung durften nicht zu hoch sein, um nicht das nächste Quartalsergebnis zu verderben.“ Entsprechende Maßnahmen habe man scheibchenweise durchführen müssen. „Jetzt können wir alles, was sinnvoll ist, schneller machen.“ Das klinge nicht nur nach einem großen Schnitt, sagte Döpfner, „das ist einer“.

Details zu konkreten Veränderungen nannte Döpfner nicht. „Wo digitales Wachstum gelingt, werden wir investieren und Mitarbeiter einstellen oder umlernen, wo möglich. Wo strukturell Umsatzrückgang herrscht, müssen wir restrukturieren und Arbeitsplätze abbauen. Es wird eine Umschichtung geben.“ In der Summe werde das Medienunternehmen aber Arbeitsplätze aufbauen.

Verkleinerungen der Chefredaktion

Veränderungen seien in sämtlichen Bereichen denkbar: „Das betrifft die ‚Welt‘, aber auch die ‚Bild‘-Zeitung, die Druckereien, Zeitschriften – alles“, sagte Döpfner. Zu möglichen Auswirkungen auf die Chefredaktion der „Bild“-Zeitung sagte er: „Ich bin mit der Chefredaktion von ‚Bild‘ und ‚Welt‘ extrem zufrieden, da wird es vielleicht Verkleinerungen, aber keine spektakulären Änderungen geben. Grundsätzlich aber gilt: Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen. Wir verschlanken die Hierarchien.“

Bekenntnis zur „Welt“

Das Unternehmen wolle auf allen Feldern finanziell erfolgreich sein. „Zur ‚Welt‘ wollten wir uns aber besonders ausdrücklich bekennen“, sagte Döpfner. „Auch wenn sie nicht zur Steigerung der Durchschnittsrendite des Hauses beiträgt, ist sie ein essenzieller Teil von Axel Springer.“ Die Sicherheit der Welt-Gruppe sei heute größer, als sie je in den vergangenen Jahrzehnten gewesen sei, sagte der Springer-Chef.

Nach Überzeugung von Hauptaktionärin Friede Springer wird das Medienunternehmen die gedruckten Ausgaben nicht irgendwann einstellen: „Das wird nicht passieren. Allein das Rascheln des Papiers – wunderbar! Ich lese jeden Tag gedruckte Zeitungen, es geht gar nicht ohne, ich habe die alle morgens um fünf im Briefkasten“, sagte die Witwe von Verlagsgründer Axel Springer.

dpa

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