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Ove Saffe vor dem Absprung? Zeitungschef soll angeblich der Funke Mediengruppe den Rücken kehren

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©Foto: imago/epd

Ove Saffe, Konzerngeschäftsführer der Funke Mediengruppe und dort für das Zeitungsgeschäft verantwortlich, soll das Unternehmen verlassen. Die Hintergründe für den Rückzug erscheinen vielschichtig. Zum einen ist von einem Machtkampf zwischen Saffe und dem Funke-Co-Geschäftsführer Andreas Schoo die Rede. Zum anderen soll das Zeitungsgeschäft finanziell stärker kriseln als bisher gedacht.

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Die Funke Mediengruppe steht vor unruhigen Zeiten: Der frühere “Stern”- und “Spiegel”-Geschäftsführer Saffe, der als Konzerngeschäftsführer für den gesamten Zeitungsbereich unter anderem für Titel wie “WAZ”, “Westfälische Rundschau”, “Braunschweiger Zeitung” und “Thüringer Allgemeine” verantwortlich ist, soll angeblich das Unternehmen verlassen. Das berichtet als erstes das Branchenfachblatt “Horizont“. Der Medienmanager ist seit 2015 bei Funke aktiv und war hier zunächst für die beiden Regionaltitel “Hamburger Abendblatt” und “Berliner Morgenpost” zuständig.

Machtkampf und Misserfolge

Ein Funke-Sprecher war bislang für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Julia Becker, der Vorsitzenden des Aufsichtsrates, “stellt zudem fest, dass wir auf jeden Fall den Vertrag von Herrn Saffe erfüllen werden“, heißt es bei “Horizont”. Die Hintergründe für den Rückzug von Saffe scheinen vielschichtig. Ein Auslöser könnte möglicherweise ein Machtkampf zwischen Saffe und dem Co-Geschäftsführer Andreas Schoo sein. Der ehemalige Bauer-Manager ist bei der Funke Mediengruppe schnell die Karriereleiter aufgestiegen. So wurde der 58-Jährige in kurzer Zeit von den Gesellschaftern zum Sprecher der Geschäftsführung ernannt. Seither soll es zwischen den beiden Managern immer mehr zu Unstimmigkeiten über die Konzernstrategie gekommen sein.

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Ein weiterer Grund für ein Ausscheiden von Saffe könnte die schwache Ertragslage sein. So verweist “Horizont” auf miserable Zahlen im Zeitungsgeschäft. Laut dem Blatt ist auch von “Verlusten in Berlin und Thüringen“ die Rede und “von gefährlich sinkenden Erträgen an den übrigen Standorten.“ Die Demission des früheren “Spiegel”-Verlagschef ist vor allem für den Kölner Konkurrenten DuMont kein gutes Zeichen. Die Mediengruppe sucht seit Längerem nach einem Käufern für ihr vielfältiges Reich an Regionalzeitungen. Zuletzt war hier auch die Funke Mediengruppe als potenzieller Interessent im Gespräch. Sollten die Ertragslage im Zeitungsgeschäft tatsächlich so problematisch wie dargestellt sein, dürften sich die Funke-Gesellschafter einen Kauf von DuMont-Titel genau überlegen.

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