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Über 100.000 gelöschte Clips: Youtube entfernt Rekordzahl an Hass-Videos 

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YouTube musste im vergangenen Quartal so viele Videos wegen "Hate Speech" löschen wie noch nie. Die Anzahl gelöschter Clips habe sich auf über 100.000 mehr als verfünffacht, teilte die Chefin Susan Wojcicki in einem Blogeintrag mit. Über 85 Prozent der Videos mit verbotenen Inhalten findet mittlerweile der Algorithmus.

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Youtube geht verstärkt gegen Hassreden und Hasskommentare auf der Videoplattform vor. Die Zahl der wegen “Hate Speech” gelöschten Videos habe sich im vergangenen Quartal auf über 100.000 mehr als verfünffacht, teilte Youtube-Chefin Susan Wojcicki am Dienstag in einem Blogeintrag mit. Im selben Zeitraum seien über 17.000 Youtube-Kanäle wegen Hassinhalten gesperrt und mehr als 500 Millionen Kommentare unter Videos entfernt worden.

Die Zahl der Aufrufe von Videos mit verbotenen Inhalten sei in den vergangenen anderthalb Jahren um 80 Prozent gesunken, so Wojcicki. Diese Entwicklung verstehe man als Erfolg der eigenen Bemühungen. Insgesamt setze die Youtube-Mutter Google mehr als 10.000 Mitarbeiter ein, um Inhalte zu löschen, die gegen die Richtlinien der Videoplattform verstoßen. Neben Hassreden und Hasskommentaren sollen diese Richtlinien vor allem Urheberrechtsverletzungen, Gewalt- und Sexdarstellungen unterbinden.

87 Prozent der entfernten Videos findet ein Algorithmus

Beim Erkennen und Entfernen von verbotenen Inhalten erhalten die Google-Mitarbeiter Unterstützung von einem Computerprogramm. 87 Prozent der insgesamt 9 Millionen Videos, die Youtube im vergangenen Quartal entfernt habe, seien von dem Algorithmus identifiziert und erst danach von Mitarbeitern geprüft worden, hieß es in dem Blogeintrag. 80 Prozent der maschinell erkannten Videos konnten demnach gelöscht werden, bevor sie auch nur ein einziges Mal angesehen wurden.

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Die Statistik zum Löschen von Videos legt Youtube regelmäßig vor. Der Google-Videoplattform und anderen Online-Firmen wird immer wieder vorgeworfen, extremistische Inhalte nicht schnell genug zu entfernen. Youtube muss sich allerdings auch mit Vorwürfen auseinandersetzen, zu viele Inhalte zu löschen. So beschwerten sich Mitglieder der rechtsgerichteten Alt-Right-Bewegung in den USA, wenn einzelne Videos oder komplette Kanäle von Youtube verschwanden.

dpa

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Alle Kommentare

  1. Pardon, freut mich, daß ich mich geirrt habe, was darauf geruht, daß ich den Cache meines Browsers nicht geleert habe.

    Besser als ich dachte!

    Chapeau!

  2. Ich hatte die Löschung erwartet. Das war ein Test, mit Screenshot etc dokumentiert.

    Hätte mich auch gewundert, wenn die Website, die sich mit den Lügenmedien beschäftigt, selbst ehrlich wäre.

    Verschweigen ist die schlimmste Form der Lüge!

  3. Hahaha!

    Hier zwei Beispiele was heute unter Hassrede fällt:

    Facebook sperrt Nutzer wegen Zitaten des SPD-Altkanzlers

    Beanstandet wurde in seinem Fall unter anderem eine Aussage Helmut Schmidts aus dem Jahr 1992. Damals sagte er in der „Frankfurter Rundschau“:

    „Die Vorstellung, dass eine moderne Gesellschaft in der Lage sein müsste, sich als multikulturelle Gesellschaft zu etablieren, mit möglichst vielen kulturellen Gruppen, halte ich für abwegig.“

    Auch die Wiedergabe eines Schmidt-Zitat von einer DGB-Veranstaltung 1981, das sein Biograf Theo Sommer überliefert hatte, wurde als „Hassrede“ gewertet:

    „Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.“

    Abschließend verzichte ich darauf ein ebenfalls gelöschtes Zitat von Napoleon widerzugeben.

  4. Erschreckend, wie politisch motivierte Propagandaworte vom angeblichen “Haß” hier kritiklos verbreitet werden, obwohl jeder mit einem IQ leicht über dem einer Litfaßsäule schon längst begriffen haben sollte, daß sich das allein auf unerwünschte Kritik und auf unterdrückte Wahrheit bezieht.

    Zumal “Haß” wohlwissend nirgendwo definiert ist!

    Schlimm auch, daß die Lüge verbreitet wird, Google “mußte” diese Videos löschen, wozu mehr als hinreichend bewiesen ist, daß die das genauso stehen lassen könnten (first amendment), wie es bei den Mord- und Unterdrückungs-Videos des Islam geschieht.

    Bleibt zu hoffen, daß Trump und seine Hintertanen dieses Sumpf endlich trockenlegen und denen das Rechtsprivileg des Verbreiters entziehen, so daß sie nicht mehr selektieren dürfen, weil sie längst Monopolist sind.

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