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Digitalstrategie: Madsack startet überregionales Nachrichtenportal RND.de

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Die Madsack Mediengruppe hat ihr überregionales Nachrichtenportal RND.de live gestellt. Die Verantwortlichen möchten durch "ein geschicktes Zusammenwirken von nationalen und regionalen Angeboten Akzente im digitalen Journalismus setzen", heißt es in der Mitteilung. Das Portal bietet den Nutzern die Möglichkeit, einen personalisierten Newsfeed einzurichten.

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Den Start des überregionalen Nachrichtenportals RND.de hatte die Madsack Mediengruppe ursprünglich für Ende 2018 anvisiert. Nach der Trennung von Wolfgang Büchner und den damit verbundenen personellen Änderungen an der Spitze, an der nun Marco Fenske als Chefredakteur des Redaktionsnetzwerks Deutschland steht, hatte sich die Fertigstellung des Projekts erstmal nach hinten verschoben.

Fenske bildet nun gemeinsam mit Hannah Suppa, Chefredakteurin Digitale Transformation und Innovation im Regionalen, und Bernhard Bahners, Chief Digital Officer, seit Mitte Mai die Geschäftsführung beim RND.

Individualisierte Newsfeeds für die Nutzer

Die Digitaloffensive bei Madsack, in deren Mittelpunkt der Regionalverbund und das hauseigene RND stehen, ging mit der Schaffung 70 neuer Jobs einher, wie die Mediengruppe Anfang 2018 ankündigte. “Wir wollen im digitalen Journalismus zu einem der führenden redaktionellen Netzwerke für Verlage werden”, sagte Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung, damals.

Nun ist das Prestigeprojekt – mit Verzögerung – im Laufe des Dienstags gestartet. “RND.de ist ein wichtiger Baustein unserer Digitalstrategie. Ziel muss es sein, unabhängigen Journalismus auch im digitalen Zeitalter finanzierbar zu halten“, sagt Düffert nun.

Man wolle durch “ein geschicktes Zusammenwirken von nationalen und regionalen Angeboten Akzente im digitalen Journalismus setzen”, erklärt er. Dabei soll das Nachrichtenportal zur zentralen Drehscheibe werden und zum “News-Angebot von den Journalisten, denen bereits mehr als 50 Tageszeitungen in Deutschland ihre Nachrichtenseiten anvertrauen”, so der Konzernchef. Dazu zählen unter anderem die “Leipziger Volkszeitung”, die “Märkische Allgemeine” und die “Berliner Zeitung”.

Screenshot der Startseite von RND.de

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Exklusive Nachrichten, Reportagen und Serviceinhalte sollen dem Leser eine individualisierte Auswahl bieten. Über die Funktion “Mein RND” kann sich der Nutzer einen eigenen Newsfeed nach Themenfeldern und Autoren zusammenstellen, wird in der Mitteilung erklärt.

Im Zuge der Neuerungen hat Madsack auch einen neuen Newsroom aufgebaut, den die Redaktion ab Herbst am Standort Hannover bezieht. Mehr als 180 Journalisten, Digital- und Marketingexperten werden dort laut Verlagsangaben dann an den Angeboten des RND und der Regionaltitel arbeiten.

Time-Wall als ein Teil der Transformation

Erst kürzlich führte Madsack eine Time-Wall und Nachrichten-Flatrate für Regionaltitel ein. Im Rahmen dieser Flatrate können Nutzer für 2,49 Euro pro Woche Plus-Inhalte der jeweiligen Regionaltitel des Verlags lesen. Das Besondere an der Strategie: In der ersten Stunde nach Veröffentlichung sind die Artikel noch frei zugänglich.

Die Verantwortlichen bei Madsack haben dabei auch von anderen europäischen Medienhäusern gelernt. Dem schwedischen Medienhaus Mittmedia bescherte eine ähnliche Time-Wall Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich bei den Digitalabos (MEEDIA berichtete).

tb

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