Partner von:
Anzeige

“Der Spiegel” punktet im Einzelhandel mit dem “Boeing-Skandal”, der “Focus” mit “Früher in Rente”

Cover_Check_2019_32.jpg

Ordentliche Woche für die Magazine "Spiegel" und "Focus". Wie die neuesten Zahlen der IVW zeigen, landeten beide mit ihren Ausgaben 32 im Einzelverkauf über dem Durchschnitt der jüngsten 12 bzw. drei Monate. Die Titelthemen waren dabei sehr unterschiedlich. So punktete "Der Spiegel" mit dem "Boeing-Skandal", der "Focus" mit einer Story zum Ruhestand. Der "stern" erreichte unterdessen ein solides Ergebnis mit dem "Atlantis der Nordsee".

Anzeige

“Der Spiegel” titelte auf seiner Ausgabe 32/2019 “Das Ungeheuer von Seattle” und bebilderte die Zeile mit einer grünlich-düster aussehenden Boeing 737 Max. Die Unterzeile lautete: “Wurden 346 Menschen Opfer von Gier und Größenwahn? Die Anatomie des Boeing-Skandals”. 184.423 mal wurde die Ausgabe im Einzelhandel verkauft – öfter als im “Spiegel”-Durchschnitt der jüngsten 12 Monate (173.900) und der jüngsten drei Monate (174.800). Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, erreichte “Der Spiegel” 32/2019 laut IVW eine verkaufte Auflage von 724.180 Exemplaren, darunter 103.049 ePaper, bzw. Spiegel-Plus-Kunden.

Der “stern” kam unterdessen mit seinem Heft 32 in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen, etc. auf 123.448 Verkäufe. Er liegt damit ziemlich genau zwischen dem 12-Monats-Durchschnitt von derzeit 126.500, sowie dem 3-Monats-Durchschnitt von 120.200 Einzelverkäufen. Auf dem Titel fand sich die Story “Das Atlantis der Nordsee – Doggerland: So lebten die Menschen im Paradies der Steinzeit – bis ein Tsunami kam”. Insgesamt fand die Ausgabe 463.323 Abnehmer, 24.336 davon als ePaper.

Anzeige

Über dem Soll landete diesmal auch der “Focus”: Das Titelthema “Früher in Rente: So kommen Sie mit 63 (oder sogar früher) ohne Abzüge in den Ruhestand” fanden potenzielle “Focus”-Käufer offenbar interessant genug, um dem Magazin mit 59.669 Einzelverkäufen den besten Wert seit fünf Wochen zu bescheren. Zudem liegt er sowohl über dem Normalniveau der jüngsten 12 Monate (56.600), als auch über dem der jüngsten drei Monate (52.300). Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 373.014 Exemplaren, inklusive 52.226 ePaper.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Es ist ja ersteineinmal die ganz große Frage ob diese Zahlen der Realität entsprechen oder reines Wunschdenken der Verlage repräsentieren. Beim STERN kann man ziemlich sicher sein, daß dem so ist. Als verkaufte Auflage wird gemeldet, was Donnerstagnacht die Druckerei verläßt. Die Tausenden von Remittenden werden dann klammheimlich unter den Tisch fallen gelassen. Wobei, schummeln tun sie alle.

    Seien wir einmal gespannt auf die Zahlen die der STERN für die Greta-Ausgabe meldet. In den Hamburger Redaktionen pfeiffen es die Praktikanten auf den Fluren, daß diese Ausgabe eine Auflagenkatastrophe war.

  2. Ich finde, diese Zahlen sagen (unfreiwillig) sehr viel über den Zustand unseres Landes aus:

    In der Mittelschicht, die den stern-Leser repräsentieren mag, träumt man sich ins “Paradies” der Steinzeit (und ist davon so hingerissen, dass man das fehlende “i” in genau dieser Steinzeit nicht bemerkt).

    Bloß weit weg vom hier und jetzt.

    In der sich selber früher gern als “Besserverdiener” bezeichneten oberen Mittelschicht dagegen, gibt man (so oft wie selten vorher) etwas Geld aus, um zu erfahren, wie man früher in Rente kommt.
    Ob nun legal, halblegal oder nicht legal ist auch hier wieder (genauso wie beim Thema Schwarzkonten) wahrscheinlich *herzlich* egal.

    Von sogenannten (und oft genug auch selbsterklärten) “Leistungsträgern” erwartet man eigentlich ein bissel was anderes.

    Ja und jetzt zur geistigen “Elite” unseren lieben Spiegel-Lesern:

    Sie bezahlen für den gefühlt millionsten Aufguss des Boeing-Skandals – und dazu reicht schon eine simple rethorische Frage als Überschrift aus.

    Immerhin bezahlen sie aber wenigstens noch dafür, um mehr als nur die Überschrift zu lesen.

    Man kann das nur damit entschuldigen, dass es sich hier meistens um doch schon ältere Leute handelt, die eben bekanntlich oft auch etwas kauzig sind, denn die Zukunft ist das nicht.

    Die Zukunft, das hat ja auch der Spiegel erkannt, die Zukunft ist bento.

    Dort liest man nur noch die Überschriften und bezahlt garnichts, was aber irgendwie auch wieder folgerichtig ist, denn die bento – “Artikel” sind nun wirklich kein Geld wert.

    Es gebe natürlich auch genug echte, hausgemachte Probleme und ganz heimische Skandale, welche die Presse ihren geneigten Lesern anbieten könnte – nur leider sind viele davon für die sehr deutliche Mehrheit der deutschen Journalisten eben oft genug immer noch Anathema.

    Solange jedenfalls, bis sich der altbekannte Spruch, dass was (nur) verdrängt wird, irgendwann mit Macht zurückkehrt wieder mal bewahrheitet. – Siehe die Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg.

    Bin mal gespannt, ob nächste Woche, wenn wieder mal nach den “Ursachen” gesucht wird, die Auflagen auch so toll sind.

    Ich vermute mal nein, denn man kennt schon alle Fragen und auch alle Antworten zur Genüge und vor allem: Man weiss, dass sie (so zumindest) nicht stimmen können, sondern das etwas fehlt, worüber (wieder) nicht geredet wird.

    All das ist schon deprimierend – aber eben auch so vorhersehbar, wie der nächste Sonnenaufgang.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia