Partner von:
Anzeige

Print-Offensive: “Spiegel” kuratiert seine besten Lesestücke in einem neuen Printableger

meedia-logo-der-spiegel.jpeg

Mit Print-Innovationen hatte der "Spiegel"-Verlag in der Vergangenheit wenig Glück. So floppten Magazin-Newcomer wie Spiegel Classic und Spiegel Fernsehen. Jetzt will das Printhaus erneut einen Print-Ableger starten: Mit "Spiegel Lesezeichen" plant die Redaktion, die besten Reportagen, Analysen, Gespräche, Porträts zu veröffentlichen, die bereits in Spiegel-Publikationen erschienen sind.

Anzeige

“Spiegel”-Chefredakteur Steffen Klusmann ärgert sich, dass die gedruckte Ausgabe des Wochenmagazins den Leser nur zeitlich begrenzt zur Verfügung steht. „Jede Woche bedauern wir aufs Neue, dass das Heft nur sieben Tage am Kiosk liegt. Denn manche Texte reichen weit über die Aktualität des Nachrichtengeschäfts hinaus und verdienen es, viel länger interessierte Leserinnen und Leser zu finden“, betont der ehemalige FTD-Chefredakteur. Doch das soll sich bald ändern. Ab 2020 will der Verlag an der Ericusspitze zwei Mal im Jahr ein neues Print-Magazin namens „Spiegel Lesezeichen“ in den Handel bringen.

“Jede Woche bedauern wir aufs Neue, dass das Heft nur sieben Tage am Kiosk liegt”

Darin will Klusmann die besten Lesestücke aus den “Spiegel”-Publikationen der vorangegangenen Monaten veröffentlichen. Dazu gehören Kommentare und Reportagen, Analysen, Gespräche und Porträts. „Die Heftreihe wird die Texte versammeln, die es verdienen, dass man bei ihnen ein Lesezeichen setzt“, so Klusmann. Welche Texte ins Heft kommen, will die “Spiegel”-Redaktion gemeinsam mit den Lesern entscheiden. Die erste Ausgabe soll am 25. Februar 2020 am Kiosk erscheinen, das zweite Heft im Herbst. Das Heft umfasst 148 Seiten und soll in einer Druckauflage von rund 50.000 Exemplaren erscheinen. Der Copypreis betrage 9,90 Euro, teilt der “Spiegel” mit.

Anzeige

Damit wagt sich der Verlag an einen neuen Printableger. In der Vergangenheit hatte das Medienhaus hier weniger Glück. So floppten eigenständige Titel wie Spiegel Classic und Spiegel Fernsehen. Auch mit Beilagen hatte der Verlag nur begrenzt Erfolg. So stellte der Verlag ein Gesundheits-Supplement wieder ein.

Weiterhin im Markt ist die Lifestyle-Beilage „S-Magazin“. Denn das Geschäft mit Supplements birgt für den Verlag Vorteile. Das Unternehmen kann hierfür den “Spiegel” als Trägermedium nutzen. Damit ist für Werbekunden eine verbreiterte Auflage garantiert.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Alter Wein in neuen Schläuchen? Wird bei einem Magazin was eh schon mit einem Auflagenschwund zu kämpfen hat sicher einen mächtigen Boost nach oben geben. Probably not. Ich empfinde es als Ressourcenverschwendung, man sollte lieber all sein Knowhow darauf verwenden verlorenes Vertrauen wieder zu gewinnen, aber was weiß ich schon ….

  2. Der Spiegel kann lieber mal seine besten Relotius-Stücke kuratieren. Wird wahrscheinlich eher ein Brüller als olle Kamallen aufwärmen. 🙂
    Schade um die Bäume fürs Spiegel-Reprint-Papier. 🙁

    1. Das würde ich wahrscheinlich sogar kaufen. Mit Buschmann & Co. gibt es ja auch schon Material für die zweite Ausgabe.

  3. Ich mag den Spiegel. Es lohnt sich aber immer weniger, ihn zu lesen. Leider begreifen die jetzigen Macher nicht, was im Strukturwandel Innovation bedeutet. Jedenfalls nicht: mehr vom Gleichen.
    Das neue Heft wird schlimm floppen. Hundert prozentig.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia