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Übernahmeziel für Axel Springer? Scout24-Chef verpasst Verkaufsspekulationen einen Dämpfer

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Zeitweise wurde das Autoanzeigeportal Scout24 als mögliches Übernahmeziel für Axel Springer gehandelt. Doch jetzt hat Tobias Hartmann, Chef des Onlineportalbetreibers, klar gemacht, dass der Bereich nicht zum Verkauf steht. Er will der Forderung des US-Hegdefonds Elliot nicht nachkommen, die Sparte abzuspalten.

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Der Berliner Medienkonzern Axel Springer hat nach dem Einstieg des US-Investors KKR große Pläne. Das Unternehmen plant, zum Weltmarktführer im digitalen Rubrikengeschäft und digitalen Journalismus aufzusteigen. Dies will Springer-Chef Mathias Döpfner mit finanzieller Rückendeckung der Amerikaner vor allem durch Zukäufe erreichen. Dabei fiel zeitweise in den vergangenen Monaten mehrfach ein Name: das Autoanzeigenportal Scout24.

Jetzt hat jedoch Tobias Hartmann, Chef des Onlineportalbetreibers Scout 24, weitere Spekulationen hierzu vorerst im Keim erstickt. Denn Hartmann hat offenbar nicht vor, den Unternehmenszweig abzuspalten und zu verkaufen. Dies erklärte er gegenüber der „Wirtschaftswoche“. Denn die wirtschaftlichen Perspektiven für Autoscout24 seien „sehr erfreulich“. Deshalb wolle er an dem Unternehmensteil festhalten und sei nicht bereit, der Forderung des US-amerikanischen Hedgefonds Elliott nachzukommen. Der hatte den Scout24-Chef darauf gedrängt, den Bereich abzutrennen und zu veräußern.

„Bislang haben wir stets kommuniziert, dass wir eine weitere Fokussierung auf unsere beiden Säulen Autoscout24 und Immobilienscout24 vornehmen. Beide sollen sich noch stärker um ihre individuelle Strategie kümmern können. Das ist das Ziel. Und das ist das Programm, das wir jetzt abarbeiten“, sagte Hartmann dem Wirtschaftsmagazin. Laut der “Wiwo” sollte die Sparte, die in mehreren europäischen Märkten Autoanzeigen-Portale im Web betreibt, rund zwei Milliarden Euro einnehmen. Damit wäre ein mögliches Übernahmeziel für Axel Springer vom Tisch. Seit Längerem wird in den Medien aber auch spekuliert, dass sich das Berliner Medienunternehmen für einen Erwerb der Kleinanzeigensparte von Ebay interessiert. Hier hatte jedoch Springer-Chef Döpfner die Erwartungen jüngst gedämpft.

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Indes verweist Scout24 allerdings auf MEEDIA-Anfrage auf jüngste Äußerungen des CEOs: „Wir sind mit dem starken Umsatz- und Ergebniswachstum im ersten Halbjahr sehr zufrieden. Wie am 19. Juli in der Strategie-Roadmap kommuniziert, sind wir fest entschlossen, den Fokus auf unsere beiden Kerngeschäftsfelder zu verstärken. Damit steigern wir die operative Effizienz und erreichen eine größere Flexibilität bei der Verfolgung verschiedener strategischer Optionen für die beiden Kerngeschäftsfelder AutoScout24 und ImmobilienScout24. In diesem Zusammenhang und mit dem Ziel, langfristigen Wert für alle unsere Aktionäre zu schaffen, haben wir eine Prüfung der strategischen Alternativen für AutoScout24 angestoßen. Wir werden auf unserem Capital Markets Day am 26.11.2019 über Fortschritte und den aktuellen Stand dieser Prüfung Auskunft geben“, betont Hartmann.

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