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Streubesitz bei fünf Prozent: Berliner Medienhaus Axel Springer fliegt aus dem M-Dax

Der Einstieg des US-Finanzinvestor KKR hat Konsequenzen auf die Börsennotierung von Axel Springer. Das Berliner Medienhaus verlässt den M-Dax, da der Streubesitz des börsennotierten Unternehmens auf fünf Prozent gesunken ist. Dies teilte die Deutsche Börse mit. Dennoch werden die Aktien des Medienkonzerns weiter im amtlichen Markt in Frankfurt gehandelt. Darüber hinaus erfüllen die Anteile die Voraussetzungen für das Börsensegment Prime Standard.

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Wie die Deutsche Börse mitteilt, wird der Änderung im Börsensegment für Aktien der Axel Springer SE zum 29. August wirksam. Hintergrund der außerplanmäßige Maßnahme der Deutschen Börse ist die Übernahme der Axel Springer SE durch Traviata II S.à.r.l.. Dadurch habe sich der Streubesitz auf fünf Prozent verringert. Damit werden nach dem Regelwerk „Guide to the DAX Equity Indices“ die Springer-Aktien aus dem MDAX-Index genommen.

Eine Sprecherin von Springer betont hierzu auf Anfrage von MEEDIA: „Der Handelsort der Aktien ändert sich bei Indexentnahme erst einmal nicht. Axel-Springer-Aktien werden in Frankfurt im amtlichen Markt gehandelt und erfüllen die Voraussetzungen für das Börsensegment Prime Standard.“ Der amerikanische Finanzinvestor KKR hat vor Kurzem gemeldet, dass er über eine Beteiligung von 42,5 Prozent am Medienkonzern Axel Springer („Welt“, „Bild“) verfügt (MEEDIA berichtete). Diese Quote sei nach Ablauf der weiteren Annahmefrist am 21. August um Mitternacht erzielt worden. Ferner seien außerhalb des Übernahmeangebots Vereinbarungen über den Erwerb von 1,04 Prozent der Anteile abgeschlossen worden. Der Vollzug des Angebots steht weiterhin unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher, außenwirtschaftsrechtlicher und medienkonzentrationsrechtlicher Freigaben.

KKR plant, Springer von der Börse zu nehmen.

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