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G+J stellt die “View”-Fotocommunity ein – zu große Konkurrenz durch Instagram, Pinterest & Co

Wird im Oktober geschlossen: die “View”-Foto-Community
Wird im Oktober geschlossen: die "View"-Foto-Community

Gruner + Jahr zieht nach vierzehn Jahren bei der beim "stern" angedockten "View"-Fotocommunity den Stecker. Grund ist die Dominanz durch US-Tech-Plattformen wie Instagram und Pinterest, die das Teilen von Fotos auf Smartphones, Tablets & Co. für die breite Masse alltäglich machen. Von der Schließung ist das Print-Magazin "View" nicht betroffen.

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Es war ein innovatives Projekt, dass Gruner + Jahr unter dem Dach des “stern” vor vierzehn Jahren ins Leben rief. Ob professionelle Fotografen oder auch Otto-Normalverbraucher – problemlos konnten Menschen ihre Fotos auf der “View”-Fotocommunity hochladen, teilen und kommentieren.

Doch damit ist bald Schluss. Am 16. Oktober wird die “View”-Fotocommunity eingestellt. Grund hierfür ist vor allem die Dominanz durch US-Plattformen wie Instagram und Pinterest, die sich vor allem bei Jugendlichen zunehmender Beliebtheit erfreuen. Dadurch geriet die “View”-Fotocommunity in den vergangenen Jahren immer mehr ins Hintertreffen.

Betroffen von der Schließung sind zwei Mitarbeiter, für die Gruner + Jahr nach Angaben einer Unternehmenssprecherin sozialverträgliche Lösung sucht. Von der Maßnahme ist der gleichnamige gedruckte “stern”-Ableger “View” ausgenommen. Dennoch ist das Aus des Portals auch für das Printprodukt bitter, da das Heft dadurch zusätzliche Aufmerksamkeit verliert. Die verkaufte Auflage von View hatte zuletzt bereits kräftig Federn gelassen. Sie ging im 2. Quartal 2019 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um mehr als 9,5 Prozent auf etwas mehr als 66.000 Exemplare zurück.

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Zur Schließung der “View”-Fotocommunity erklärt eine G+J-Sprecherin auf Anfrage: “Es ist korrekt, dass die ‘View’-Fotocommunity im Herbst geschlossen wird. Die Community hatte ihre Zeit. Sie war damals, als der ‘stern’ sie vor 14 Jahren ins Leben rief, ein vollkommen neuartiges Angebot, das begeisterte Nutzer fand und eine lebendige Gemeinschaft erzeugt hat. Heute ist dieser Markt dicht besetzt. Mit internationalen Playern, bei denen jeder User potenziell ein Millionenpublikum erreichen kann. Vor diesem Hintergrund fehlt die Zukunftsperspektive, um die Community weiterhin wirtschaftlich zu betreiben.”

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