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Neue Privatsphäre-Optionen bei Facebook: Auch Gruppen werden überwacht

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Facebook hat die Privatsphäre-Einstellungen seiner Gruppen vereinfacht. Künftig können Gruppen-Admins nur noch zwischen "privaten" und "öffentlichen" Gruppen entscheiden. Gleichzeitig macht das Soziale Netzwerk klar, dass auch die Communities überwacht werden.

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Seit dem Strategie-Wechsel Anfang des Jahres hat sich Facebook deutlich mehr auf Gruppen fokussiert als zuvor. Beiträge der offenen oder geschlossenen Communities, die häufig ein spezielles Thema behandeln, werden im Newsfeed der Nutzer bevorzugt. Die Gruppen selbst erhielten seither einen eigenen Tab in der mobilen App des Netzwerkes. Und auch die Interaktionen, die Medien mittlerweile über Gruppen erhalten, können sich sehen lassen.

Nicht wenige Social-Media-Experten befürchteten mit den Gruppen allerdings eine Zunahme der Hetze. Schließen sich Gleichgesinnte zusammen, so ihre Argumentation, ist die Gefahr der Radikalisierung höher. Hinzu komme, dass sich Gruppen auch abseits der Öffentlichkeit und damit unterm Radar der Beobachter bewegen können.

Ein Problem, dem Facebook nun in zwei Blogbeiträgen entgegentreten will. Jordan Davis, der sich bei Facebook um das Thema Gruppen kümmert, macht klar: “In einer privaten Gruppe zu sein, bedeutet nicht, dass deine Handlungen ungeprüft bleiben”. Facebook versuche unter anderem über künstliche Intelligenz Beiträge in Gruppen zu identifizieren, die gegen die eigenen Standards verstoßen. Dabei sei es egal, ob eine Gruppe privat oder öffentlich ist.

Darüber hinaus käme dem Admin und den Moderatoren der Gruppen eine besondere Rolle zu. Würden sie offensichtliche Hass-Postings aktiv einfordern oder dulden, werde Facebook darüber nachdenken, eine Gruppe komplett zu entfernen, schreibt Davis. Admins hätten so etwas wie eine Vorbildfunktion und stünden damit besonders unter Beobachtung. Sie erhalten seit einigen Wochen jedoch auch mehr Informationen darüber, wie viele Beiträge in der Gruppe gelöscht wurden und warum. Die Informationen können sie unter dem Punkt “Gruppenqualität” bei Facebook einsehen.

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Nur noch zwei Privatsphäre-Optionen

Darüber hinaus hat Facebook die Privatsphäre-Einstellungen der Gruppen vereinfacht. Demnach gibt es Zukunft nur noch “private” und “öffentliche” Gruppen. Zuvor konnten Nutzer zwischen “öffentlichen”, “geschlossenen” und “geheimen” Gruppen unterscheiden. Der Unterschied zwischen “geschlossenen” und “geheimen” Gruppen war, dass “geheime” Gruppen über die Suche nur für Gruppenmitglieder zu finden sind. Diese Sucheinstellung soll es aber auch in Zukunft noch geben. Mit der Änderung soll es Administratoren leichter fallen, die richtige Einstellung für die Community zu finden.

rt

 

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